ABSCHLUSS DES ERSTEN TTBL-SPIELTAGS: SAARBRÜCKEN ERKÄMPFT AUFTAKTSIEG GEGEN FULDA 



Zum Abschluss des ersten Spieltags der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hat sich auch der 1. FC Saarbrücken TT den Auftaktsieg gesichert. Der amtierende Vizemeister und Titelträger 2020 setzte sich am Montagabend dank eines bestens aufgelegten Patrick Franziska mit 3:2 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durch.

Quadri Aruna

Quadri Aruna sorgte mit seinem 3:1 gegen Tomas Polansky für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. (Foto: Johannes Ruppel)

Mit dem Selbstvertrauen eines olympischen Silbermedaillen-Gewinners hat Patrick Franziska den 1. FC Saarbrücken TT zum Auftaktsieg in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) geführt. Insbesondere dank der zwei Einzelsiege des 29-Jährigen setzte sich der amtierende Vizemeister, der Borussia Düsseldorf im vergangenen Juni im Liebherr TTBL-Finale mit 1:3 unterlegen war, am Montagabend zum Abschluss des ersten TTBL-Spieltags mit 3:2 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durch. „Wir sind natürlich sehr, sehr happy, mit einem Sieg in die Saison gestartet zu sein“, sagte Franziska anschließend. „Fulda hat sich mit Alexandre Cassin sehr gut verstärkt, daher sind wir mega froh, das Spiel gewonnen zu haben. Jetzt können wir mit einem sehr guten Gefühl nach Ochsenhausen fahren.“

Zu diesem Umstand hatte Franziska zuvor einen Gutteil beigetragen. Nach der olympischen Silbermedaille im Teamwettbewerb in Tokio an der Seite von Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov sowie Ersatzmann Benedikt Duda spielte der 29-Jährige zum TTBL-Start groß auf und schlug mit Ruwen Filus und Quadri Aruna zwei Spitzenspieler der Liga ohne Satzverlust. Im Auftakteinzel gegen Filus riss Franziska das Match gegen Ende des ersten Satzes an sich und beeindruckte mit ebenso druckvollem wie sicherem Spiel. Am Ende stand ein ungefährdeter 3:0 (14:12, 11:6, 11:5)-Erfolg. Den Schwung aus diesem Match nahm Franziska mit in seinen zweiten Auftritt gegen Aruna, in dem er die Comeback-Versuche des Weltranglisten-21. wieder und wieder ausbremste und schließlich 3:0 (13:11, 11:5, 11:8) gewann.

Alexandre Cassin legt vielversprechendes TTBL-Debüt hin

Zwischen den beiden Auftritten Franziskas gingen die Siege allerdings an die Gäste aus Fulda. Zunächst durch Aruna: Die ersten zwei Sätze gegen Tomas Polansky dominierte der Nigerianer problemlos, erst anschließend war es eine offene Partie. Im vierten Satz meldete sich Aruna nach 2:6-Rückstand zurück und gewann wenig später mit 3:1 (11:6, 11:7, 8:11, 12:10). Auf Position drei lieferte anschließend Alexandre Cassin ein bärenstarkes TTBL-Debüt ab. Der Fuldaer Neuzugang aus Frankreich ging hochmotiviert zur Sache und setzte Darko Jorgic unter Dauerdruck. Der Lohn war ein 3:2 (11:7, 11:8, 5:11, 9:11, 11:6). So ging es ins Doppel, und hier schlugen Polansky/Jorgic zurück: Gegen Cassin und Fan Bo Meng sicherten sie dem FCS durch ihren 3:1 (7:11, 11:4, 11:3, 11:6)-Erfolg den Auftaktsieg.

„Wir wussten, dass es ein schweres Spiel wird, schließlich ging es gegen den deutschen Vizemeister. Daher hatten wir uns vorgenommen, unser Bestmögliches zu geben und zu sehen, wofür es reicht“, resümierte Cassin anschließend. Zu seinem Spiel gegen Jorgic sagte der 22-Jährige: „Ich hatte sehr lange nicht mehr gegen ihn gespielt. Es war sehr eng, nach meiner 2:0-Führung hat er sich sehr stark zurückgemeldet. Ich habe mein Spiel dann etwas umgestellt, am Ende war es eine 50:50-Angelegenheit. Ich bin sehr froh, dass es mit dem ersten Sieg geklappt hat. Aus diesem Auftritt können wir trotz der Niederlage Selbstvertrauen schöpfen.“

Der zweite Spieltag der Tischtennis Bundesliga startet bereits am kommenden Mittwoch, 25. August, mit fünf Partien. Dann steht ab 19 Uhr unter anderem das Duell zwischen Borussia Düsseldorf und dem ASV Grünwettersbach an. Am darauffolgenden Freitag, 27. August, kommt es ab 19 Uhr zudem zur Neuauflage des Liebherr TTBL-Finals 2019 und 2020 zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem 1. FC Saarbrücken TT. Alle Partien sind live im Stream auf Sportdeutschland.TV zu sehen.

Der 1. Spieltag in der Übersicht

Borussia Düsseldorf – Post SV Mühlhausen 3:1
Timo Boll – Irvin Bertrand 3:2 (11:4, 9:11, 6:11, 11:3, 11:9)
Anton Källberg – Steffen Mengel 3:0 (12:10, 11:6, 11:7)
Kristian Karlsson – Ovidiu Ionescu 1:3 (11:6, 8:11, 7:11, 10:12)
Timo Boll – Steffen Mengel 3:0 (11:3, 17:15, 11:8)

TTC Neu-Ulm – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:1
Tiago Apolonia – Elias Ranefur 3:1 (11:5, 10:12, 11:6, 11:8)
Kay Stumper – Alvaro Robles 3:2 (8:11, 11:7, 12:14, 11:9, 12:10)
Ioannis Sgouropoulos – Benedikt Duda 0:3 (8:11, 12:14, 9:11)
Tiago Apolonia – Alvaro Robles 3:1 (11:5, 9:11, 11:6, 11:8)

ASV Grünwettersbach – TTC OE Bad Homburg 3:2
Wang Xi – Rares Sipos 1:3 (11:4, 5:11, 5:11, 11:13)
Deni Kozul – Lubomir Jancarik 3:1 (11:8, 11:9, 11:13, 11:7)
Ricardo Walther – Benno Oehme 3:1 (8:11, 11:6, 11:7, 11:9)
Wang Xi – Lubomir Jancarik 0:3 (8:11, 9:11, 7:11)
Ricardo Walther/Tobias Rasmussen – Rares Sipos/Cedric Meissner 3:2 (11:5, 11:7, 4:11, 6:11, 11:9)

TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen 2:3
Bastian Steger – Samuel Kulczycki 1:3 (6:11, 11:4, 9:11, 5:11)
Filip Zeljko – Kanak Jha 1:3 (5:11, 8:11, 12:10, 6:11)
Kilian Ort – Simon Gauzy 3:2 (9:11, 11:8, 11:4, 4:11, 12:10)
Bastian Steger – Kanak Jha 3:1 (11:9, 11:8, 5:11, 12:10)
Kilian Ort/Filip Zeljko – Simon Gauzy/Samuel Kulczycki 2:3 (11:7, 6:11, 11:7, 8:11, 3:11)

TTC Zugbrücke Grenzau – SV Werder Bremen 3:2
Patrick Baum – Hunor Szöcs 3:1 (6:11, 11:7, 11:9, 11:3)
Wu Jiaji – Mattias Falck 1:3 (11:4, 9:11, 5:11, 3:11)
Cristian Pletea – Marcelo Aguirre 1:3 (7:11, 16:14, 8:11, 9:11)
Patrick Baum – Mattias Falck 3:1 (8:11, 11:8, 11:6, 13:11)
Wu Jiaji/Cristian Pletea – Marcelo Aguirre/Hunor Szöcs 3:2 (9:11, 2:11, 11:8, 12:10, 11:6)

1. FC Saarbrücken TT – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:2
Patrick Franziska – Ruwen Filus 3:0 (14:12, 11:6, 11:5)
Tomas Polansky – Quadri Aruna 1:3 (6:11, 7:11, 11:8, 10:12)
Darko Jorgic – Alexandre Cassin 2:3 (7:11, 8:11, 11:5, 11:9, 6:11)
Patrick Franziska – Quadri Aruna 3:0 (13:11, 11:5, 11:8)
Darko Jorgic/Tomas Polansky – Alexandre Cassin/Fan Bo Meng 3:1 (7:11, 11:4, 11:3, 11:6)

Beitragsbild oben: Patrick Franziska (Foto: BeLa Sportfoto)