MÜHLHAUSEN AUCH VON OCHSENHAUSEN NICHT ZU STOPPEN



Die Siegesserie des Post SV Mühlhausen hat am Mittwoch eine vorzeitige Krönung erfahren: Dank des 3:1-Erfolgs gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen überwintern die Thüringer auf dem vierten Platz der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Simon Gauzy

Simon Gauzy kämpfte sich nach 0:2-Satzrückstand in den Entscheidungssatz gegen Daniel Habesohn, hatte dort dann aber das Nachsehen. (Foto: BeLa Sportfoto)

Selbst von Simon Gauzy und dem viermaligen Deutschen Meister ist der Post SV Mühlhausen am Mittwochabend nicht zu stoppen gewesen. Zum Abschluss der Hinrunde fuhr das Team von Erik Schreyer einen 3:1-Erfolg gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen ein und damit den wettbewerbsübergreifend neunten Sieg in Serie. In der Tischtennis Bundesliga (TTBL) arbeitete sich Mühlhausen damit sogar auf den vierten Platz vor, da der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (1:3 gegen Borussia Düsseldorf) und der TTC Neu-Ulm (0:3 gegen den 1. FC Saarbrücken TT) zeitgleich unterlagen. Mit 14:8 Punkten ist der Post SV nun punktgleich mit Ochsenhausen und steht jeweils zwei Zähler vor Fulda und Neu-Ulm (je 12:10).

Mühlhausen also geht am 8. Januar mit großem Rückenwind in das Final Four um den Deutschen Tischtennis-Pokal, im Halbfinale trifft das Team auf den 1. FC Saarbrücken TT. „Wir sind alle topmotiviert, trotz der zahlreichen internationalen Events in den letzten Monaten haben wir unsere Form halten können“, resümierte Daniel Habesohn. „Der Sieg heute war richtig gut, auch schon der am Sonntag gegen Bad Homburg.“

Habesohn triumphiert zweimal im Entscheidungssatz

Regelrecht ekstatisch war zuvor der Jubel der Mühlhäuser ausgefallen, als Habesohn seinen dritten Matchball im Spitzeneinzel gegen Gauzy genutzt hatte. Coach Schreyer sprang in die Box und Habesohn in die Arme, ehe es dafür wenige Sekunden später die Entschuldigung bei Gauzy gab. Dieser war beim letzten Ballwechsel in die Bande gerutscht und, Symbol genug, lag somit am Boden. Habesohns Topspin aber war trotz dieses Einsatzes nicht zu erreichen für Gauzy, der 3:2 (11:6, 11:9, 7:11, 5:11, 12:10)-Sieg des Österreichers stand damit fest. „Glückwunsch an Mühlhausen“, sagte TTF-Trainer Fu Yong. „Beide Mannschaften haben heute super Leistungen gebracht. Unsere jungen Spieler haben sich gut geschlagen, leider haben sie sich nicht belohnt. Aber so ist der Sport.“

Ebenfalls im Entscheidungssatz hatte Habesohn zuvor das Auftakteinzel gegen Maciej Kubik gewonnen, und auch in diesem musste er Schwerstarbeit verrichten. Gleich sechs Matchbälle Kubiks in Folge wehrte Habesohn im vierten Satz ab, ehe er einen Satz später seinerseits seinen sechsten Matchball zum 3:2 (11:6, 7:11, 9:11, 13:11, 11:9)-Erfolg nutzte. Zwar glich anschließend Gauzy durch ein 3:1 (12:10, 16:14, 5:11, 11:9) gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Irvin Bertrand aus. Ovidiu Ionescu jedoch brachte Mühlhausen durch sein 3:1 (11:5, 6:11, 11:5, 11:5) gegen Samuel Kulczycki wieder in Führung – und im Anschluss gab es an Habesohns Power kein Vorbeikommen.

Der 11. Spieltag in der Übersicht

TSV Bad Königshofen – TTC OE Bad Homburg 2:3
Bastian Steger – Lubomir Jancarik 3:0 (11:7, 11:7, 11:7)
Filip Zeljko – Yuta Tanaka 0:3 (6:11, 9:11, 6:11)
Maksim Grebnev – Rares Sipos 3:2 (11:8, 8:11, 7:11, 11:7, 11:8)
Bastian Steger – Yuta Tanaka 1:3 (9:11, 11:5, 14:16, 10:12)
Kilian Ort/Maksim Grebnev – Lubomir Jancarik/Rares Sipos 1:3 (8:11, 11:9, 9:11, 2:11)

Post SV Mühlhausen – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:1
Daniel Habesohn – Maciej Kubik 3:2 (11:6, 7:11, 9:11, 13:11, 11:9)
Irvin Bertrand – Simon Gauzy 1:3 (10:12, 14:16, 11:5, 9:11)
Ovidiu Ionescu – Samuel Kulczycki 3:1 (11:5, 6:11, 11:5, 11:5)
Daniel Habesohn – Simon Gauzy 3:2 (11:6, 11:9, 7:11, 5:11, 12:10)

SV Werder Bremen – ASV Grünwettersbach 3:1
Mattias Falck – Tobias Rasmussen 3:0 (11:8, 11:1, 11:9)
Kirill Gerassimenko – Wang Xi 3:0 (11:8, 11:8, 11:5)
Hunor Szöcs – Ricardo Walther 1:3 (9:11, 9:11, 11:8, 6:11)
Mattias Falck – Wang Xi 3:1 (11:9, 12:10, 7:11, 11:8)

TTC Neu-Ulm – 1. FC Saarbrücken TT 0:3
Lev Katsman – Patrick Franziska 1:3 (3:11, 11:9, 13:15, 8:11)
Tiago Apolonia – Darko Jorgic 0:3 (5:11, 8:11, 6:11)
Ioannis Sgouropoulos – Tomas Polansky 2:3 (11:6, 8:11, 8:11, 11:8, 9:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Borussia Düsseldorf 1:3
Quadri Aruna – Danny Heister 3:0 (11:3, 11:2, 11:3)
Ruwen Filus – Anton Källberg 0:3 (9:11, 8:11, 4:11)
Alexandre Cassin – Dang Qiu 1:3 (10:12, 5:11, 11:7, 7:11)
Quadri Aruna – Anton Källberg 1:3 (11:8, 4:11, 10:12, 6:11)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTC Zugbrücke Grenzau 3:2
Benedikt Duda – Tobias Sältzer 3:0 (11:2, 11:0, 11:8)
Elias Ranefur – Wu Jiaji 1:3 (11:13, 11:5, 10:12, 5:11)
Alvaro Robles – Cristian Pletea 0:3 (9:11, 7:11, 9:11)
Benedikt Duda – Wu Jiaji 3:0 (11:8, 11:7, 11:5)
Alvaro Robles/Alberto Mino – Tobias Sältzer/Cristian Pletea 3:2 (12:10, 11:6, 11:13, 7:11, 11:7)

Beitragsbild oben: Daniel Habesohn (Foto: Christian Habel)