5. SPIELTAG: BERGNEUSTADT KNACKT BREMEN IM DOPPEL



Am 5. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hat es auch den SV Werder Bremen erwischt: Trotz einer starken Leistung von Mattias Falck mussten die Hanseaten beim 2:3 beim TTC Schwalbe Bergneustadt die erste Saisonniederlage hinnehmen. Ebenfalls bis ins Doppel ging es zwischen dem TSV Bad Königshofen und dem TTC Neu-Ulm, mit dem besseren Ende für die Unterfranken. Die erwarteten Siege gab es derweil für Borussia Düsseldorf beim 3:0 gegen Schlusslicht TTC indeland Jülich und den Post SV Mühlhausen, der den TTC Zugbrücke Grenzau mit 3:0 bezwang.

Mattias Falck

Mattias Falck konnte die erste Bremer Niederlage nicht abwenden. (Foto: BeLa Sportfoto)

Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe der TTC Schwalbe Bergneustadt den SV Werder Bremen bezwungen hatte: Bis in den fünften Satz des Doppels ging es für die Oberberger, dann machten Alvaro Robles und Paul Drinkhall den Sack zu. Sechs Matchbälle erspielte sich das Bergneustädter Doppel gegen Hunor Szöcs und Kirill Gerassimenko und nutzte den ersten zum 11:4. Angesichts einer 2:0-Satzführung hatten Robles/Drinkhall bereits rund 20 Minuten zuvor den Sieg auf dem Schläger gehabt, die Bremer aber ließen sich nicht abschütteln und erzwangen den fünften Satz – dann aber stand die erste Werder-Niederlage fest.

Zuvor hatte wieder einmal Mattias Falck brilliert und die Hanseaten überhaupt erst ins Doppel geführt. Der Vizeweltmeister aus Schweden, der seit seinem 3:0-Erfolg gegen Timo Boll im Pokal ungeschlagen ist, zwang sowohl Robles als auch Benedikt Duda mit 3:0 in die Knie. Zum fünften Bremer Saisonsieg reichte das aber nicht, da Szöcs gegen Duda mit 0:3 unterlag und Gerassimenko beim 1:3 gegen Drinkhall die erste Saisonniederlage einstecken musste. Dann kam das Doppel und mit diesem die erste Bremer Pleite. „Wir haben jetzt erstmals verloren, aber wir werden zurückkommen möglichst schon am nächsten Spieltag gegen Ochsenhausen“, sagte Falck.

Neu-Ulm zum bereits vierten Mal im Doppel

Profiteur der Bremer Niederlage ist der TSV Bad Königshofen, der dank des 3:2-Siegs gegen den TTC Neu-Ulm nun ebenfalls 8:2 Punkte auf dem Konto hat. Auch in Unterfranken mussten die Fans bis in den fünften Satz des Doppels bangen: Hin und her ging es zwischen Filip Zeljko/Mizuki Oikawa und Abdel-Kader Salifou/Gustavo Tsuboi. Die Neu-Ulmer kämpften sich nach 0:1-Satzrückstand mit 2:1 in Front, die Punkte aber blieben in Bad Königshofen. 11:9 und 11:6 entschieden Zeljko/Oikawa die weiteren Sätze zum 3:2-Sieg für sich. „Danke an die Fans für diese unfassbare Atmosphäre“, sagte Zeljko, „sie haben uns die Extra-Energie gegeben, um das Spiel zu gewinnen.“

Dass es überhaupt bis ins Doppel gegangen war, lag an Tiago Apolonia: Wieder einmal war der Portugiese des TTC Neu-Ulm eine unüberwindliche Hürde, sowohl Zeljko, der erneut den verletzten Kilian Ort vertrat, als auch Bastian Steger fertigte er mit 3:0 ab. Die zwei Einzel-Punkte für Bad Königshofen stellten derweil Steger mit einem 3:0 gegen Tsuboi und Oikawa mit einem 3:2 gegen Salifou sicher, so dass es für Neu-Ulm zum bereits vierten Mal ins Doppel ging. Anders als allerdings in der Vorwoche beim 3:2-Premierensieg gegen den 1. FC Saarbrücken TT setzten sich Salifou/Tsuboi dieses Mal nicht durch, stattdessen durfte Bad Königshofen über die Rückkehr in die Spitze jubeln. „Wir können zufrieden sein, wie wir auch heute wieder aufgetreten sind“, sagte Apolonia. „Wir werden weiter kämpfen, und ich bin mir sicher, dass weitere Siege kommen werden.“

Daniel Habesohn

Daniel Habesohns Comeback gegen Anders Lind war der frühe Knackpunkt der Partie. (Foto: Christian Habel)

Habesohns Break führt Mühlhausen zum Sieg

Auf dem Vormarsch ist derweil der Post SV Mühlhausen. Nach dem 3:1 in der Vorwoche beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell sammelten die Thüringer beim 3:0 gegen den TTC Zugbrücke Grenzau den nächsten Erfolg. Der Knackpunkt der Partie ereignete sich bereits im ersten Einzel: Anders Lind war gegen Daniel Habesohn nach einem 11:8 im ersten Satz und einer 8:3-Führung im zweiten bereits auf dem Vormarsch, dann jedoch kämpfte sich der Österreicher zurück. Mit 15:13 wendete Habesohn den Satz zum 1:1-Ausgleich und sorgte schließlich mit 11:9 und 11:6 in den weiteren für die Mühlhäuser Führung. „Es war ein kleines Break, danach ist das Spiel gekippt“, sagte Grenzau-Trainer Chris Pfeiffer mit Blick auf den zweiten Satz.

Deutlich leichter tat sich anschließend Ovidiu Ionescu, der nach den Niederlagen gegen Ruwen Filus und Tiago Apolonia seinen dritten Saisoneinsatz und beim 11:2, 11:5 und 11:6 den ersten Sieg feierte zur 2:0-Führung für Mühlhausen. Im dritten Einzel des Nachmittags versuchte Mihai Bobocica zwar alles, um Grenzau noch einmal heranzubringen, Steffen Mengel ließ sich aber trotz zwischenzeitlichen 1:2-Satzrückstands in einem extrem umkämpften Match nicht unterkriegen. Nach 11:9, 8:11 und 11:13 riss der Mühlhäuser die Partie wieder an sich und rang Bobocica schließlich mit 11:9 und 11:9 im vierten und fünften Satz nieder zum 3:0-Erfolg des Post SV. „Ich bin eigentlich gut ins Spiel gekommen, aber in den entscheidenden Situationen war ich etwas fahrig und habe die eine oder andere falsche Entscheidung getroffen. Bobocica hat das gut genutzt“, sagte Mengel anschließend. „Ich bin froh, dass ich es wenden konnte und das Glück im fünften Satz auf meiner Seite war.“

Düsseldorf folgt Heisters Vorgabe

Ebenfalls keine Überraschung gab es bei Borussia Düsseldorf, mit 3:0 holte der Rekordmeister den von Danny Heister geforderten klaren Sieg gegen den TTC indeland Jülich. „Unser Spielverhältnis ist bislang noch nicht so berauschend, könnte aber bei der Vergabe der Play-off-Plätze entscheidend sein. Dafür müssen wir solche Begegnungen nutzen“, hatte der Trainer gefordert – und sein Team lieferte. Den Erfolg auf den Weg brachte Kristian Karlsson: Der Schwede, der nach einer Verletzung sein erstes Saisonspiel absolvierte, lag gegen Ewout Oostwouder kein einziges Mal in Rückstand und machte mit 11:6, 11:7 und 11:2 in gut 15 Minuten kurzen Prozess. „Der Fuß hat kaum noch Probleme gemacht, ich bin sehr zufrieden“, sagte Karlsson. Kaum mehr Mühe hatte Anton Källberg mit Dennis Klein, auch hier gab es ein 3:0. Lediglich im zweiten Satz musste Källberg in die Verlängerung, letztlich stand ein 11:6, 13:11 und 11:8 zu Buche.

Ricardo Walther

Eine harte Nuss hatte Ricardo Walther zu knacken, setzte sich aber letztlich 3:2 gegen Robin Devos durch. (Foto: MaJo)

Die härteste Aufgabe an diesem Nachmittag hatte Ricardo Walther: Der 27-Jährige bekam es mit Robin Devos zu tun, und damit mit dem einzigen Jülicher Spieler, dem im bisherigen Saisonverlauf ein Sieg geglückt war. Gegen Paul Drinkhall und Kilian Ort hatte sich Devos bereits durchgesetzt – am Sonntag gegen Walther jedoch folgte nicht der dritte Erfolg des Belgiers. Walther nämlich leistete sich beim 3:2-Erfolg zwar im zweiten und vierten Satz jeweils einen Durchhänger, rief seine Qualität im Entscheidungssatz aber punktgenau ab und sorgte mit 11:3, 9:11, 11:7, 5:11 und 11:4 für die Entscheidung zugunsten Düsseldorfs. „Ich hatte angesagt, dass wir mal wieder einen einfachen Sieg brauchen“, sagte Borussen-Trainer Heister, „und das haben die Jungs heute super gemacht.“

Bereits am Freitag waren der 1. FC Saarbrücken TT und der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell aufeinandergetroffen, dabei setzte sich der deutsche Vizemeister mit 3:1 durch. Zum Spielbericht geht es hier. Eröffnet worden war der Spieltag am Dienstag von der Begegnung zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem ASV Grünwettersbach, hier gab es ebenfalls ein 3:1. Den Spielbericht finden Sie hier.

 

Der 5. Spieltag in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – ASV Grünwettersbach 3:1

Hugo Calderano – Tobias Rasmussen 3:0 (11:7, 12:10, 11:8)
Simon Gauzy – Wang Xi 2:3 (7:11, 5:11, 11:7, 11:5, 8:11)
Jakub Dyjas – Dang Qiu 3:2 (12:10, 9:11, 11:8, 6:11, 11:8)
Hugo Calderano – Wang Xi 3:1 (11:4, 11:8, 9:11, 11:4)

1. FC Saarbrücken TT – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:1

Patrick Franziska – Fan Bo Meng 3:0 (11:2, 11:6, 11:8)
Tomas Polansky – Ruwen Filus 2:3 (12:10, 7:11, 8:11, 11:9, 6:11)
Darko Jorgic – Tomislav Pucar 3:0 (11:8, 11:6, 12:10)
Patrick Franziska – Ruwen Filus 3:0 (11:5, 11:8, 11:8)

TSV Bad Königshofen – TTC Neu-Ulm 3:2

Bastian Steger – Gustavo Tsuboi 3:0 (11:8, 11:6, 11:8)
Filip Zeljko – Tiago Apolonia 0:3 (9:11, 5:11, 6:11)
Mizuki Oikawa – Abdel-Kader Salifou 3:2 (7:11, 11:6, 11:2, 7:11, 12:10)
Bastian Steger – Tiago Apolonia 0:3 (10:12, 8:11, 9:11)
Filip Zeljko/Mizuki Oikawa – Abdel-Kader Salifou/Gustavo Tsuboi 3:2 (11:3, 8:11, 7:11, 11:9, 11:6)

TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen 3:2

Benedikt Duda – Hunor Szöcs 3:0 (11:8, 11:7, 11:4)
Alvaro Robles – Mattias Falck 0:3 (9:11, 9:11, 9:11)
Paul Drinkhall – Kirill Gerassimenko 3:1 (11:7, 11:7, 8:11, 11:5)
Benedikt Duda – Mattias Falck 0:3 (10:12, 5:11, 10:12)
Alvaro Robles/Paul Drinkhall – Hunor Szöcs/Kirill Gerassimenko 3:2 (15:13, 11:3, 9:11, 10:12, 11:4)

Borussia Düsseldorf – TTC indeland Jülich 3:0

Kristian Karlsson – Ewout Oostwouder 3:0 (11:6, 11:7, 11:2)
Anton Källberg – Dennis Klein 3:0 (11:6, 13:11, 11:8)
Ricardo Walther – Robin Devos 3:2 (11:3, 9:11, 11:7, 5:11, 11:4)

Post SV Mühlhausen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:0

Daniel Habesohn – Anders Lind 3:1 (8:11, 15:13, 11:9, 11:6)
Ovidiu Ionescu – Ioannis Sgouropoulos 3:0 (11:2, 11:5, 11:6)
Steffen Mengel – Mihai Bobocica 3:2 (11:9, 8:11, 11:13, 11:9, 11:9)

 

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Beitragsbild oben: BeLa Sportfoto