3:1 GEGEN GRÜNWETTERSBACH: BREMEN MISCHT WEITER MIT



Der SV Werder Bremen hat am Freitagabend die Chance auf die erneute Play-off-Teilnahme in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gewahrt. Dank des 3:1-Siegs am 18. Spieltag gegen den ASV Grünwettersbach liegt der Vorjahres-Halbfinalist weiter in Schlagdistanz zu Platz vier.

Deni Kozul

Deni Kozul holte gegen Hunor Szöcs seinen vierten Einzelsieg der Saison. (Foto: BeLa Sportfoto)

Als Geheimtipp auf die Play-off-Teilnahme war der SV Werder Bremen in den vergangenen Tagen gehandelt worden. Zwar starteten die Hanseaten nur als Tabellenneunter in den 18. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL), lagen allerdings mit vier Punkten Rückstand durchaus noch in Schlagdistanz zu Platz vier. Ein erster Schritt auf diesem Weg gelang Werder nun am Freitagabend: Durch das 3:1 gegen den ASV Grünwettersbach verkürzten Mattias Falck und Co. den Rückstand auf nun nur noch zwei Punkte – und mit dem TTC OE Bad Homburg und dem TTC Zugbrücke Grenzau stehen für die Bremer in den verbleibenden Saisonspielen mutmaßlich lösbare Aufgaben an. „Ich freue mich sehr über den Sieg. Es war ein harter Kampf“, sagte Bremens Spitzenspieler Falck nach der Partie. „Jetzt müssen wir möglichst schnell unsere Batterien für das Spiel am Sonntag aufladen.“

Noch immer dürfen sich sechs Mannschaften realistische Hoffnungen auf den vierten Platz und somit auf die Play-off-Teilnahme machen. Inne hat diesen Rang trotz der Niederlage weiterhin der ASV Grünwettersbach. Mit 22:16 Punkten liegen die Badener allerdings nur noch knapp vor den Verfolgern: Der TSV Bad Königshofen und der Post SV Mühlhausen stehen mit je 22:18 Punkten auf den Plätzen fünf und sechs. „Es war ein enges Spiel, aber das Ergebnis geht in Ordnung“, sagte Grünwettersbachs Dang Qiu. „Wir haben einen guten Kampf gezeigt und müssen uns keine Vorwürfe machen. Glückwunsch an Bremen.“ Am Sonntag trifft der ASV auf Bad Königshofen, am kommenden Dienstag auf Borussia Düsseldorf, ehe es zum Saisonabschluss gegen Mühlhausen geht.

Falck schlägt Angstgegner Rasmussen

Auf den Weg gebracht wurde der zehnte Bremer Saisonsieg von Falck. Im Auftakteinzel bekam es der Vizeweltmeister mit Tobias Rasmussen zu tun – und dürfte angesichts der jüngsten Niederlagen gegen den Dänen durchaus mit mulmigem Gefühl in das Duell gegangen sein. Im Hinspiel hatte Rasmussen mit 3:2 gegen Falck gewonnen, in der Vorsaison mit 3:1. Und auch dieses Mal erwischte der Grünwettersbacher mit 12:10 den besseren Start. Spätestens im dritten Satz raubte Falck seinem Kontrahenten dann aber den Schwung: Aus einem 3:6 machte der Weltranglisten-Achte ein 11:6 und erzielte schließlich sogar satzübergreifend 14 Punkte in Folge. Am Ende stand ein 3:1 (10:12, 11:4, 11:6, 11:6)-Sieg für Falck.

Zwar glich im Anschluss Deni Kozul durch ein 3:1 (6:11, 11:7, 11:3, 11:8) gegen Hunor Szöcs für Grünwettersbach aus, durch das der Bremer weiterhin auf den ersten Saisonsieg wartet. Die weiteren beiden Einzel gingen dann aber wieder an Werder. Kirill Gerassimenko zeigte eine starke Leistung gegen Wang Xi und gewann 3:1 (9:11, 12:10, 11:6, 11:8). Anschließend machte Falck alles klar: Gegen den für Kozul eingewechselten Qiu musste der Schwede in den Entscheidungssatz, behielt dort aber mit 3:2 (11:7, 5:11, 7:11, 11:9, 11:7) zum Bremer 3:1-Sieg die Oberhand. „Mattias ist eine Bank, er war leider nicht zu knacken“, anerkannte Qiu.

Der 18. Spieltag in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0
Darko Jorgic – Quadri Aruna 3:0 (11:3, 11:9, 11:8)
Patrick Franziska – Ruwen Filus 3:0 (13:11, 11:4, 11:6)
Shang Kun – Fan Bo Meng 3:0 (11:5, 13:11, 11:7)

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Neu-Ulm 3:0
Hugo Calderano – Tiago Apolonia 3:1 (8:11, 11:8, 11:4, 11:6)
Simon Gauzy – Vladimir Sidorenko 3:0 (12:10, 11:5, 11:9)
Samuel Kulczycki – Emmanuel Lebesson 3:0 (11:8, 14:12, 12:10)

SV Werder Bremen – ASV Grünwettersbach 3:1
Mattias Falck – Tobias Rasmussen 3:1 (10:12, 11:4, 11:6, 11:6)
Hunor Szöcs – Deni Kozul 1:3 (11:6, 7:11, 3:11, 8:11)
Kirill Gerassimenko – Wang Xi 3:1 (9:11, 12:10, 11:6, 11:8)
Mattias Falck – Dang Qiu 3:2 (11:7, 5:11, 7:11, 11:9, 11:7)

Post SV Mühlhausen – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:2
Ovidiu Ionescu – Alvaro Robles 1:3 (8:11, 5:11, 11:6, 10:12)
Daniel Habesohn – Benedikt Duda 2:3 (14:12, 13:15, 8:11, 11:8, 6:11)
Steffen Mengel – Alberto Miño 3:1 (12:14, 11:7, 11:8, 12:10)
Ovidiu Ionescu – Benedikt Duda 3:2 (12:10, 11:8, 10:12, 9:11, 13:11)
Daniel Habesohn/Lubomir Jancarik – Alvaro Robles/Alberto Miño 3:0 (12:10, 11:8, 13:11)

TTC Zugbrücke Grenzau – Borussia Düsseldorf 0:3
Robin Devos – Kristian Karlsson 0:3 (10:12, 2:11, 9:11)
Tobias Sältzer – Anton Källberg 0:3 (3:11, 2:11, 4:11)
Ioannis Sgouropoulos – Ricardo Walther 1:3 (5:11, 5:11, 11:9, 3:11)

TSV Bad Königshofen – TTC OE Bad Homburg 3:1
Bastian Steger – Rares Sipos 3:1 (4:11, 11:5, 11:6, 11:5)
Filip Zeljko – Gustavo Tsuboi 0:3 (9:11, 7:11, 8:11)
Kilian Ort – Lev Katsman 3:1 (5:11, 11:8, 11:5, 11:5)
Bastian Steger – Gustavo Tsuboi 3:1 (11:9, 9:11, 11:4, 11:5)

Der 19. Spieltag in der Übersicht

Sonntag, 21. Februar, 15 Uhr
Borussia Düsseldorf – Post SV Mühlhausen
TTC Neu-Ulm – TTC Zugbrücke Grenzau
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTF Liebherr Ochsenhausen
ASV Grünwettersbach – TSV Bad Königshofen
TTC Schwalbe Bergneustadt – 1. FC Saarbrücken TT
TTC OE Bad Homburg – SV Werder Bremen

Beitragsbild oben: Kirill Gerassimenko (Foto: Jessica Bugajew)