SPRUNG AUF PLATZ ZWEI: ZITTERSIEG FÜR NEU-ULM GEGEN BAD HOMBURG



Der TTC Neu-Ulm hat am Dienstagabend den zehnten Saisonsieg geschafft und sich dank eines hart erkämpften 3:2-Erfolgs gegen den TTC OE Bad Homburg auf den zweiten Platz der Tischtennis Bundesliga (TTBL) verbessert. Saarbrücken und Ochsenhausen können in den weiteren Partien des 15. Spieltags jedoch wieder vorbeiziehen. Bad Homburg dagegen fiel auf den letzten Platz zurück.

Rares Sipos

Rares Sipos erkämpfte nach 0:2-Rückstand ein 3:2 gegen Vladimir Sidorenko. (Foto: Ocliferius)

Die Play-offs der Tischtennis Bundesliga (TTBL) rücken für den TTC Neu-Ulm immer näher. In einem dramatischen Spiel setzten sich die Schwaben am Dienstagabend mit 3:2 in einer vorgezogenen Begegnung des 15. Spieltags gegen den TTC OE Bad Homburg durch und schoben sich damit vorerst auf den zweiten Platz. Mit nun 20:10 Punkten stehen die Schwaben vier Punkte vor Rang fünf und jeweils zwei vor dem 1. FC Saarbrücken TT und den TTF Liebherr Ochsenhausen. Die weiteren Teams bestreiten die Partien des 15. Spieltags erst in der kommenden Woche am Dienstag, 26. Januar.  „Es war eines der schwersten Spiele in der TTBL bislang“, sagte Neu-Ulms Vladimir Sidorenko nach dem fast dreieinhalbstündigen Tischtennis-Krimi. „Es war sehr eng, wir mussten an unsere Grenze gehen und alles abrufen. Ich bin sehr froh, dass es mit dem Sieg geklappt hat, denn diese Punkte sind sehr wichtig für uns.“

Bad Homburg hingegen fiel durch die 14. Niederlage auf den letzten Platz zurück. Mit 2:28 Punkten steht der Aufsteiger nun wieder knapp hinter dem TTC Zugbrücke Grenzau (2:26). Vor dem Spieltag hatte lediglich das Satzverhältnis den Ausschlag zugunsten Bad Homburgs gegeben. „Ich habe gezittert auf der Bank“, gestand Geschäftsführer Mirko Kupfer. „Das Spiel hatte eigentlich keinen Verlierer verdient. Wir haben gekämpft und alles gegeben – so wollen wir weitermachen.“

Dritter Doppelsieg für Apolonia/Sidorenko

Denn Neu-Ulm musste lange zittern, ehe der zehnte Saisonsieg geschafft war. Erst im Doppel und nach insgesamt 24 Sätzen machten schließlich Tiago Apolonia und Vladimir Sidorenko alles klar für den Favoriten. Gegen Lev Katsman und Maksim Grebnev lag das Neu-Ulmer Duo zwischenzeitlich mit 1:2 Sätzen hinten, erkämpfte sich aber in einem dramatischen Finish den 3:2 (11:7, 9:11, 7:11, 12:10, 11:8)-Sieg. Für Apolonia/Sidorenko war es der dritte gemeinsame Erfolg der Saison, bereits gegen den TSV Bad Königshofen und den 1. FC Saarbrücken TT hatten sie den Unterschied zugunsten Neu-Ulms gemacht.

In den Einzeln waren beide dagegen leer ausgegangen. Sidorenko unterlag trotz 2:0-Satzführung mit 2:3 (11:7, 12:10, 8:11, 8:11, 8:11) gegen Rares Sipos, wobei er im Entscheidungssatz eine 6:0-Führung verspielte. Apolonia hatte im Anschluss mit 2:3 (11:3, 3:11, 11:5, 4:11, 7:11) gegen Katsman das Nachsehen. Dass es dennoch bis ins Doppel ging, lag an Emmanuel Lebesson, der seine Saisonsiege Nummer 12 und 13 einfuhr. Gegen Grebnev, der zwei Tage nach seinem TTBL-Premierensieg beim 3:1 gegen Saarbrückens Darko Jorgic erneut stark spielte, verbuchte er ein 3:1 (11:7, 10:12, 11:8, 11:9), ehe im Spitzeneinzel ein 3:2 (10:12, 11:9, 11:4, 7:11, 11:7) gegen Sipos folgte.

Die Tischtennis-Woche in der Übersicht

Post SV Mühlhausen – Borussia Düsseldorf 1:3
Ovidiu Ionescu – Anton Källberg 0:3 (3:11, 8:11, 8:11)
Lubomir Jancarik – Timo Boll 1:3 (11:13, 11:7, 2:11, 5:11)
Steffen Mengel – Kristian Karlsson 3:0 (11:6, 11:3, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Timo Boll 0:3 (8:11, 4:11, 7:11)

TTC Neu-Ulm – TTC OE Bad Homburg 3:2
Emmanuel Lebesson – Maksim Grebnev 3:1 (11:7, 10:12, 11:8, 11:9)
Vladimir Sidorenko – Rares Sipos 2:3 (11:7, 12:10, 8:11, 8:11, 8:11)
Tiago Apolonia – Lev Katsman 2:3 (11:3, 3:11, 11:5, 4:11, 7:11)
Emmanuel Lebesson – Rares Sipos 3:2 (10:12, 11:9, 11:4, 7:11, 11:7)
Tiago Apolonia/Vladimir Sidorenko – Lev Katsman/Maksim Grebnev 3:2 (11:7, 9:11, 7:11, 12:10, 11:8)

Samstag, 23. Januar, 19 Uhr
TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau

Sonntag, 24. Januar, 15 Uhr
TTC OE Bad Homburg – Post SV Mühlhausen
TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen

Beitragsbild oben: Emmanuel Lebesson (Foto: BeLa Sportfoto)