ERSTMALS IN DEN PLAY-OFFS: GRÜNWETTERSBACH VERTEIDIGT PLATZ VIER



Der ASV Grünwettersbach steht erstmals in der Vereinsgeschichte in den Play-offs der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Mit einem 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen wehrten die Badener am 22. Spieltag den Angriff der Konkurrenz auf den vierten Tabellenplatz ab.

Steffen Mengel

Steffen Mengel holte im Auftakteinzel das Break und setzte den ASV damit unter Druck. (Foto: BeLa Sportfoto)

Lange hatte der ASV Grünwettersbach am Sonntag zittern müssen: Einerseits leistete der Post SV Mühlhausen dem Tabellenvierten erheblichen Widerstand, andererseits gewann der TTC Neu-Ulm das Parallelspiel gegen den TSV Bad Königshofen im Eiltempo und machte damit Druck auf die Badener. Denn bereits gegen halb fünf war klar: Der ASV musste die Partie gegen Mühlhausen zwingend gewinnen, um Platz vier zu verteidigen. Doch diesem Druck hielt das Team mit Bravour stand: Dank des 3:1-Erfolgs wehrte Grünwettersbach den Angriff des TTC ab und steht damit erstmals in den Play-offs der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

„Ich kann es noch gar nicht fassen. Die ganze Saison verläuft einfach hammermäßig – ich bin sprachlos“, sagte ASV-Manager Martin Werner, dessen Team es im Halbfinale mit Borussia Düsseldorf zu tun bekommt. „Wir funktionieren als Mannschaft und ziehen daraus unsere Stärke. Man verliert zusammen und man gewinnt zusammen – das ist eine Phrase, aber bei uns stimmt es einfach.“ Glückwünsche gab es vom Gegner: „Herzlichen Glückwunsch zum Play-off-Einzug“, sagte Mühlhausens Daniel Habesohn. „Grünwettersbach war sehr heiß, sie haben alles gegeben. Bei uns haben heute dagegen die letzten paar Prozente gefehlt, nach der langen Saison waren wir alle etwas müde.“

Qiu gleicht aus, Kozul und Wang legen nach

Für ernste Sorgenfalten bei Werner und Co. sorgte am Sonntag zunächst Steffen Mengel. Der 32-Jährige nämlich drehte einen 1:2-Satzrückstand gegen Wang Xi und schaffte mit 3:2 (11:8, 9:11, 14:16, 11:8, 11:5) das Break. Als dann auch noch die ersten Ergebnisse aus Neu-Ulm eintrudelten, schien die Situation für den ASV brenzlig zu werden. Dang Qiu aber bewahrte die Nerven: Auch der 24-Jährige, der zur neuen Saison ausgerechnet zu Play-off-Gegner Düsseldorf wechselt, schaffte das Break – und das 3:0 (11:8, 12:10, 11:9) Qius gegen Daniel Habesohn durfte ob der Deutlichkeit durchaus als Kampfansage gedeutet werden.

Den Schwung des Teamkameraden nahm anschließend Deni Kozul auf und gab der Partie endgültig eine Wendung. Gegen Lubomir Jancarik, der sich jüngst beim Qualifikationsturnier zu den Olympischen Spielen in Bestform gezeigt hatte, erkämpfte der 24-Jährige mit 3:2 (11:9, 9:11, 11:5, 11:13, 11:9) seinen sechsten Einzelsieg der Saison – und, wichtiger noch: brachte den ASV mit 2:1 in Führung. Im Spitzeneinzel war dann auch Wang erfolgreich. Gegen den für Habesohn eingewechselten Ovidiu Ionescu siegte er 3:1 (8:11, 11:9, 11:9, 11:3) und machte damit alles klar für Grünwettersbach.

Der 22. Spieltag in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – Borussia Düsseldorf 1:3
Patrick Franziska – Kristian Karlsson 1:3 (10:12, 11:8, 14:16, 5:11)
Dimitrije Levajac – Ricardo Walther 0:3 (9:11, 5:11, 12:14)
Darko Jorgic – Timo Boll 3:2 (5:11, 5:11, 11:5, 11:8, 11:2)
Patrick Franziska – Anton Källberg 2:3 (4:11, 9:11, 11:7, 15:13, 7:11)

TTC Neu-Ulm – TSV Bad Königshofen 3:0
Emmanuel Lebesson – Bastian Steger 3:1 (13:11, 11:7, 11:13, 11:5)
Tiago Apolonia – Kilian Ort 3:1 (11:8, 11:8, 8:11, 11:5)
Vladimir Sidorenko – Filip Zeljko 3:0 (11:9, 11:7, 11:6)

ASV Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen 3:1
Wang Xi – Steffen Mengel 2:3 (8:11, 11:9, 16:14, 8:11, 5:11)
Dang Qiu – Daniel Habesohn 3:0 (11:8, 12:10, 11:9)
Deni Kozul – Lubomir Jancarik 3:2 (11:9, 9:11, 11:5, 11:13, 11:9)
Wang Xi – Ovidiu Ionescu 3:1 (8:11, 11:9, 11:9, 11:3)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Benedikt Duda – Maciej Kubik 3:1 (8:11, 11:8, 11:8, 11:3)
Alvaro Robles – Simon Gauzy 3:1 (11:7, 11:9, 4:11, 15:13)
Alberto Miño – Samuel Kulczycki 2:3 (8:11, 9:11, 11:2, 11:9, 7:11)
Benedikt Duda – Simon Gauzy 2:3 (12:14, 9:11, 12:10, 11:7, 4:11)
Alvaro Robles/Alberto Miño – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 3:0 (11:9, 11:7, 11:7)

TTC OE Bad Homburg – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 0:3
Lev Katsman – Quadri Aruna 2:3 (11:7, 8:11, 11:9, 6:11, 9:11)
Maksim Grebnev – Ruwen Filus 0:3 (5:11, 9:11, 11:13)
Nils Hohmeier – Fan Bo Meng 0:3 (8:11, 4:11, 9:11)

Montag, 22. März, 19 Uhr
SV Werder Bremen – TTC Zugbrücke Grenzau

Beitragsbild oben: Dang Qiu (Foto: BeLa Sportfoto)