TROTZ SIEG GEGEN BAD KÖNIGSHOFEN: NEU-ULM HOFFT VERGEBLICH



Alles Hoffen war vergebens beim TTC Neu-Ulm: Trotz des 3:0-Erfolgs gegen den TSV Bad Königshofen gelang den Schwaben am 22. und somit letzten Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) nicht mehr der Sprung auf Platz vier.

Bastian Steger

Bastian Steger sollte das Break für den TSV Bad Königshofen holen, dieser Plan allerdings ging nicht auf. (Foto: Hermann Zacher)

Sowohl der TTC Neu-Ulm als auch der TSV Bad Königshofen hatten vor dem 22. Spieltag noch auf Platz vier der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hoffen dürfen, benötigten dafür im direkten Duell aber jeweils einen Sieg sowie eine Niederlage des ASV Grünwettersbach im Parallelspiel. Am Sonntag allerdings erfüllte sich nur eine dieser Voraussetzungen: Zwar gewann Neu-Ulm das Duell mit dem Konkurrenten mit 3:0, Grünwettersbach allerdings siegte mit 3:1 gegen den Post SV Mühlhausen und hielt die Schwaben damit auf Distanz. Sowohl der ASV als auch der TTC beenden die Hauptrunde mit 26:18 Punkten, Grünwettersbach aber liegt im Spielverhältnis mit 52:42 gegenüber Neu-Ulms 46:38 vorne und sicherte sich damit das Ticket für die Play-offs.

„Es war ein fantastischer Saisonabschluss. Ich bin sehr froh, dass es mit dem Sieg geklappt hat“, sagte Neu-Ulms Vladimir Sidorenko nach der Partie. „Ich möchte mich bei meinen Teamkollegen bedanken, es war einfach eine tolle Saison.“ Bad Königshofens Kilian Ort dagegen ärgerte sich: „Es war unsere wohl schlechteste Saisonleistung. Der Sieg von Neu-Ulm war absolut verdient, auch in der Höhe. Jetzt lassen wir die Saison Revue passieren und werden analysieren, was wir nächstes Jahr besser machen können.“

Steger hofft vergeblich auf das Break

Der TSV war bei der Aufstellung volles Risiko gegangen, Trainer Koji Itagaki entschied sich für Bastian Steger auf Position zwei. Die Unterfranken schließlich benötigten einen möglichst hohen Sieg, um im Falle einer Niederlage Grünwettersbachs den Sprung auf Platz vier zu schaffen. Das erhoffte Break aber gelang Steger nicht. Nachdem der erste, äußerst umkämpfte Satz mit 13:11 an Emmanuel Lebesson gegangen war, dominierte der Franzose das Match über weite Strecken. Mit krachender Rückhand sicherte sich Lebesson fünf Matchbälle und nutzte gleich den ersten zum 3:1 (13:11, 11:7, 11:13, 11:5)-Sieg. Die Hoffnung Bad Königshofens war damit auf ein Minimum geschrumpft, während Neu-Ulm die Weichen auf Sieg gestellt hatte.

Auch das letzte Fünklein Hoffnung verlor der TSV dann im zweiten Einzel. Tiago Apolonia nämlich legte für Neu-Ulm das Break nach und schlug den anstelle von Steger auf Position eins aufgebotenen Ort mit 3:1 (11:8, 11:8, 8:11, 11:5). Alles klar für den TTC machte schließlich Sidorenko, der beim 3:0 (11:9, 11:7, 11:6) gegen Filip Zeljko seinen neunten Einzelsieg der Saison einfuhr. Nach nur knapp anderthalb Stunden war das 3:0 für Neu-Ulm perfekt, anschließend richteten sich bei den Schwaben alle Augen auf die Partie in Grünwettersbach – das Hoffen aber war vergebens.

Der 22. Spieltag in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – Borussia Düsseldorf 1:3
Patrick Franziska – Kristian Karlsson 1:3 (10:12, 11:8, 14:16, 5:11)
Dimitrije Levajac – Ricardo Walther 0:3 (9:11, 5:11, 12:14)
Darko Jorgic – Timo Boll 3:2 (5:11, 5:11, 11:5, 11:8, 11:2)
Patrick Franziska – Anton Källberg 2:3 (4:11, 9:11, 11:7, 15:13, 7:11)

TTC Neu-Ulm – TSV Bad Königshofen 3:0
Emmanuel Lebesson – Bastian Steger 3:1 (13:11, 11:7, 11:13, 11:5)
Tiago Apolonia – Kilian Ort 3:1 (11:8, 11:8, 8:11, 11:5)
Vladimir Sidorenko – Filip Zeljko 3:0 (11:9, 11:7, 11:6)

ASV Grünwettersbach – Post SV Mühlhausen 3:1
Wang Xi – Steffen Mengel 2:3 (8:11, 11:9, 16:14, 8:11, 5:11)
Dang Qiu – Daniel Habesohn 3:0 (11:8, 12:10, 11:9)
Deni Kozul – Lubomir Jancarik 3:2 (11:9, 9:11, 11:5, 11:13, 11:9)
Wang Xi – Ovidiu Ionescu 3:1 (8:11, 11:9, 11:9, 11:3)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Benedikt Duda – Maciej Kubik 3:1 (8:11, 11:8, 11:8, 11:3)
Alvaro Robles – Simon Gauzy 3:1 (11:7, 11:9, 4:11, 15:13)
Alberto Miño – Samuel Kulczycki 2:3 (8:11, 9:11, 11:2, 11:9, 7:11)
Benedikt Duda – Simon Gauzy 2:3 (12:14, 9:11, 12:10, 11:7, 4:11)
Alvaro Robles/Alberto Miño – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 3:0 (11:9, 11:7, 11:7)

TTC OE Bad Homburg – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 0:3
Lev Katsman – Quadri Aruna 2:3 (11:7, 8:11, 11:9, 6:11, 9:11)
Maksim Grebnev – Ruwen Filus 0:3 (5:11, 9:11, 11:13)
Nils Hohmeier – Fan Bo Meng 0:3 (8:11, 4:11, 9:11)

Montag, 22. März, 19 Uhr
SV Werder Bremen – TTC Zugbrücke Grenzau

Beitragsbild oben: Emmanuel Lebesson (Foto: BeLa Sportfoto)