13. SPIELTAG: EIN TRIO STEHT PUNKTGLEICH AN DER SPITZE



Die Spitze der Tischtennis Bundesliga (TTBL) rückt immer näher zusammen: Durch den 3:1-Sieg Borussia Düsseldorfs gegen Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken TT und den gleichzeitigen Erfolg des SV Werder Bremen stehen nach dem 13. Spieltag drei Teams punktgleich vorne. Diesem Trio auf den Fersen sind die TTF Liebherr Ochsenhausen und der TTC Schwalbe Bergneustadt.

Shang Kun

Shang Kun lieferte Timo Boll hartnäckige Gegenwehr, musste sich dem Weltranglistenzehnten aber letztlich 2:3 geschlagen geben. (Foto: Ulrich Höfer)

Die erste Hiobsbotschaft ereilte den 1. FC Saarbrücken TT schon vor dem ersten Aufschlag: Patrick Franziskas Erkältung hatte sich im Laufe der Nacht auf Sonntag verschlimmert, sodass der Tabellenführer gegen Borussia Düsseldorf ohne den Spitzenspieler auskommen musste. Ohne Franziska verkaufte sich der FCS zwar teuer, unterlag aber dem Rekordmeister dennoch 1:3. Damit ist der erst am Freitag erarbeitete Zwei-Punkte-Vorsprung auf Düsseldorf schon wieder verloren. Beide Teams haben 20:6 Punkte auf dem Konto, Saarbrücken ist aufgrund des besseren Spielverhältnisses aber weiterhin vorne. „Angesichts der Umstände tut die Niederlage nicht so weh“, sagte FCS-Trainer Slobodan Grujic. „Dank des 3:2 gegen Ochsenhausen vom Freitag können wir mit dieser Niederlage leben.“

Den Unterschied für Düsseldorf in Ahlen, wo die Partie anlässlich des 100-jährigen Bestehens des  DJK Vorwärts ausgetragen wurde, machte Timo Boll. Nach 0:4-Rückstand im ersten Satz gegen Cristian Pletea hatte Boll seinen Gegner ausgeguckt und kam zu einem souveränen 3:0 (11:8, 11:4, 11:5)-Sieg. Im Duell der Einser folgte später die Entscheidung: Einen umkämpften ersten Satz gegen Shang Kun entschied Boll mit 12:10 für sich und brachte im Anschluss immer wieder sein Aufschlagspiel durch. Angesichts des 11:6 im zweiten Satz schien das Duell früh entschieden. Doch Shang kämpfte sich über 11:7 und 11:9 in den Entscheidungssatz, in dem dann aber wieder der Düsseldorfer am Drücker war. Mit 11:4 machte Boll den 3:1-Sieg der Borussia klar. „Shang Kun wurde ab dem dritten Satz immer besser. Da musste ich dann schon an meine Grenzen gehen“, sagte der Weltranglistenzehnte im Anschluss.

„Timo war die Zuverlässigkeit in Person“

Shang hatte zuvor für den einzigen Saarbrücker Sieg gesorgt, Anton Källberg kam erst im dritten Satz besser mit dem Spiel des Chinesen zurecht, da aber war das Match schon nahezu entschieden. Mit 11:2, 11:5 und 11:9 feierte Shang einen letztlich souveränen Erfolg und deutete bereits an, dass er wenig später auch Timo Boll würde gefährlich werden können. Auf Position drei sorgte Kristian Karlsson für den weiteren Punkt der Düsseldorfer. Gegen einen stark aufspielenden Tomas Polansky hatte der Schwede etwas mehr Power, am Ende stand ein 3:0 (11:9, 12:10, 11:6)-Erfolg.

„Timo war heute wieder die Zuverlässigkeit in Person. Aber auch Kristian hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte Düsseldorf-Trainer Danny Heister und verwies auf die Auftritte in Mühlhausen (2:3) und in Portugal beim Sporting Clube De Portugal (3:0): „Nach dem Reisestress in dieser Woche ist das keine Selbstverständlichkeit. Insgesamt können wir sehr, sehr zufrieden sein, profitierten aber natürlich vom Ausfall von Patrick Franziska.“

Kirill Gerassimenko

Auf Position drei setzte sich Kirill Gerassimenko gegen Wang Xi durch und ermöglichte dadurch den entscheidenden Sieg Mattias Falcks. (Foto: BeLa Sportfoto)

Bremen verteidigt Platz zwei

Drittes Team im Spitzentrio ist der SV Werder Bremen: Mit 3:1 setzten sich die Hanseaten gegen den ASV Grünwettersbach durch und bleiben damit vor Düsseldorf. Auch Bremen hat, ebenso wie die Borussia und Saarbrücken, 20:6 Punkte auf dem Konto. „Es war schwer heute, Grünwettersbach ist mit der bestmöglichen Mannschaft angetreten“, sagte Kirill Gerassimenko zum zehnten Bremer Saisonsieg. Ein Lob gab es von Dang Qiu: „Im Großen und Ganzen war es ein verdienter Sieg für Bremen“, anerkannte der Grünwettersbacher. „Mattias Falck spielt super und liefert immer Topleistungen ab.“ Die Erfolgsserie des ASV ist damit nach zuvor vier Siegen in Folge zwar gestoppt, angesichts von 14:12 Punkten haben sich die Badener als Tabellenachter aber eine komfortable Ausgangslage für die weitere Rückrunde erarbeitet.

Die Entscheidung brachte am Sonntag das Duell der Spitzenspieler: Mattias Falck knackte den formstarken Sathiyan Gnanasekaran, in vier eng umkämpften Sätzen hatte der Vizeweltmeister meist eine Antwort mehr parat. Mit 3:1 (11:8, 8:11, 11:9, 12:10) setzte sich Falck schließlich gegen den Inder durch und machte damit den 3:1-Sieg Werders klar. Beide Spitzenspieler hatten zuvor die erwarteten Erfolge gefeiert, Falck besiegte Dang Qiu mit 3:1 (11:5, 6:11, 12:10, 11:6), Gnanasekaran triumphierte 3:0 (11:4, 11:6, 12:10) über Hunor Szöcs. „Der Auftaktsieg von Mattias war sehr wichtig für uns“, sagte Kirill Gerassimenko. Der Kasache selbst fungierte auf Position drei als Wegbereiter des Erfolgs. Gegen Wang Xi biss sich Gerassimenko im Laufe des zweiten Satzes in die Partie, kam immer besser mit dem Spiel des Deutsch-Chinesen zurecht und feierte schließlich einen 3:2 (7:11, 14:12, 11:4, 7:11, 11:8)-Erfolg. „Das war meiner Meinung nach das entscheidende Spiel“, meinte Qiu.

TTF revanchieren sich im Schnelldurchgang

Einen Play-off-Platz verteidigt haben die TTF Liebherr Ochsenhausen: Zwei Tage nach dem 2:3 gegen Saarbrücken setzte sich der Tabellenvierte mit 3:0 gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durch und nahm damit Revanche für die 1:3-Niederlage im Hinspiel. „Es war eine gute Reaktion nach der unglücklichen Niederlage vom Freitag“, sagte TTF-Trainer Dmitrij Mazunov, dessen Team nun 18:8 Punkte auf dem Konto hat. „Klar war Fulda nicht in Bestbesetzung, aber wir können nur auf uns schauen, und die Jungs haben sich heute entschlossen präsentiert.“ Trotz der Niederlage war auch sein Gegenüber Qing Yu Meng nicht unzufrieden. „Am Ende steht eine 0:3-Niederlage, aber wenn man auf die Sätze blickt, sieht man, wie eng es war. Wir haben uns heute gut verkauft“, sagte der 46-Jährige. Mit 8:18 Punkten steht der TTC RhönSprudel weiterhin auf Platz zehn.

Das entscheidende Duell war das zweite des Nachmittags: Anders als im Hinspiel dominierte Simon Gauzy sein Match gegen Tomislav Pucar und setzte sich am Ende mit 3:1 durch. Dieser Erfolg allerdings war hart erarbeitet. Immer wieder kämpfte sich Pucar nach Rückstand zurück und war nach 9:11, 10:12 und 11:4 drauf und dran, den Entscheidungssatz zu erzwingen. Bei 4:10-Rückstand und folglich sechs Satzbällen für Gauzy holte der Fuldaer Punkt um Punkt – ehe ein Fehler zum 9:11 und somit zur 1:3-Niederlage führte. „Es war wie immer schwer gegen Tomislav. Aber heute war ich bereit für seinen Aufschlag und sein starkes Rückschlag-Spiel“, sagte Gauzy nach der Partie. Vor dem Sieg des Franzosen hatte Hugo Calderano gegen Qing Yu Meng gewonnen, der Fuldaer Trainer vertrat den krankheitsbedingt fehlenden Ruwen Filus und verkaufte sich trotz der 1:3 (9:11, 11:7, 6:11, 10:12)-Niederlage teuer gegen den Weltranglistensechsten. Punkt Nummer drei besorgte nach der Pause Jakub Dyjas: Mit mächtig Selbstvertrauen nach den jüngsten Erfolgen ausgestattet, hatte der Pole wenig Mühe mit Fan Bo Meng und machte durch seinen 3:0 (11:9, 11:8, 12:10)-Erfolg den 3:0-Sieg Ochsenhausens klar.

Bergneustadt hält Anschluss an Platz vier

Auf den Spuren des Führungsquartetts bleibt der TTC Schwalbe Bergneustadt: Weiterhin zwei Punkte beträgt der Rückstand der Oberberger auf Ochsenhausen durch den 3:1-Sieg gegen den TTC Zugbrücke Grenzau. Damit darf sich Bergneustadt auch in dieser Saison Hoffnungen auf die Teilnahme an den Play-offs machen. „Ich bin hochzufrieden mit dem Auftritt heute“, sagte TTC-Schwalbe-Trainer Yang Lei. „Die Top vier sind bislang sehr konstant, daher ist jedes Spiel jetzt wichtig für uns – und dann sehen wir, wofür es reicht.“ Enttäuschung herrschte hingegen bei Grenzau, das Schlusslicht wartet noch immer auf den ersten Saisonsieg. „Wir versuchen, uns bestmöglich auf jedes Spiel vorzubereiten und immer das Beste rauszuholen“, erklärte Trainer Chris Pfeiffer, dessen Team mit Ochsenhausen und Düsseldorf nun schweren Aufgaben entgegensieht.

Die Weichen wurden für Bergneustadt früh auf Sieg gestellt: Nach 11:6 für Benedikt Duda im ersten Satz des ersten Einzels führte sein Kontrahent Mihai Bobocica im zweiten mit 7:2 deutlich, brachte anschließend aber mehrere Satzbälle nichts ins Ziel – Duda drehte den Satz zum 13:11 und brach damit den Widerstand des Italieners. Ein 11:2 im dritten Satz bedeutete den 3:0-Erfolg und die 1:0-Führung Bergneustadts. Alvaro Robles gelang anschließend ein 3:1 (11:9, 4:11, 11:2, 11:7) gegen Anders Lind, sodass Alberto Miño auf Position drei bei seinem zweiten Saisoneinsatz alles klar hätte machen können. Nach 12:10, 6:11, 11:6, 7:11 verbuchte der Ecuadorianer zwei Matchbälle gegen Kanak Jha, der US-Amerikaner wehrte jedoch ab und sicherte sich seinerseits durch das 12:10 den 3:2-Sieg. Der Sieg Bergneustadts war damit aber nur kurz aufgeschoben, denn Duda machte im Anschluss mit 3:0 (11:7, 11:6, 11:8) kurzen Prozess mit dem für Lind eingewechselten Ioannis Sgouropoulos.

Mizuki Oikawa

Mizuki Oikawa bewies gegen Deni Kozul starke Nerven und feierte einen 3:2-Sieg nach 0:2-Rückstand. (Foto: Hermann Zacher)

Bad Königshofen klettert auf Platz sechs

Den zweiten Sieg im zweiten Rückrundenspiel holte auch der TSV Bad Königshofen. Sieben Tage nach dem mühevollen 3:2 gegen Grenzau folgte am Sonntag ein souveränes 3:0 gegen den Tabellenelften TTC indeland Jülich. Mit nun 14:12 Punkten gehört Bad Königshofen zu der vielbeinigen Gruppe der Verfolger, liegt gleichauf mit Grünwettersbach und Mühlhausen und ist dank des besseren Spielverhältnisses auf Platz sechs geklettert. „Es ist optimal gelaufen, da auch einige enge Spiele heute dabei waren“, sagte Bastian Steger. „Für Filip Zeljko freut es mich besonders, dass es mit seinem ersten Einzelsieg geklappt hat.“

Bangen mussten die Unterfranken eigentlich nur im zweiten Einzel: Mizuki Oikawa lag nach 8:11 und 7:11 gegen Deni Kozul bereits mit 0:2 Sätzen zurück, sodass Jülich auf dem besten Weg zum Ausgleich war. Mitte des dritten Satzes jedoch kam Oikawa auf einmal besser rein, drehte den Satz zum 11:8 und ließ in den weiteren 11:8 und 11:9 zum 3:2-Sieg folgen. Weniger Mühe hatte zuvor Bastian Steger gegen Dennis Klein gehabt. Angesichts der 9:0-Führung im ersten Satz zeichnete sich frühzeitig ab, dass es ein kurzes Match werden würde. Am Ende setzte sich der 38-Jährige 11:2, 11:8 und 11:7 durch. Alles klar machte schließlich auf Position drei Filip Zeljko, der wie üblich den verletzten Kilian Ort vertrat. Nach 11:8, 7:11, 11:6 und 9:11 ging es in den Entscheidungssatz, in dem zunächst Robin Devos dem Sieg entgegenstrebte. Sechs Matchbälle verbuchte der Belgier, Zeljko jedoch wehrte ein ums andere Mal ab und triumphierte schließlich 12:10 zum 3:2 und somit dem siebten Saisonsieg des TSV.

Bereits am Samstag hatte sich der Post SV Mühlhausen gegen den TTC Neu-Ulm durchgesetzt und durch das 3:2 den dritten Sieg binnen fünf Tagen verbucht. Zum Spielbericht geht es hier.

 

Der 13. Spieltag in der Übersicht

Post SV Mühlhausen – TTC Neu-Ulm 3:2

Daniel Habesohn – Kay Stumper 3:0 (11:6, 12:10, 11:6)
Lubomir Jancarik – Viktor Brodd 3:1 (11:6, 11:13, 11:6, 11:9)
Steffen Mengel – Tiago Apolonia 0:3 (11:13, 7:11, 9:11)
Daniel Habesohn – Abdel-Kader Salifou 0:3 (9:11, 7:11, 4:11)
Ovidiu Ionescu/Lubomir Jancarik – Tiago Apolonia/Gustavo Tsuboi 3:0 (11:6, 11:8, 11:6)

Borussia Düsseldorf – 1. FC Saarbrücken TT 3:1

Timo Boll – Cristian Pletea 3:0 (11:8, 11:4, 11:5)
Anton Källberg – Shang Kun 0:3 (2:11, 5:11, 9:11)
Kristian Karlsson – Tomas Polansky 3:0 (11:9, 12:10, 11:6)
Timo Boll – Shang Kun 3:2 (12:10, 11:6, 7:11, 9:11, 11:4)

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0

Hugo Calderano – Qing Yu Meng 3:1 (11:9, 7:11, 11:6, 12:10)
Simon Gauzy – Tomislav Pucar 3:1 (11:9, 12:10, 4:11, 11:8)
Jakub Dyjas – Fan Bo Meng 3:0 (11:9, 11:8, 12:10)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1

Benedikt Duda – Mihai Bobocica 3:0 (11:6, 13:11, 11:2)
Alvaro Robles – Anders Lind 3:1 (11:9, 4:11, 11:2, 11:7)
Alberto Miño – Kanak Jha 2:3 (12:10, 6:11, 11:6, 7:11, 10:12)
Benedikt Duda – Ioannis Sgouropoulos 3:0 (11:7, 11:6, 11:8)

TSV Bad Königshofen – TTC indeland Jülich 3:0

Bastian Steger – Dennis Klein 3:0 (11:2, 11:8, 11:7)
Mizuki Oikawa – Deni Kozul 3:2 (8:11, 7:11, 11:8, 11:8, 11:9)
Filip Zeljko – Robin Devos 3:2 (11:8, 7:11, 11:6, 9:11, 12:10)

SV Werder Bremen – ASV Grünwettersbach 3:1

Mattias Falck – Dang Qiu 3:1 (11:5, 6:11, 12:10, 11:6)
Hunor Szöcs – Sathiyan Gnanasekaran 0:3 (4:11, 6:11, 10:12)
Kirill Gerassimenko – Wang Xi 3:2 (7:11, 14:12, 11:4, 7:11, 11:8)
Mattias Falck – Sathiyan Gnanasekaran 3:1 (11:8, 8:11, 11:9, 12:10)

 

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Beitragsbild oben: Jörg Fuhrmann