3. SPIELTAG: DÜSSELDORF ERKÄMPFT 3:2 IN FULDA, QUARTETT OHNE MAKEL



Der nächste Coup war zum Greifen nah für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell, blieb aber aus: Mit 2:3 unterlagen die Osthessen am 3. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gegen Borussia Düsseldorf. Einige Mühe hatte am Sonntag auch der 1. FC Saarbrücken TT, der sich mit 3:2 beim Post SV Mühlhausen durchsetzte und nun ebenso 6:0 Punkte auf dem Konto hat wie der TSV Bad Königshofen, der TTC Schwalbe Bergneustadt und der SV Werder Bremen. Den ersten Saisonsieg holten die TTF Liebherr Ochsenhausen.

Tomislav Pucar

Tomislav Pucar war gegen Borussia Düsseldorf erneut in Topform. (Foto: Friedrich Haubner)

Tischtennis der Extraklasse boten der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und Borussia Düsseldorf, die ohne Timo Boll und den am Fuß verletzten Kristian Karlsson in Osthessen antrat. Insbesondere das erste Einzel des Nachmittags zwischen Tomislav Pucar und Omar Assar hatte es in sich: Fast 50 Minuten rangen beide um die Führung für ihr Team, mit dem besseren Ende für den Kroaten. Nach 11:6 und 8:11 in den ersten beiden Sätzen erkämpfte sich Pucar ein 16:14 im dritten Satz, im vierten nutzte er seinen zweiten Matchball zum 11:9 – und damit zur Führung für Fulda-Maberzell. Etwas klarer war das zweite Einzel des Nachmittags: Nur zwei Sätze lang wusste sich Ruwen Filus gegen Ricardo Walther zu wehren, dann sorgte der Düsseldorfer durch sein 3:1 für den Ausgleich.

„Nach dem verlorenen zweiten Satz hatte ich kurz das Gefühl, dass das Spiel kippen könnte. Aber Ric hat das verhindert. Das hat uns ins Match zurückgebracht“, atmete Düsseldorfs Manager Andreas Preuß nach der Partie auf. Denn die Überraschung für die Osthessen war damit wieder ein gutes Stück in die Ferne gerückt – zumal anschließend Anton Källberg trotz Startschwierigkeiten beim 3:1 gegen den stark aufspielenden Fan Bo Meng für die Düsseldorfer 2:1-Führung sorgte.

Lind ärgert Ochsenhausen

Pucar allerdings wollte noch nicht aufgeben: Der 23-Jährige, der Fulda-Maberzell am 2. Spieltag zum 3:1-Coup gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen geführt hatte, stellte gegen Walther wieder einmal seine Topform unter Beweis. Mit 11:7 und 11:5 holte er nahezu mühelos die ersten beiden Sätze. Zwar ging der dritte mit 11:9 an Walther, in einem hochklassigen vierten Satz aber brachte Pucar den TTC RhönSprudel durch ein 11:5 ins Doppel. Dort standen Qing Yu Meng und Ruwen Filus nur vermeintlich auf verlorenem Posten – gegen Källberg/Assar nämlich lieferten sie einen großen Kampf und schnupperten zumindest an der Sensation. Lediglich der zweite Satz ging mit 11:3 klar an das Borussia-Duo, ansonsten fehlten den Fuldaern nur Kleinigkeiten zum erneuten Coup gegen einen Titelfavoriten. Mit 3:1 brachten Källberg/Assar schließlich den 3:2-Sieg des deutschen Rekordmeisters unter Dach und Fach.

Hugo Calderano

Hugo Calderano führte Ochsenhausen gegen Grenzau zum ersten Saisonsieg. (Foto: BeLa Sportfoto)

Aufatmen durften die Verantwortlichen der TTF Liebherr Ochsenhausen. Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn erkämpfte sich der Titelverteidiger ein 3:1 gegen den TTC Zugbrücke Grenzau. Dabei hatte Ochsenhausen aber deutlich mehr Mühe mit den Westerwäldern als gedacht. Insbesondere Anders Lind machte den Tischtennisfreunden das Leben schwer: Gegen Jakub Dyjas setzte sich der 20 Jahre alte Däne mit 3:1 durch, gegen Hugo Calderano führte er 1:0, ehe der Brasilianer mit 3:1 alles klarmachte zugunsten Ochsenhausens. „Hugo ist sehr, sehr stark. Er hat seine Taktik umgestellt und mich insbesondere in der Mitte erwischt“, analysierte Lind anschließend. Zuvor hatte Calderano mit 3:0 gegen Kanak Jha gewonnen, Simon Gauzy kämpfte Mihai Bobocica mit 3:2 nieder. „Kanak und Anders sind zwei gute Spieler, daher war es nicht einfach heute“, sagte Calderano. „Ich bin sehr froh, dass es mit dem ersten Sieg geklappt hat. Jetzt wollen wir natürlich weiter gewinnen.“

Saarbrückens Doppel macht den Unterschied

Die Weste des 1. FC Saarbrücken TT hat derweil die ersten kleinen Flecken bekommen – aber eben nur kleine. Nach den 3:0-Siegen gegen Ochsenhausen und Düsseldorf gab es beim Post SV Mühlhausen die ersten Gegenpunkte der noch jungen Saison. Letztlich aber setzte sich der deutsche Vizemeister dank eines bärenstarken Doppels mit 3:2 durch. Darko Jorgic und Tomas Polansky überfuhren ihre Konkurrenten Ovidiu Ionescu und Lubomir Jancarik regelrecht und finalisierten mit dem 11:3, 11:9, 11:3 den dritten Sieg ihres Teams. Zuvor hatte Daniel Habesohn den Post SV durch zwei Einzelsiege gegen Darko Jorgic (3:2) und Patrick Franziska (3:1) ins Doppel gebracht. Für Saarbrücken sorgten Franziska mit 3:1 gegen Jancarik und Polansky mit 3:0 gegen Steffen Mengel für zwei Einzelpunkte. „Die Arena wird nicht umsonst als Hexenkessel bezeichnet“, sagte FCS-Organisationsleiter Nicolas Barrois, „es sind immer heiße Spiele. Wir können heute sehr glücklich sein, dass wir gewonnen haben.“ Mühlhausen-Trainer Erik Schreyer ärgerte sich über die verpasste Chance: „Wie gegen Düsseldorf waren wir nah dran, stehen aber wieder mit leeren Händen da. Jetzt müssen wir schauen, dass wir das Spiel relativ schnell aus unseren Köpfen bekommen.“

Ebenfalls Sieg Nummer drei fuhr der TSV Bad Königshofen ein, und das überraschend deutlich: 3:0 setzten sich die Unterfranken gegen den ASV Grünwettersbach durch. Verlass war dabei einmal mehr auf Bastian Steger: Der 38-Jährige gewann 3:1 gegen Dang Qiu und holte damit den vierten Sieg in seinem vierten Einzel der Saison. Anschließend sorgten Kilian Ort und Mizuki Oikawa für die weiteren Punkte. Während Ort ein 3:2 gegen Wang Xi erkämpfte, machte Oikawas mentale Stärke den Unterschied gegen Tobias Rasmussen. Sowohl im ersten als auch im dritten Satz schließlich lag der Japaner bereits relativ deutlich hinten, gewann aber jeweils. Mit 11:9, 8:11, 14:12 und 11:8 sorgte Oikawa schließlich für die Entscheidung zugunsten Bad Königshofens. „Einen so deutlichen Sieg hatten wir nicht erwartet. Dass es heute so gut läuft und wir 3:0 gewinnen, ist fantastisch“, resümierte Steger. Bad Königshofen bleibt in der Tabelle somit im Führungsquartett: Neben den Unterfranken haben auch der 1. FC Saarbrücken TT, der TTC Schwalbe Bergneustadt und der SV Werder Bremen jeweils 6:0 Punkte auf dem Konto.

Dritte Siege für Bergneustadt und Bremen

Apropos: Bereits am Freitag hatte der TTC Schwalbe Bergneustadt den dritten Sieg eingefahren. 3:1 setzten sich die Oberberger gegen den TTC indeland Jülich durch. Benedikt Duda siegte dabei sowohl gegen Ewout Oostwouder als auch gegen Deni Kozul, zudem setzte sich Alvaro Robles gegen Kozul durch. Für den Jülicher Punkt sorgte Robin Devos, der Paul Drinkhall 3:1 schlug. Am Spieltag zuvor hatte der Belgier beim 1:3 gegen den TSV Bad Königshofen bereits Kilian Ort geschlagen. „Ich glaube fest daran, dass unsere Siege kommen werden. Wir haben einen sehr schweren Saisonstart, aber anschließend gegen Grenzau, Neu-Ulm und Fulda sehe ich größere Chancen auf einen Erfolg“, sagte Jülich-Trainer Miroslav Broda. „Klar ist aber, dass wir jede Möglichkeit nutzen müssen.“

Ebenfalls den dritten Sieg hatte es schon am Dienstag für den SV Werder Bremen gegeben. Zwar musste Mattias Falck seine beiden Einzel beim TTC Neu-Ulm abgeben, Hunor Szöcs und Kirill Gerassimenko aber sorgten in ihren jeweiligen Einzeln sowie gemeinsam im Doppel für den Bremer 3:2-Erfolg. „Bereits nach dem 3:2 in Grünwettersbach habe ich gesagt, dass wir solche Spiele öfter erleben werden“, sagte Werder-Trainer Cristian Tamas, „doch ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell passiert. Aber so lange wir gewinnen, ist alles in Ordnung.“ Auf Neu-Ulmer Seite hatte Kay Stumper ein vielversprechendes TTBL-Debüt gegeben, 1:3 unterlag der 16-Jährige gegen Gerassimenko. „Wir haben zweimal Pech gehabt. Wir werden weiter unser Bestes geben, um in den nächsten Spielen möglichst viele Punkte zu holen“, sagte Stumper.

 

Der 3. Spieltag in der Übersicht

TTC Neu-Ulm – SV Werder Bremen 2:3

Tiago Apolonia – Hunor Szöcs 1:3 (9:11, 8:11, 11:8, 8:11)
Abdel-Kader Salifou – Mattias Falck 3:2 (4:11, 11:6, 3:11, 11:6, 11:8)
Kay Stumper – Kirill Gerassimenko 1:3 (7:11, 11:7, 7:11, 8:11)
Tiago Apolonia – Mattias Falck 3:2 (11:5, 6:11, 16:14, 8:11, 12:10)
Abdel-Kader Salifou/Kay Stumper – Hunor Szöcs/Kirill Gerassimenko 1:3 (8:11, 4:11, 11:4, 11:13)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TTC indeland Jülich 3:1

Benedikt Duda – Ewout Oostwouder 3:1 (22:20, 11:7, 7:11, 11:5)
Alvaro Robles – Deni Kozul 3:0 (11:8, 12:10, 11:9)
Paul Drinkhall – Robin Devos 1:3 (11:5, 9:11, 9:11, 4:11)
Benedikt Duda – Deni Kozul 3:0 (11:2, 11:5, 11:4)

TSV Bad Königshofen – ASV Grünwettersbach 3:0

Bastian Steger – Dang Qiu 3:1 (11:5, 4:11, 11:9, 11:4)
Kilian Ort – Wang Xi 3:2 (7:11, 11:6, 8:11, 11:8, 14:12)
Mizuki Oikawa – Tobias Rasmussen 3:1 (11:9, 8:11, 14:12, 11:8)

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1

Hugo Calderano – Kanak Jha 3:0 (12:10, 11:9, 11:9)
Jakub Dyjas – Anders Lind 1:3 (11:13, 11:9, 10:12, 5:11)
Simon Gauzy – Mihai Bobocica 3:2 (10:12, 14:12, 11:5, 8:11, 11:8)
Hugo Calderano – Anders Lind 3:1 (10:12, 11:3, 11:6, 11:6)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – Borussia Düsseldorf 2:3

Tomislav Pucar – Omar Assar 3:1 (11:6, 8:11, 16:14, 11:9)
Ruwen Filus – Ricardo Walther 1:3 (7:11, 11:9, 9:11, 3:11)
Fan Bo Meng – Anton Källberg 1:3 (11:6, 5:11, 7:11, 4:11)
Tomislav Pucar – Ricardo Walther 3:1 (11:7, 11:5, 9:11, 11:5)
Ruwen Filus/Qing Yu Meng – Anton Källberg/Omar Assar 1:3 (9:11, 3:11, 15:13, 9:11)

Post SV Mühlhausen – 1. FC Saarbrücken TT 2:3

Daniel Habesohn – Darko Jorgic 3:2 (11:13, 12:10, 11:13, 11:7, 11:4)
Lubomir Jancarik – Patrick Franziska 1:3 (10:12, 11:9, 6:11, 4:11)
Steffen Mengel – Tomas Polansky 0:3 (9:11, 8:11, 10:12)
Daniel Habesohn – Patrick Franziska 3:1 (7:11, 11:7, 11:8, 12:10)
Ovidiu Ionescu/Lubomir Jancarik – Darko Jorgic/Tomas Polansky 0:3 (3:11, 9:11, 3:11)

 

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Beitragsfoto oben: MaJo