3:2 GEGEN DÜSSELDORF: MÜHLHAUSEN MELDET SICH ZURÜCK



Der Post SV Mühlhausen hat die Überraschung geschafft und sich zurück im Rennen um die Play-offs gemeldet: Mit 3:2 setzten sich die Thüringer am Dienstag in der vorgezogenen Partie des 12. Spieltags gegen Borussia Düsseldorf durch und kletterten damit auf Platz sieben der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Kristian Karlsson

Kristian Karlsson wehrte im ersten Einzel drei Matchbälle Steffen Mengels ab und brachte Düsseldorf durch seinen 3:2-Sieg in Führung. (Foto: Jörg Fuhrmann)

Alles war bereitet für den Gipfelsturm von Borussia Düsseldorf, mit einem Sieg beim Post SV Mühlhausen wäre der Rekordmeister zumindest für drei Tage am 1. FC Saarbrücken TT vorbeigezogen auf den ersten Platz der Tabelle. Allein: Die Thüringer spielten nicht mit bei diesem Unterfangen und erwischten die Borussia eiskalt. Trotz der Abwesenheit von Daniel Habesohn knackte Mühlhausen den übermächtig scheinenden Konkurrenten und feierte dank einer bärenstarken Leistung einen 3:2-Erfolg.

Durch nun 12:12 Punkte kletterte der Post SV auf Rang sieben und darf nun wieder von der Teilnahme an den Play-offs träumen, die nach zuvor vier Niederlagen aus fünf Spielen schon in weite Entfernung gerückt war. Düsseldorf hingegen steht bei 18:6 Punkten und ist weiterhin Zweiter, die TTF Liebherr Ochsenhausen und der SV Werder Bremen können allerdings am Freitag gleichziehen. „Jetzt wird es in der Tabelle interessant“, sagte Düsseldorfs Trainer Danny Heister nach der Partie. „Die zwei Punkte hätten wir heute gerne mitgenommen. Aber wir müssen jetzt nach vorne schauen und dürfen den Kopf nicht hängen lassen.“

Jancarik und Ionescu drehen die Partie

Dass es eine knifflige Angelegenheit werden könnte für Düsseldorf, zeigte sich bereits im ersten Einzel, das gewiss das spannendste des Abends war. Denn das Duell zwischen Steffen Mengel und Kristian Karlsson war ein echter Leckerbissen für alle Zuschauer. Hin und her wogte das Match, insbesondere Mengel bewies eine herausragende Moral. Karlsson dominierte, doch der 31 Jahre alte Mühlhäuser kämpfte sich wieder und wieder zurück, sodass es nach 12:10, 9:11, 7:11 und 11:6 in den Entscheidungssatz ging. Und dieser war an Dramatik kaum zu überbieten: Erneut meldete sich Mengel nach Rückstand zurück und verbuchte drei Matchbälle bei Stand von 10:9, 12:11 und 13:12. Karlsson aber hielt die Konzentration hoch, wehrte jeweils ab – und nutzte seinerseits seinen zweiten Matchball zum 15:13. Ein Schrei der Erleichterung entfuhr anschließend dem Schweden, während die Halle in eine kurze Schockstarre verfiel.

Diese Starre aber hielt nur kurz – denn vorentschieden war das Spiel zwischen Mühlhausen und Düsseldorf durch dieses erste Einzel keineswegs. Der Post SV nämlich meldete sich umgehend zurück, und zwar eindrucksvoll: In einem Match nah am Tisch und mit offenem Visier ließ Lubomir Jancarik seinem Kontrahenten Anton Källberg keine Chance und siegte nach 11:9, 11:7 und 11:8 mit 3:0. Folglich ging es mit 1:1 in die Pause. Diesen Schwung Jancariks nahm Ovidiu Ionescu mit ins dritte Einzel und überfuhr Omar Assar im ersten Satz mit 11:3. Erst danach wurde es ein Duell auf Augenhöhe, das nach 11:6 und 11:9 für Assar zu kippen schien. Doch Ionescu ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, kämpfte sich mit 11:5 in den Entscheidungssatz und hatte in diesem ein paar Körner mehr übrig. Mit 11:7 sorgte der Rumäne für das 3:2 und somit für die 2:1-Führung Mühlhausens. Die Sensation war in greifbare Nähe gerückt.

Lubomir Jancarik, Ovidiu Ionescu

Lubomir Jancarik und Ovidiu Ionescu waren die gefeierten Helden beim Post SV. (Foto: Christian Habel)

Das Doppel muss her

Immer aufgeheizter wurde die Stimmung am Kristanplatz, desto näher der Sieg rückte. Steffen Mengel hatte die bittere Niederlage seines ersten Auftritts abgeschüttelt und ließ die Zuschauer mit dem 11:5 im ersten Satz gegen Anton Källberg träumen. Der Schwede allerdings präsentierte sich deutlich verbessert gegenüber dem vorhergegangenen 0:3 gegen Jancarik und schlug jedes Mal eiskalt zu, sobald Mengel den Druck auch nur etwas reduzierte. Nachdem Källberg den zweiten Satz mit 11:6 gewonnen hatte, wehrte er im dritten drei Satzbälle Mengels ab und holte sich seinerseits durch das 13:11 die 2:1-Führung. Der Widerstand war nun gebrochen, mit 11:4 sorgte Källberg für seinen 3:1-Erfolg und somit für das Doppel.

Doch wer glaubte, nach diesem Comeback würde sich Düsseldorf den Sieg nicht mehr nehmen lassen, der irrte. Ovidiu Ionescu und Lubomir Jancarik knüpften nahtlos an ihre starken Einzel an und ließen ein 11:4 im ersten Satz gegen Kristian Karlsson und Omar Assar folgen. Im zweiten drehten sie sogar einen 3:7-Rückstand zu einem 11:9, sodass angesichts der 2:0-Führung alles bereitet war für den sechsten Saisonsieg Mühlhausens. Zwar ging Satz Nummer drei mit 11:7 an Karlsson/Assar, im vierten aber sicherten sich Ionescu/Jancarik vier Satzbälle und verwandelten den dritten zum 11:8 – und damit zum sensationellen 3:2-Sieg Mühlhausens. „Ich muss ‚Ovi‘ und ‚Lubo‘ ein Riesenkompliment machen, sie haben fast fehlerfrei gespielt“, sagte Post-SV-Trainer Erik Schreyer. „Ich mache heute definitiv keine Vorschriften – wenn die Spieler ein Bier trinken wollen, haben sie sich das absolut verdient. Aber alle wissen natürlich, dass es eine kräftezehrende Woche wird.“

Beide Teams am Donnerstag in der TTCLM gefordert

Denn bereits am Donnerstag steht für beide Teams das nächste Spiel an: Während der Post SV Mühlhausen in der Champions League (TTCLM) gegen Leka Enea TDM in Gruppe A um die Chance aufs Weiterkommen kämpft, kann Borussia Düsseldorf mit einem Sieg beim Sporting Clube De Portugal den ersten Platz in Gruppe D klarmachen.

Gestartet ist der 12. Spieltag bereits am Sonntag mit zwei Partien: Der TTC Schwalbe Bergneustadt setzte sich 3:2 beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell durch, während der TSV Bad Königshofen mit dem gleichen Ergebnis den TTC Zugbrücke Grenzau schlug. Die Berichte finden Sie hier.

 

Der 12. Spieltag in der Übersicht

TTC Zugbrücke Grenzau – TSV Bad Königshofen 2:3

Anders Lind – Filip Zeljko 3:1 (13:11, 8:11, 11:8, 11:6)
Ioannis Sgouropoulos – Mizuki Oikawa 3:1 (12:10, 1:11, 11:8, 11:6)
Mihai Bobocica – Bastian Steger 2:3 (7:11, 11:9, 11:13, 11:9, 9:11)
Anders Lind – Mizuki Oikawa 2:3 (5:11, 11:7, 9:11, 11:8, 8:11)
Mihai Bobocica/Ioannis Sgouropoulos – Bastian Steger/Filip Zeljko 0:3 (10:12, 11:13, 8:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Schwalbe Bergneustadt 2:3

Ruwen Filus – Paul Drinkhall 3:2 (11:3, 11:6, 7:11, 7:11, 11:7)
Fan Bo Meng – Benedikt Duda 1:3 (8:11, 6:11, 11:9, 7:11)
Tomislav Pucar – Alvaro Robles 3:0 (11:9, 11:6, 11:6)
Ruwen Filus – Benedikt Duda 1:3 (5:11, 4:11, 11:8, 8:11)
Tomislav Pucar/Fan Bo Meng – Alvaro Robles/Paul Drinkhall 2:3 (11:7, 6:11, 11:9, 7:11, 13:15)

Post SV Mühlhausen – Borussia Düsseldorf 3:2

Steffen Mengel – Kristian Karlsson 2:3 (12:10, 9:11, 7:11, 11:6, 13:15)
Lubomir Jancarik – Anton Källberg 3:0 (11:9, 11:7, 11:8)
Ovidiu Ionescu – Omar Assar 3:2 (11:3, 6:11, 9:11, 11:5, 11:7)
Steffen Mengel – Anton Källberg 1:3 (11:5, 6:11, 11:13, 4:11)
Ovidiu Ionescu/Lubomir Jancarik – Kristian Karlsson/Omar Assar 3:1 (11:4, 11:9, 7:11, 11:8)

Freitag, 6. Dezember, 19 Uhr

TTC indeland Jülich – SV Werder Bremen

TTC Neu-Ulm – ASV Grünwettersbach

1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen

 

Jetzt Tickets sichern für das Liebherr Pokal-Finale 2019/20

Wer die Stars der Tischtennis Bundesliga (TTBL) live erleben möchte, der hat am 4. Januar 2020 die Chance dazu. Dann steigt in der ratiopharm arena Ulm/Neu-Ulm das Liebherr Pokal-Finale 2019/20 – spannend und kompakt mit Halbfinals und Finale an einem Tag. Erleben Sie hautnah, wie die TTF Liebherr Ochsenhausen, Borussia Düsseldorf, der 1. FC Saarbrücken TT und der ASV Grünwettersbach um den ersten Titel der Saison kämpfen. Tickets sind ab sofort erhältlich – und noch bis Heiligabend erhalten Sie 20 Prozent Rabatt. Einfach bei der Bestellung den Promo-Code Weihnachtsmann eingeben, und schon sind Sie dabei! Für Gruppen und Vereine gibt es zudem das beliebte Gruppenticket, Familien profitieren vom Familienticket.

Bestellen Sie Ihr Ticket einfach und unkompliziert über das Internet. Mit [email protected] können Sie sich Ihre Karten direkt zu Hause ausdrucken.

TICKETSHOP

Oder einfach per Telefon bestellen und sich die Karten nach Hause liefern lassen.

0180 60 50 400

(0,20 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Festnetzen, max. 0,60 €/Anruf inkl. MwSt. aus den Mobilfunknetzen)

 

Beitragsbild oben: Christian Habel