3:1 GEGEN BAD HOMBURG: BREMEN HOLT ZWEITEN SAISONSIEG



Nach nur einem Sieg aus den ersten vier Spielen hat der SV Werder Bremen am Dienstag einen Schritt aus der Krise gemacht. Gegen den TTC OE Bad Homburg setzte sich der Vorjahresvierte der Tischtennis Bundesliga (TTBL) in der vorgezogenen Begegnung des 7. Spieltags mit 3:1 durch.

Rares Sipos

Rares Sipos hatte Mattias Falck am Rand einer Niederlage, unterlag letztlich aber 2:3. (Foto: Ocliferius)

Überhaupt nicht nach dem Geschmack des SV Werder Bremen war der Saisonstart in die neue Saison der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gelaufen, nach vier Spielen stand schließlich erst ein Sieg in der Bilanz des Play-off-Anwärters. In der vorgezogenen Partie des 7. Spieltags gegen den TTC OE Bad Homburg standen die Bremer daher bereits unter Druck. Und es wurde ein hartes Stück Arbeit, ehe der 3:1-Erfolg gegen den Aufsteiger und damit der zweite Saisonsieg eingetütet war.

Zum wohl entscheidenden Duell des Abends avancierte gleich das Auftakteinzel. Mattias Falck nämlich lag gegen einen furios aufspielenden Rares Sipos bereits mit 0:2 Sätzen hinten – das Break also drohte und damit der für die Bremer schlimmstmögliche Start. Falck jedoch kämpfte sich zurück und in den Entscheidungssatz, der schließlich zu einem Miniaturformat des gesamten Einzels wurde. Zunächst lag Sipos mit 5:0 vorne, Falck jedoch drehte noch einmal auf und hatte beim Stand von 9:9 die besseren Nerven. Mit einer Rückhand sorgte er für Werders 3:2 (9:11, 11:13, 11:4, 11:6, 11:9)-Auftaktsieg.

Tsuboi: „Fahren erhobenen Hauptes nach Hause“

Mit der Führung im Rücken trat anschließend Kirill Gerassimenko gegen Lev Katsman an und holte gegen den 19-Jährigen den zweiten Punkt für Bremen. Insbesondere beim Rückschlag hatte Katsman zeitweise einige Probleme, bewies in zahlreichen Rallys aber, dass sein erster Einzelsieg in der TTBL wohl nur noch eine Frage der Zeit ist. Am Dienstag ging der Punkt mit 3:1 (11:7, 9:11, 11:8, 11:7) an Gerassimenko. Zwar verkürzte Gustavo Tsuboi für Bad Homburg auf Position drei durch ein 3:2 (11:8, 11:8, 10:12, 10:12, 11:7) gegen Hunor Szöcs. Im Spitzeneinzel aber war dann erneut Falck erfolgreich, der zwar auch gegen Katsman in den fünften Satz musste, jedoch mit 3:2 (9:11, 11:9, 7:11, 11:5, 11:8) erneut triumphierte.

„Der Sieg war sehr wichtig. Ich hoffe, er gibt uns Selbstbewusstsein für die anstehenden Aufgaben“, sagte Falck im Anschluss. Bereits am Freitag geht es weiter für Werder, dann steht ein Auswärtsspiel beim TTC Zugbrücke Grenzau an. Am Sonntag reist Bremen dann zu den TTF Liebherr Ochsenhausen. „Heute war ein tolles Spiel, in dem beide Mannschaften den Sieg verdient gehabt hätten. Bremen war natürlich favorisiert, aber wir haben es ihnen so schwer wie möglich gemacht“, erklärte Tsuboi. „Rares und Lev haben gezeigt, dass sie mit den besten Spielern der Liga mithalten können. Wir fahren erhobenen Hauptes nach Hause.“

Die Tischtennis-Woche in der Übersicht

TTBL

1. FC Saarbrücken TT – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:0
Patrick Franziska – Stefan Fegerl 3:1 (15:17, 11:6, 11:8, 11:6)
Shang Kun – Benedikt Duda 3:0 (11:8, 13:11, 11:3)
Darko Jorgic – Alvaro Robles 3:1 (11:9, 13:11, 7:11, 11:5)

SV Werder Bremen – TTC OE Bad Homburg 3:1
Mattias Falck – Rares Sipos 3:2 (9:11, 11:13, 11:4, 11:6, 11:9)
Kirill Gerassimenko – Lev Katsman 3:1 (11:7, 9:11, 11:8, 11:7)
Hunor Szöcs – Gustavo Tsuboi 2:3 (8:11, 8:11, 12:10, 12:10, 7:11)
Mattias Falck – Lev Katsman 3:2 (9:11, 11:9, 7:11, 11:5, 11:8)

Freitag, 23. Oktober, 19 Uhr
TTC Zugbrücke Grenzau – SV Werder Bremen
TTC Neu-Ulm – 1. FC Saarbrücken TT

Sonntag, 25. Oktober, 15 Uhr
Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen
TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen
TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – 1. FC Saarbrücken TT
Post SV Mühlhausen – TTC OE Bad Homburg
TTC Schwalbe Bergneustadt – ASV Grünwettersbach
TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neu-Ulm

Pokal-Viertelfinale

Freitag, 23. Oktober, 18 Uhr
TTC Fortuna Passau – TTF Liebherr Ochsenhausen

Freitag, 23. Oktober, 19 Uhr
TTC OE Bad Homburg – ASV Grünwettersbach

Beitragsbild oben: Kirill Gerassimenko (Foto: Jessica Bugajew)