15. SPIELTAG: BERGNEUSTADT BLEIBT ERSTER VERFOLGER



Siege im Eiltempo hat es am Freitagabend in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gegeben. Dabei hat sich der TTC Schwalbe Bergneustadt am 15. Spieltag durch ein 3:0 gegen den ASV Grünwettersbach als erster Verfolger des Führungsquartetts behauptet. Der Tabellenfünfte hat weiterhin zwei Punkte Rückstand auf die Play-off-Plätze. Schadlos hielten sich die Top drei, während der Post SV Mühlhausen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mit 3:0 besiegte.

Wang Xi

Wang Xi hatte für Grünwettersbach den Ausgleich auf dem Schläger, unterlag Paul Drinkhall aber noch 2:3. (Foto: Friedrich Haubner)

Die Top vier der Liga müssen weiterhin in den Rückspiegel blicken: Mit 3:0 setzte sich der TTC Schwalbe Bergneustadt am 15. Spieltag gegen den ASV Grünwettersbach durch und behauptete sich damit auf Platz fünf als erster Verfolger der Play-off-Ränge. Mit 20:10 Punkten haben die Oberberger weiterhin zwei Zähler Rückstand auf Platz vier und bauten zudem den Vorsprung auf das weitere Verfolgerfeld auf vier Punkte aus. „Natürlich wissen wir um die Konstellation in der Tabelle“, sagte Paul Drinkhall, „aber wir müssen auf uns schauen, schließlich ist jedes Spiel schwer.“

Pünktlich zum Duell mit dem Tabellensechsten präsentierte sich das Trio des TTC Schwalbe in Topform. Vier Tage nach seiner 1:3-Niederlage gegen Jülichs Robin Devos zeigte sich Benedikt Duda hochkonzentriert und schlug Tobias Rasmussen klar mit 3:0 (11:6, 11:4, 11:5). Schwerer hatte es im Anschluss Drinkhall. Nach 9:11 und 6:11 gegen Wang Xi schien der Ausgleich zu nahen, der Engländer kämpfte sich jedoch zurück. Mit 11:7 und 11:7 erzwang Drinkhall den Entscheidungssatz, in dem er sich bei 3:1-Führung auch von einer Auszeit Wangs nicht irritieren ließ und schließlich durch das 11:5 mit 3:2 siegte. „Er hat seine Taktik im Spielverlauf umgestellt, aber darauf konnte ich zum Glück reagieren“, sagte Drinkhall. Auf Position drei holte schließlich Alvaro Robles ein 3:0 (11:9, 11:9, 11:5) gegen Dang Qiu. „Klar tut die Niederlage weh“, sagte Qiu im Anschluss, „aber wir können trotzdem sehr zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf sein.“ Mit 16:14 Punkten ist Grünwettersbach Siebter und hat sich aller Abstiegssorgen längst entledigt.

Grujic: „Wollen das Jahr als Erster beenden“

Ganz vorne steht weiterhin der 1. FC Saarbrücken TT. Am Freitag gab es einen 3:0-Erfolg gegen den TTC Neu-Ulm und damit die Revanche für die 2:3-Niederlage im Hinspiel. Durch den zwölften Saisonsieg und folglich nun 24:6 Punkte hat der Tabellenführer nach wie vor vier Zähler Vorsprung auf Bergneustadt. „Wir sind natürlich froh, das Spiel gewonnen zu haben. Wir haben jetzt am Sonntag noch ein schweres Spiel in Fulda und wollen auch dort gewinnen, um das Jahr als Tabellenerster zu beenden“, sagte FCS-Trainer Slobodan Grujic. Neu-Ulm ist mit 10:20 Punkten weiterhin Neunter.

Patrick Franziska

Mit 3:0 setzte sich Patrick Franziska gegen Tiago Apolonia durch und sorgte somit für die 2:0-Pausenführung Saarbrückens. (Foto: BeLa Sportfoto)

Mit der mutmaßlich stärksten Aufstellung ließ der FCS den Gästen keine Chance. Vorentscheidend für den Sieg des Spitzenreiters war das Duell zwischen Patrick Franziska und Rückkehrer Tiago Apolonia. Das Match gegen den ehemaligen Mannschaftskollegen war ein hochklassiges mit vielen starken Ballwechseln, bei denen Franziska insgesamt die größere Präzision zeigte. Mit 3:0 (13:11, 11:9, 11:3) setzte sich der 27-Jährige letztlich durch und sorgte somit für die 2:0-Pausenführung Saarbrückens. Zuvor nämlich, im ersten Einzel, hatte Darko Jorgic den erwarteten Sieg gegen Abdel-Kader Salifou geholt. Nach 12:10 und 11:4 für Jorgic biss sich der Franzose, der am Dienstag mit 3:2 gegen Bremens Mattias Falck überrascht hatte, zwar noch einmal ins Match und kam durch 11:8 auf 1:2 heran, Satz Nummer vier aber gehörte wieder Jorgic mit 11:6. Auf Position drei machte schlussendlich Shang Kun alles klar durch seinen 3:0 (11:5, 11:3, 11:6)-Erfolg gegen An Jaehyun. „Saarbrücken hat ein sehr starkes Team“, erklärte Salifou nach der fünften Niederlage Neu-Ulms in Folge. „Wir müssen jetzt nach vorne schauen, und ich hoffe, dass es am Sonntag wieder besser für uns läuft.“

Aguirre bringt Bremen auf die Siegerstraße

Auf Augenhöhe mit Saarbrücken bleibt der SV Werder Bremen, der ebenfalls 24:6 Punkte auf dem Konto hat. Überraschend deutlich ging es am Freitagabend beim TSV Bad Königshofen zu, mit 3:0 setzte sich der Tabellenzweite im Eiltempo durch. Entscheidend für den deutlichen Sieg war die bärenstarke Leistung von Marcelo Aguirre: Der 26 Jahre alte Paraguayer war erneut auf Position zwei aufgeboten worden und bekam es folglich mit Bastian Steger zu tun. Gegen den Routinier Bad Königshofens, der erst zur laufenden Spielzeit aus Bremen nach Unterfranken gewechselt war, fing Aguirre stark an und steigerte sich sogar noch im Spielverlauf. Nach 11:9 und 12:10 zog er im dritten Satz auf 9:4 davon, ließ dann allerdings etwas nach. So kam Steger noch einmal heran. Aguirre ließ sich jedoch auch von fünf vergebenen Matchbällen nicht aus der Ruhe bringen und nutzte den sechsten zum 16:14 und damit zum 3:0-Sieg. „Wir hatten gehofft, dass einer unserer Jungs gegen Basti gewinnt“, sagte Werder-Trainer Cristian Tamas. „Ansonsten war die Aufgabe heute etwas leichter als normalerweise, da Mizuki Oikawa nicht da war und Kilian Ort gerade erst nach seiner Verletzung zurück ist.“

In der Tat hatten Aguirres Teamkollegen im Anschluss relativ leichtes Spiel. Mattias Falck wurde seiner Favoritenstellung gegen Filip Zeljko bis auf einen kleinen Durchhänger Mitte des ersten Satzes gerecht und gewann 3:0 (11:8, 11:2, 11:4), ehe nach der Pause Kirill Gerassimenko an die starken Auftritte der bisherigen Spielzeit anknüpfte. Mit 3:0 (11:7, 11:6, 11:6) setzte er sich gegen Kilian Ort durch, dem der Rückstand nach längerer Verletzungspause freilich noch anzumerken war. „0:3 mit 0:9 Sätzen – es war natürlich enttäuschend heute. Jetzt müssen wir den Blick auf das Spiel am Sonntag gegen Neu-Ulm richten“, sagte Steger, der mit Bad Königshofen mit 14:16 Punkten auf Platz acht steht.

Karlsson führt Düsseldorf zum Sieg

Zwei Punkte hinter Bremen steht nach wie vor Borussia Düsseldorf mit nun 22:8 Zählern. Nach bereits zwei Niederlagen in der Rückrunde hatte Manager Andreas Preuß zuletzt den Blick etwas auf die Verfolger um Bergneustadt gerichtet, kann aber zumindest nach dem 15. Spieltag entspannt auf die Tabelle blicken. Mit 3:1 besiegte der Rekordmeister am Freitag den TTC Zugbrücke Grenzau. Für das Schlusslicht war einzig Kanak Jha erfolgreich: Der auf Position eins aufgebotene US-Amerikaner setzte sich gegen Omar Assar mit 3:1 (11:3, 11:8, 6:11, 12:10) durch.

Die weiteren drei Einzel aber gehörten der Borussia, zwei davon Kristian Karlsson: Der Schwede schlug zunächst Ioannis Sgouropoulos mit 3:1 (11:7, 11:3, 10:12, 11:8) und machte schließlich im vierten Einzel alles klar durch seinen 3:0 (13:11, 11:9, 11:8)-Sieg gegen Jha. Auf Position drei setzte sich zudem Anton Källberg mit 3:0 (11:8, 11:8, 11:7) gegen Mihai Bobocica durch. „Nach der Niederlage gegen Fulda war der Sieg heute sehr wichtig im Kampf um die Play-offs“, sagte Karlsson. Grenzau-Trainer Chris Pfeiffer meinte: „Wir hatten gehofft, dass Mihai gegen Anton etwas ausrichten kann, zudem hat Kanak schon einmal gegen Kristian gewonnen. Aber es sollte heute nicht sein.“

Daniel Habesohn

Anderthalb Wochen hatte Daniel Habesohn zuletzt krankheitsbedingt gefehlt, am Freitag meldete er sich stark zurück. (Foto: Christian Habel)

Habesohn meldet sich stark zurück

Das Duell der Düsseldorf-Bezwinger war dagegen ein einseitiges: Mit 3:0 setzte sich der Post SV Mühlhausen gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durch. Beide Teams hatten im Verlaufe der vergangenen Wochen jeweils mit 3:2 gegen den Rekordmeister gewonnen. Während Mühlhausen durch den dritten Sieg im vierten Rückrundenspiel mit 16:14 Punkten an Grünwettersbach vorbei auf Platz sechs zog, bleibt Fulda mit 10:20 Punkten Zehnter. „Wir haben die Aufstellung genau getroffen“, sagte Daniel Habesohn, „und haben zudem eine tolle Mannschaftsleistung gezeigt.“

Zuvor hatte sich Habesohn auf Position drei dem größten Widerstand gegenübergesehen. Offensiv geprägt war das Match gegen Tomislav Pucar, nach vier mit 11:9, 5:11, 11:6 und 2:11 wechselhaften Sätzen ging es in den Entscheidungssatz, in dem schließlich Habesohn davonzog zum 11:3. „Der Sieg gibt Auftrieb, nachdem ich zuvor anderthalb Wochen krankheitsbedingt gefehlt hatte“, erklärte Habesohn. Der 3:0-Sieg Mühlhausens stand damit fest, da zuvor Lubomir Jancarik mit 3:1 (11:8, 10:12, 11:9, 11:6) gegen Fan Bo Meng und Ovidiu Ionescu mit 3:0 (11:8, 11:6, 11:8) gegen Ruwen Filus gewonnen hatten. „Ich habe es leider nicht geschafft, den nötigen Druck aufzubauen“, sagte Filus zu seinem Match. „Bei uns lief heute insgesamt nicht viel zusammen, das müssen wir akzeptieren und abhaken. Gratulation an Mühlhausen.“

Bereits am Mittwoch hatten sich die TTF Liebherr Ochsenhausen mit 3:0 gegen den TTC indeland Jülich durchgesetzt. Den Spielebericht finden Sie hier.

 

Der 15. Spieltag in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC indeland Jülich 3:0

Simon Gauzy – Ewout Oostwouder 3:0 (11:5, 11:7, 11:3)
Jakub Dyjas – Robin Devos 3:2 (11:7, 12:14, 11:5, 9:11, 11:3)
Vladimir Sidorenko – Dennis Klein 3:1 (13:11, 11:8, 11:13, 11:7)

1. FC Saarbrücken TT – TTC Neu-Ulm 3:0

Darko Jorgic – Abdel-Kader Salifou 3:1 (12:10, 11:4, 8:11, 11:6)
Patrick Franziska – Tiago Apolonia 3:0 (13:11, 11:9, 11:3)
Shang Kun – An Jaehyun 3:0 (11:5, 11:3, 11:6)

Post SV Mühlhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0

Lubomir Jancarik – Fan Bo Meng 3:1 (11:8, 10:12, 11:9, 11:6)
Ovidiu Ionescu – Ruwen Filus 3:0 (11:8, 11:6, 11:8)
Daniel Habesohn – Tomislav Pucar 3:2 (11:9, 5:11, 11:6, 2:11, 11:3)

Borussia Düsseldorf – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1

Kristian Karlsson – Ioannis Sgouropoulos 3:1 (11:7, 11:3, 10:12, 11:8)
Omar Assar – Kanak Jha 1:3 (3:11, 8:11, 11:6, 10:12)
Anton Källberg – Mihai Bobocica 3:0 (11:8, 11:8, 11:7)
Kristian Karlsson – Kanak Jha 3:0 (13:11, 11:9, 11:8)

TTC Schwalbe Bergneustadt – ASV Grünwettersbach 3:0

Benedikt Duda – Tobias Rasmussen 3:0 (11:6, 11:4, 11:5)
Paul Drinkhall – Wang Xi 3:2 (9:11, 6:11, 11:7, 11:7, 11:5)
Alvaro Robles – Dang Qiu 3:0 (11:9, 11:9, 11:5)

TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen 0:3

Bastian Steger – Marcel Aguirre 0:3 (9:11, 10:12, 14:16)
Filip Zeljko – Mattias Falck 0:3 (8:11, 2:11, 4:11)
Kilian Ort – Kirill Gerassimenko 0:3 (7:11, 6:11, 6:11)

 

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Beitragsbild oben: Paul Drinkhall (Foto: Henning Braun)