3:1 IN MÜHLHAUSEN: DÜSSELDORF BAUT FÜHRUNG AUS



Der Tabellenführer der Tischtennis Bundesliga (TTBL) marschiert: Borussia Düsseldorf hat sich am Dienstag in der Nachholpartie des 10. Spieltags mit 3:1 beim Post SV Mühlhausen durchgesetzt und den Vorsprung auf die Verfolger damit weiter ausgebaut. Erneut wurde Timo Boll mit zwei Siegen zum Matchwinner.

Ovidiu Ionescu

Ovidiu Ionescu hatte gegen Anton Källberg und Timo Boll einen schweren Stand. (Foto: BeLa Sportfoto)

Der Tabellenführer enteilt dem Rest des Feldes immer weiter. Im Nachholspiel des 10. Spieltags fuhr Borussia Düsseldorf am Dienstagabend ein 3:1 beim Post SV Mühlhausen ein und damit den 13. Sieg im 14. Spiel in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Angesichts von 26:2 Punkten und somit bereits zehn Zählern Vorsprung auf Tabellenplatz fünf kann der Rekordmeister die Planungen für die Play-offs so langsam in Angriff nehmen. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten TTC Neu-Ulm, der am Abend den TTC OE Bad Homburg mit 3:2 schlug, beträgt sechs Punkte. „Wir machen uns gegenseitig heiß, jeder will das Beste herausholen. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Aber trotzdem ist es jeden Tag knallharte Arbeit“, sagte Borussia-Trainer Danny Heister nach der Partie. „Wir stehen sehr gut da, der Druck ist daher nicht mehr so groß. Daher können wir den Monat zu gezieltem Training nutzen, um vielleicht noch einen Schritt nach vorne zu machen.“

Ein Lob für die Formstärke der Borussia gab es vom Gegner: „Die Liga ist unheimlich ausgeglichen, und trotzdem stehen sie so weit vorne. Düsseldorf ist in bestechender Form“, sagte Mühlhausen-Trainer Erik Schreyer, dessen Team mit 14:14 Punkten auf Rang acht steht. In den vergangenen Tagen hatten es die Thüringer bereits mit den TTF Liebherr Ochsenhausen (3:2, 1:3) und dem TTC Neu-Ulm (3:1) zu tun bekommen und vier Partien binnen sieben Tagen bestritten. „Ich bin insgesamt sehr zufrieden mit unserer Leistung aus diesen Spielen“, ergänzte Schreyer. „Wichtig wird nun sein, diese Leistungen auch gegen Gegner auf Augenhöhe abzurufen.“

Zwei Siege für Boll

Am Dienstag lief dabei von Beginn an alles zugunsten der Düsseldorfer. Anton Källberg bekam es im ersten Einzel des Abends mit Ovidiu Ionescu zu tun und verbuchte rasch eine 6:0-Führung. Anschließend gab der Schwede das Duell nicht mehr aus der Hand und baute durch das 3:0 (11:3, 11:8, 11:8) seine Führung in der TTBL-Spielerrangliste aus. Källberg steht bei nun 16:1 Spielen. „Anton hat sehr stark gespielt – spielerisch, aber auch taktisch“, lobte Heister.

Als „Knackpunktspiel“ bezeichnete im Anschluss Post-SV-Trainer Schreyer das Auftakteinzel. Danach nämlich trat Timo Boll für Düsseldorf an den Tisch und löste seine Aufgabe gegen Lubomir Jancarik souverän. Nach zwei umkämpften Sätzen hatte Boll alles im Griff und gewann letztlich 3:1 (13:11, 7:11, 11:2, 11:5). Zwar verkürzte Steffen Mengel für Mühlhausen durch ein 3:0 (11:6, 11:3, 11:9) gegen Kristian Karlsson auf 1:2. Im vierten Spiel aber war wieder Boll dran und machte durch sein 3:0 (11:8, 11:4, 11:7) gegen Ionescu alles klar für Düsseldorf. „Timo wird immer besser und sicherer. Toll, wie er sich immer wieder für die Mannschaft reinhängt und eine echt Bank für uns ist“, sagte Heister.

Die Tischtennis-Woche in der Übersicht

Post SV Mühlhausen – Borussia Düsseldorf 1:3
Ovidiu Ionescu – Anton Källberg 0:3 (3:11, 8:11, 8:11)
Lubomir Jancarik – Timo Boll 1:3 (11:13, 11:7, 2:11, 5:11)
Steffen Mengel – Kristian Karlsson 3:0 (11:6, 11:3, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Timo Boll 0:3 (8:11, 4:11, 7:11)

TTC Neu-Ulm – TTC OE Bad Homburg 3:2
Emmanuel Lebesson – Maksim Grebnev 3:1 (11:7, 10:12, 11:8, 11:9)
Vladimir Sidorenko – Rares Sipos 2:3 (11:7, 12:10, 8:11, 8:11, 8:11)
Tiago Apolonia – Lev Katsman 2:3 (11:3, 3:11, 11:5, 4:11, 7:11)
Emmanuel Lebesson – Rares Sipos 3:2 (10:12, 11:9, 11:4, 7:11, 11:7)
Tiago Apolonia/Vladimir Sidorenko – Lev Katsman/Maksim Grebnev 3:2 (11:7, 9:11, 7:11, 12:10, 11:8)

Samstag, 23. Januar, 19 Uhr
TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau

Sonntag, 24. Januar, 15 Uhr
TTC OE Bad Homburg – Post SV Mühlhausen
TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen

Beitragsbild oben: Anton Källberg (Foto: BeLa Sportfoto)