12. SPIELTAG: BAD HOMBURG STARTET GEGEN DÜSSELDORF IN DIE RÜCKRUNDE



Mit fünf Partien meldet sich die Tischtennis Bundesliga (TTBL) am Sonntag aus der Weihnachtspause zurück. Während der TTC OE Bad Homburg erstmals Borussia Düsseldorf im Wingert-Dome empfängt, treten die TTF Liebherr Ochsenhausen beim TSV Bad Königshofen an. Zum Duell zweier Pokal-Halbfinalisten kommt es zwischen dem ASV Grünwettersbach und dem TTC Schwalbe Bergneustadt. Abgeschlossen wird der 12. Spieltag am Montag mit dem Duell zwischen dem TTC Neu-Ulm und dem SV Werder Bremen.

TTC OE Bad Homburg – Borussia Düsseldorf

Form: Ein Sieg trifft auf eine Niederlage: In seiner ersten Spielzeit in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) setzte sich der TTC OE Bad Homburg bislang einmal durch, nämlich mit 3:2 gegen Grenzau, und ging mit 2:20 Punkten als Tabellenelfter in die Weihnachtspause. Borussia Düsseldorf dagegen war bislang nur von Saarbrücken (0:3) zu bezwingen und ist mit 18:2 Punkten Tabellenführer. Zusätzliches Selbstvertrauen für die zweite Saisonhälfte sammelte der Rekordmeister mit dem Gewinn des Titels in der Champions League.

Besonderes: Ausgesprochen gute Erinnerungen dürfte Maksim Grebnev an sein Debüt in der TTBL haben. Der 18-Jährige bekam es in seinem ersten Einzel für den TTC OE Bad Homburg gleich mit Timo Boll zu tun und bewies gegen den Superstar sein großes Talent. Mit 2:1 Sätzen führte Grebnev im vergangenen November bereits gegen Boll, ehe der Düsseldorfer zurückschlug und die folgenden beiden Sätze zum 3:2 für sich entschied. Nicht minder achtbar schlugen sich anschließend Rares Sipos (2:3 gegen Anton Källberg) und Lev Katsman (1:3 gegen Kristian Karlsson).

Statement: „Ich habe immer schon gesagt: Niederlagen muss man verkraften – Siege aber auch. Darum müssen wir uns nach den Erfolgen in der Champions League und gegen Ochsenhausen in der Bundesliga jetzt neu fokussieren.“ (Danny Heister, Trainer von Borussia Düsseldorf)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 0,3 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 2,3 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 0:3 (72,1 %)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Post SV Mühlhausen

Form: Die selbst gesteckten Ziele hat der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell bislang nicht erfüllt. Mit 8:14 Punkten stehen die Osthessen zur Saison-Halbzeit dort, wo sie bereits die Vorsaison beendet hatten: auf Platz zehn. Zwar glückten in der Hinrunde Überraschungssiege gegen Bremen und Saarbrücken (jeweils 3:2), dafür gab es gegen Teams auf Augenhöhe stets Niederlagen. Zu diesen Mannschaften darf auch der Post SV Mühlhausen gezählt werden, der das Hinspiel mit 3:1 gewann. Auch die Thüringer blieben allerdings hinter den eigenen Erwartungen zurück und stehen mit 10:8 Punkten auf Platz sieben.

Besonderes: Geht es nach der Statistik, dann täte Post-SV-Trainer Erik Schreyer am Sonntag gut daran, wieder auf Steffen Mengel zu setzen. Der 32-Jährige verlor im Trikot Mühlhausens bislang erst Einzel gegen Fulda, im Februar 2019 mit 0:3 gegen Tomislav Pucar. Im Hinspiel war Mengel mit Siegen gegen Fan Bo Meng (3:1) und Quadri Aruna (3:2) der Matchwinner für die Thüringer.

Statement: „Wir haben in der ersten Saisonhälfte alles gegeben und hoffen jetzt auf ein besseres Abschneiden in der zweiten Hälfte. Ich hoffe, wir können die notwendigen Korrekturen an unserem Spiel in den nächsten Partien so umsetzen, wie wir es uns vorstellen.“ (Quadri Aruna, Spieler des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 42,6 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 39,9 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 2:3 (25,1 %)

TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen

Form: Vor der Weihnachtspause war der TSV Bad Königshofen noch einmal heißgelaufen: Vier Siege reihten die Unterfranken aneinander und setzten zum Hinrunden-Abschluss beim 3:1 gegen Saarbrücken ein Ausrufezeichen. Mit 12:10 Punkten starten sie als Tabellensechster in die Rückrunde. Fünf Siege in Folge hatten die TTF Liebherr Ochsenhausen eingefahren, ehe es drei Tage vor Heiligabend beim 1:3 gegen Borussia Düsseldorf die zweite Saisonniederlage gab. Mit 16:4 Punkten ist der Double-Gewinner von 2019 aber eindeutig auf Play-off-Kurs.

Besonderes: Bad Königshofen war in der Hinrunde die einzige Mannschaft neben Düsseldorf, der ein Sieg gegen Ochsenhausen gelang. Angeführt von einem bärenstarken Kilian Ort, gelang dem TSV Ende November ein 3:2-Erfolg bei den TTF, welcher der erste Sieg nach zuvor drei Niederlagen war und die Aufholjagd im Jahresendspurt einläutete.

Statement: „Wir haben unsere kurze Pause genutzt, um die Akkus wieder aufzuladen. Das erste Spiel im neuen Jahr in Bad Königshofen wird direkt ein echter Stresstest. Wir wollen eine neue Serie starten und mit einem guten Gefühl zum anstehenden Liebherr Pokal-Finale fahren.“ (Yong Fu, Trainer der TTF Liebherr Ochsenhausen)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 7,4 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 18,4 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 0:3 (45,0 %)

ASV Grünwettersbach – TTC Schwalbe Bergneustadt

Form: Mit gemischten Gefühlen dürften die Verantwortlichen des ASV Grünwettersbach auf die Hinrunde blicken. Nach starkem Saisonstart mit 8:2 Punkten war dem Team nämlich die Puste ausgegangen. Nur ein Sieg gelang in den weiteren sechs Partien, so dass der ASV mit 10:12 Punkten als Tabellenachter in die Pause ging. Wendepunkt in der Hinrunde war eine 2:3-Niederlage gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt, welcher die erste Saisonhälfte mit 16:6 Punkten auf Platz drei beendete. Im letzten Spiel des vergangenen Jahres holten die Oberberger ein 3:0 gegen Grenzau.

Besonderes: Nur sechs Tage nach dem Kräftemessen am Sonntag könnte es erneut zum Duell der beiden Teams kommen. Sowohl Grünwettersbach als auch Bergneustadt nämlich treten beim Final Four um den Deutschen Tischtennis-Pokal an. Während es der ASV am 9. Januar im Halbfinale mit Borussia Düsseldorf zu tun bekommt, tritt Bergneustadt gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen an. Die beiden Halbfinals gibt es ab 11 Uhr live im Stream von Sportdeutschland.TV zu sehen, das Finale ab 15.30 Uhr zusätzlich im Free-TV auf SPORT1.

Statement: „Es ist sehr wichtig, in der nächsten Partie gleich mit der richtigen Einstellung zu starten. Nach der kurzen Pause wird jeder Spieler wieder erholt und auf den Punkt bereit sein.“ (Alvaro Robles, Spieler des TTC Schwalbe Bergneustadt)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 53,2 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 38,4 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 3:2 (23,0 %)

TTC Zugbrücke Grenzau – 1. FC Saarbrücken TT

Form: Den Start der zweiten Saisonhälfte dürfte der TTC Zugbrücke Grenzau als Neustart der gesamten Spielzeit betrachten wollen. In der ersten Hälfte nämlich blieb das Team aus dem Brexbachtal ohne Punkt und steht folglich mit 0:22 Zählern am Tabellenende. Nach dem Duell mit dem 1. FC Saarbrücken TT kommt es anderthalb Wochen später zum Aufeinandertreffen mit Bad Homburg und damit einem wohl richtungweisenden Spiel für den weiteren Saisonverlauf. Ebenfalls nicht ganz nach Plan lief die Hinrunde für die Saarbrücker, die mit 12:10 Punkten nur auf Platz fünf stehen. Vor der Weihnachtspause gab es ein 1:3 in Bad Königshofen.

Besonderes: Zum zweiten Mal trifft Cristian Pletea am Sonntag auf seinen Ex-Verein: Im Sommer war der 20-Jährige aus Saarbrücken nach Grenzau gewechselt, um mehr Einsätze zu bekommen. Und dieser Plan ist angesichts von zehn Einzeln bislang aufgegangen. Auch im Hinspiel gegen den FCS mischte Pletea mit, unterlag allerdings mit 0:3 gegen Darko Jorgic. „Es war ein bisschen unangenehm, heute gegen meine ehemaligen Teamkameraden zu spielen“, hatte er damals nach der Partie gesagt. „Aber jeder von uns weiß: Sobald man am Tisch steht, gibt es keine Freundschaften mehr.“ Das dürfte auch am Sonntag wieder gelten.

Statement: „Es wird ein unglaublich schweres Spiel. Gleich danach treffen wir wieder auf Bad Homburg, darauf werden wir schon jetzt den Fokus legen. Gegen Saarbrücken wird es also darum gehen, uns bestmöglich auf das Duell mit Bad Homburg vorzubereiten und uns vielleicht mit einem Erfolgserlebnis ein gutes Gefühl abzuholen.“ (Colin Heow, Trainer des TTC Zugbrücke Grenzau)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 0,6 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 4,0 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 0:3 (72,5 %)

TTC Neu-Ulm – SV Werder Bremen

Form: Als Play-off-Kandidat war der TTC Neu-Ulm vor Saisonstart gehandelt worden, und mit Platz vier zur Saison-Halbzeit wurden die Schwaben diesem Ruf gerecht. Mit einem 3:1 in Fulda und 14:8 Punkten schoben sie sich im letzten Spiel 2020 noch an Saarbrücken vorbei. Auf dem vierten Platz stünde auch gerne der SV Werder Bremen, dort war schließlich bereits die Vorsaison beendet worden. Aufgrund der 2:3-Niederlage in Mühlhausen kurz vor Weihnachten stehen die Hanseaten zur Halbzeit allerdings nur auf Rang neun mit 10:12 Punkten.

Besonderes: Nur einmal trat der SV Werder Bremen im bisherigen Saisonverlauf ohne seinen Spitzenspieler an und bewies beim 3:1 gegen Neu-Ulm, dass es auch ohne Mattias Falck geht. Kirill Gerassimenko wurde mit Siegen gegen Kay Stumper und Tiago Apolonia zum Matchwinner, zudem punktete Marcelo Aguirre ebenfalls gegen Apolonia. Für Neu-Ulm war einzig Vladimir Sidorenko erfolgreich beim 3:0 gegen Hunor Szöcs. Auch der TTC war allerdings im November ohne seinen Besten, Emmanuel Lebesson, angetreten.

Statement: „Es wird das zweite Spiel gegen Neu-Ulm innerhalb von kurzer Zeit. Wir erwarten eine schwerere Aufgabe als im ersten Match, da sie wahrscheinlich mit Lebesson antreten. Aber dafür haben wir dieses Mal Mattias dabei. Wir sind positiv gestimmt und bereit für einen großen Kampf!“ (Hunor Szöcs, Spieler des SV Werder Bremen)

Prognose:*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 63,3 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 37,7 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 3:2 (23,5 %)

Der 12. Spieltag in der Übersicht

Sonntag, 3. Januar, 15 Uhr
TTC OE Bad Homburg – Borussia Düsseldorf
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Post SV Mühlhausen
TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen
ASV Grünwettersbach – TTC Schwalbe Bergneustadt
TTC Zugbrücke Grenzau – 1. FC Saarbrücken TT

Montag, 4. Januar, 18 Uhr
TTC Neu-Ulm – SV Werder Bremen

 

Alle Partien sehen Sie wie gewohnt live und in HD im TTBL-TV und auf Tischtennis-Deutschland.TV.

* Weitere Informationen zu den von Data Analyst Tim Scheffczyk (M. Sc. VWL) ermittelten Werten finden Sie hier

Beitragsbild oben: Rares Sipos vom TTC OE Bad Homburg (Foto: Ocliferius)