3:2 GEGEN FULDA: BREMEN WIEDER DRITTER



Der SV Werder Bremen ist zurück auf Platz drei der Tischtennis Bundesliga (TTBL): Durch einen 3:2-Erfolg im Nachholspiel des 10. Spieltags gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell schoben sich die Hanseaten wieder vorbei an den TTF Liebherr Ochsenhausen. Die Osthessen stehen weiterhin auf Rang zehn.

Ruwen Filus

Ruwen Filus setzte sich 3:0 gegen Hunor Szöcs durch und holte damit einen wichtigen Punkt für Fulda. (Foto: Thomas Hildebrand)

Entscheidender Mann aufseiten des SV Werder Bremen war Mattias Falck. „Es war heute ein sehr wichtiger Sieg, um uns in den Top vier zu behaupten“, sagte der Vizeweltmeister aus Schweden anschließend. „Der 3:2-Sieg fühlt sich sehr gut an.“ Zuvor hatte Falck einmal mehr bewiesen, dass er sich nach einigen wackeligen Auftritten zu Saisonbeginn immer besser in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) zurechtfindet. Zwei Siege steuerte er zum Bremer Erfolg bei. Zunächst zum Auftakt gegen Qing Yu Meng: Gegen den Spielertrainer des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, der überraschend anstelle seines Sohnes Fan Bo Meng in der Aufstellung stand, gab Falck lediglich den ersten Satz mit 9:11 ab. Anschließend kam er immer besser mit dem 46-Jährigen zurecht und entschied die folgenden Sätze mit 11:4, 11:5 und 11:7 für sich.

Im vierten Einzel des Abends bekam es Falck wenig später mit Tomislav Pucar zu tun, und auch den 23-Jährigen schlug er letztlich souverän. Nach 11:9 und 11:5 ging der dritte Satz zwar mit 8:11 verloren, eine deutliche Führung im vierten finalisierte Falck dann aber zum 11:9 und damit zum 3:1-Sieg. Acht seiner jüngsten zehn Einzel hat Falck somit gewonnen, lediglich gegen Hugo Calderano und Shang Kun gab es in den vergangenen Wochen Niederlagen.

Gerassimenko verpasst die Chance zum 2:0

Für den dritten Punkt musste schließlich das Doppel her – denn insbesondere das Duell auf Position drei verlief nicht wie auf Bremer Seite erhofft. Mit Hunor Szöcs gegen Ruwen Filus hatte Werder-Trainer Cristian Tamas eigentlich die gewünschte Paarung getroffen, Filus aber ließ Szöcs keine Chance. Mit aggressivem Spiel holte sich der deutsche Nationalspieler einen souveränen 12:10, 11:5, 11:7-Erfolg und somit zu diesem Zeitpunkt das 2:1 für Fulda.

Näher am Sieg für Bremen war zuvor im zweiten Einzel Kirill Gerassimenko gewesen. Nach 7:11, 11:9 und 12:10 legte der Kasache im zweiten Einzel gegen Pucar nach einem sensationellen Ballwechsel zum 6:5 eine starke Serie hin und verbuchte angesichts einer 10:8-Führung zwei Matchbälle. Der 23-jährige Kroate jedoch wehrte zweimal ab, sicherte sich durch ein 12:10 den 2:2-Satzausgleich und nutzte schließlich im Entscheidungssatz seinen dritten Matchball zum 11:9.

Marcelo Aguirre

An der Seite von Hunor Szöcs zeigte Marcelo Aguirre einen blitzsauberen Auftritt im Doppel und sicherte Werder den 3:2-Sieg. (Foto: Martin Stöver)

Aguirre/Szöcs nicht zu knacken

Das Doppel also musste her. Und in diesem schlug die Stunde von Marcelo Aguirre und Hunor Szöcs. Die Bremer harmonierten prächtig und überzeugten durch schnörkelloses und mit wenigen Fehlern behaftetes Spiel. Insbesondere Aguirre präsentierte sein großes Selbstbewusstsein – bereits in den Vorwochen hatte er sich bei seinen Einzel-Erfolgen gegen Ricardo Walther und Patrick Franziska (jeweils 3:2) als starke Alternative zu den etablierten drei Spielern angeboten. Letztlich setzte sich die Werder-Paarung mit 11:7, 11:7 und 11:7 durch. Während es für Bremen der bereits vierte Sieg im Doppel in dieser Saison bei einer Niederlage war, kassierte Fulda im dritten Anlauf die dritte Doppel-Niederlage. Zuvor hatten sich bereits die Paarungen Fan Bo Meng/Tomislav Pucar und Qing Yu Meng/Ruwen Filus erfolglos versucht. „Wir haben eigentlich gut mitgehalten heute, aber hintenraus war Bremen stärker“, sagte Filus nach dem Spiel. „Letztlich haben sie verdient gewonnen.“

Durch den 3:2-Sieg eroberte Bremen den dritten Tabellenplatz zurück. Das bessere Spielverhältnis (25:18) gibt den Ausschlag gegenüber den TTF Liebherr Ochsenhausen (23:17), die am Sonntag einen 3:1-Erfolg gegen Borussia Düsseldorf gelandet hatten. Beide Teams haben 14:6 Punkte auf dem Konto und somit je zwei Zähler Rückstand auf Tabellenführer 1. FC Saarbrücken TT und Düsseldorf auf Platz zwei. Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell ist weiterhin Zehnter, weist mit 6:14 Punkten nun aber bereits vier Zähler Rückstand auf den ASV Grünwettersbach auf Rang neun auf. Der Vorsprung auf den TTC indeland Jülich auf Position elf beträgt ebenfalls vier Punkte.

Zum Bericht der Sonntagsspiele geht es hier.

 

Der 10. Spieltag in der Übersicht

TTC Neu-Ulm – TTC indeland Jülich 3:2

An Jaehyun – Deni Kozul 2:3 (10:12, 11:7, 11:5, 3:11, 6:11)
Viktor Brodd – Robin Devos 2:3 (11:6, 8:11, 8:11, 11:5, 10:12)
Tiago Apolonia – Dennis Klein 3:0 (11:7, 12:10, 11:5)
An Jaehyun – Robin Devos 3:0 (11:7, 11:4, 11:2)
Viktor Brodd/Tiago Apolonia – Deni Kozul/Ewout Oostwouder 3:0 (11:9, 11:5, 11:8)

ASV Grünwettersbach – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1

Wang Xi – Ioannis Sgouropoulos 3:0 (11:8, 15:13, 11:8)
Dang Qiu – Kanak Jha 3:0 (11:3, 11:9, 11:8)
Tobias Rasmussen – Anders Lind 0:3 (8:11, 7:11, 3:11)
Wang Xi – Mihai Bobocica 3:0 (11:8, 11:8, 11:8)

TSV Bad Königshofen – 1. FC Saarbrücken TT 0:3

Mizuki Oikawa – Shang Kun 0:3 (13:15, 11:13, 9:11)
Filip Zeljko – Darko Jorgic 0:3 (9:11, 3:11, 3:11)
Bastian Steger – Patrick Franziska 1:3 (11:7, 8:11, 9:11, 6:11)

TTC Schwalbe Bergneustadt – Post SV Mühlhausen 3:0

Benedikt Duda – Steffen Mengel 3:2 (6:11, 12:10, 15:17, 15:13, 11:8)
Alvaro Robles – Daniel Habesohn 3:1 (11:9, 11:13, 12:10, 12:10)
Paul Drinkhall – Ovidiu Ionescu 3:2 (11:6, 11:3, 4:11, 5:11, 11:9)

TTF Liebherr Ochsenhausen – Borussia Düsseldorf 3:1

Simon Gauzy – Kristian Karlsson 3:0 (11:5, 13:11, 11:9)
Jakub Dyjas – Omar Assar 3:2 (8:11, 11:7, 9:11, 12:10, 12:10)
Stefan Fegerl – Ricardo Walther 0:3 (6:11, 8:11, 3:11)
Simon Gauzy – Omar Assar 3:2 (11:5, 4:11, 11:9, 10:12, 11:9)

SV Werder Bremen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:2

Mattias Falck – Qing Yu Meng 3:1 (9:11, 11:4, 11:5, 11:7)
Kirill Gerassimenko – Tomislav Pucar 2:3 (7:11, 11:9, 12:10, 10:12, 9:11)
Hunor Szöcs – Ruwen Filus 0:3 (10:12, 5:11, 7:11)
Mattias Falck – Tomislav Pucar 3:1 (11:9, 11:5, 8:11, 11:9)
Marcelo Aguirre/Hunor Szöcs – Ruwen Filus/Fan Bo Meng 3:0 (11:7, 11:7, 11:7)

 

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Beitragsbild oben: BeLa Sportfoto