3:2 GEGEN BREMEN: MÜHLHAUSEN DARF VON DEN PLAY-OFFS TRÄUMEN



Erneut hat sich der Post SV Mühlhausen mit 3:2 gegen den SV Werder Bremen durchgesetzt und darf damit in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) wieder von der Play-off-Teilnahme träumen. Der Vormarsch der Hanseaten dagegen fand am Freitagabend ein Ende.

Kirill Gerassimenko

Kirill Gerassimenko knackte im Auftakteinzel Daniel Habesohn nach anfänglichem 0:2-Satzrückstand. (Foto: BeLa Sportfoto)

An das Hinspiel hatte Erik Schreyer vor dem Duell seines Post SV Mühlhausen mit dem SV Werder Bremen erinnert und ein „spannendes und hochklassiges Spiel“ angekündigt. Kurz vor Weihnachten hatten sich die Thüringer mit 3:2 durchgesetzt, damals war die Entscheidung erst im Entscheidungssatz des Doppels gefallen. Ähnlich eng verlief nun das Wiedersehen – und wieder behielt Mühlhausen mit 3:2 die Oberhand. Dank des zehnten Saisonsiegs verbesserte sich der Post SV auf den fünften Tabellenplatz und liegt mit 20:14 Punkten nur noch zwei Zähler hinter dem punktgleichen Trio 1. FC Saarbrücken TT, TTF Liebherr Ochsenhausen und ASV Grünwettersbach mit jeweils 22:12 auf den Rängen zwei bis vier. „Ich bin sehr froh über diesen Sieg. Jeder Punkt ist wichtig“, sagte Mühlhausens Ovidiu Ionescu. „So lange es möglich ist, werden wir alles versuchen, um die Play-offs zu erreichen.“ Bereits am kommenden Sonntag kommt es zum Duell mit dem TSV Bad Königshofen.

Gestoppt ist dagegen der Vormarsch der Bremer. Nach vier Siegen in Serie mussten die Hanseaten erstmals wieder eine Niederlage hinnehmen und stehen mit 18:18 Punkten nun wieder auf dem neunten Tabellenplatz. „Es war ein tolles Spiel. Solche Spiele braucht die Bundesliga“, stellte Werder-Trainer Cristian Tamas fest. „Ich bin trotzdem stolz auf meine Jungs, sie haben toll gekämpft. Mühlhausen wünsche ich nun viel Erfolg im Kampf um die Play-offs.“

Ionescu bestätigt seine glänzende Form

Bereits im Hinspiel hatten Ovidiu Ionescu und Lubomir Jancarik im Doppel für den entscheidenden Sieg gesorgt, im Rückspiel steuerten sie nun erneut den dritten Punkt bei. Mit 3:1 (4:11, 11:6, 11:8, 12:10) behielt das Mühlhausen-Duo gegen Marcelo Aguirre/Hunor Szöcs die Oberhand. Zuvor hatte Ionescu bereits im Einzel gepunktet und der Partie durch sein 3:2 (11:1, 6:11, 11:7, 7:11, 11:9)-Break gegen Mattias Falck eine frühe Wendung gegeben. „Es war mein erster Sieg gegen einen Top-10-Spieler. Das bedeutet mir viel“, sagte Ionescu, der in Bremen lebt und mit den Werder-Spielern trainiert. Mit seinen Siegen bestätigte der 31-Jährige die aktuell glänzende Form. Am vergangenen Wochenende hatte Ionescu bei den rumänischen Meisterschaften im Einzel, Herren-Doppel und Mixed triumphiert. „Er war überragend, nicht nur im Einzel, sondern auch im Doppel“, stellte Bremen-Trainer Tamas fest.

Auf Position drei punktete außerdem Steffen Mengel für Mühlhausen mit 3:0 (11:9, 11:8, 11:9) gegen Aguirre. Damit verbesserte Mengel seine Saisonbilanz auf 9:7, Aguirre dagegen wartet weiter auf den zweiten Einzelsieg und steht bei 1:10. Glücklos blieb dagegen Daniel Habesohn. Zunächst setzte sich Kirill Gerassimenko nach 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2 (3:11, 7:11, 12:10, 11:7, 13:11) gegen den Mühlhäuser Spitzenspieler durch, anschließend gewann Falck das Spitzeneinzel gegen Habesohn mit 3:0 (11:9, 11:9, 12:10).

Das TTBL-Wochenende in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – Borussia Düsseldorf 3:2
Kanak Jha – Danny Heister 3:0 (11:6, 11:8, 11:9)
Hugo Calderano – Anton Källberg 3:2 (11:2, 10:12, 12:14, 11:7, 11:3)
Samuel Kulczycki – Kristian Karlsson 0:3 (11:13, 3:11, 9:11)
Kanak Jha – Anton Källberg 1:3 (9:11, 7:11, 12:10, 9:11)
Hugo Calderano/Simon Gauzy – Ricardo Walther/Kristian Karlsson 3:2 (6:11, 12:14, 13:11, 13:11, 11:9)

Post SV Mühlhausen – SV Werder Bremen 3:2
Daniel Habesohn – Kirill Gerassimenko 2:3 (11:3, 11:7, 10:12, 7:11, 11:13)
Ovidiu Ionescu – Mattias Falck 3:2 (11:1, 6:11, 11:7, 7:11, 11:9)
Steffen Mengel – Marcelo Aguirre 3:0 (11:9, 11:8, 11:9)
Daniel Habesohn – Mattias Falck 0:3 (9:11, 9:11, 10:12)
Ovidiu Ionescu/Lubomir Jancarik – Marcelo Aguirre/Hunor Szöcs 3:1 (4:11, 11:6, 11:8, 12:10)

TTC Zugbrücke Grenzau – TSV Bad Königshofen 3:2
Ioannis Sgouropoulos – Kilian Ort 3:0 (12:10, 11:4, 11:6)
Aleksandar Karakasevic – Bastian Steger 0:3 (12:14, 10:12, 9:11)
Cristian Pletea – Filip Zeljko 3:1 (12:10, 11:8, 9:11, 11:5)
Ioannis Sgouropoulos – Bastian Steger 0:3 (11:13, 7:11, 4:11)
Cristian Pletea/Aleksandar Karakasevic – Kilian Ort/Filip Zeljko 3:2 (11:9, 8:11, 5:11, 11:5, 11:8)

TTC OE Bad Homburg – ASV Grünwettersbach 1:3
Rares Sipos – Dang Qiu 0:3 (6:11, 5:11, 9:11)
Lev Katsman – Wang Xi 1:3 (5:11, 11:7, 7:11, 6:11)
Maksim Grebnev – Tobias Rasmussen 3:2 (14:16, 6:11, 12:10, 11:9, 11:6)
Rares Sipos – Wang Xi 1:3 (10:12, 10:12, 11:6, 10:12)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:1
Benedikt Duda – Fan Bo Meng 3:0 (14:12, 18:16, 12:10)
Alvaro Robles – Ruwen Filus 3:1 (11:4, 11:4, 9:11, 11:9)
Stefan Fegerl – Quadri Aruna 0:3 (8:11, 6:11, 6:11)
Benedikt Duda – Ruwen Filus 3:2 (7:11, 11:6, 8:11, 11:4, 12:10)

Sonntag, 7. Februar, 15 Uhr
SV Werder Bremen – 1. FC Saarbrücken TT
TTC OE Bad Homburg – TTC Schwalbe Bergneustadt
ASV Grünwettersbach – TTF Liebherr Ochsenhausen
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau
TSV Bad Königshofen – Post SV Mühlhausen
Borussia Düsseldorf – TTC Neu-Ulm

Beitragsbild oben: Ovidiu Ionescu (Foto: Christian Habel)