FULDA SENSATIONELL: OCHSENHAUSENS SIEGESSERIE ENDET IN OSTHESSEN



Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell hat der Siegesserie der TTF Liebherr Ochsenhausen ein Ende gesetzt: Mit 3:2 setzten sich am Freitagabend die Osthessen durch und verteidigten damit den dritten Tabellenplatz der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Simon Gauzy

Simon Gauzy bezwang Ruwen Filus, unterlag aber wenig später im Spitzeneinzel gegen Quadri Aruna. (Foto: BeLa Sportfoto)

Regelrecht frenetisch fiel am Freitagabend der Beifall der Zuschauer in der Wilmingtonhalle des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell aus. Erst wurde Quadri Aruna zum Sieg gepeitscht, anschließend auch das Doppel Alexandre Cassin/Fan Bo Meng – ehe schließlich Mannschaft und Fans gemeinsam mit der Welle den 3:2-Erfolg gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen bejubeln durften. Durch den fünften Saisonsieg verteidigten die Osthessen am 7. Spieltag den dritten Tabellenplatz der Tischtennis Bundesliga (TTBL) und sind mit 10:4 Zählern weiterhin punktgleich mit dem 1. FC Saarbrücken TT, der zeitgleich den SV Werder Bremen mit 3:2 besiegte.

„Am Ende haben wir verdient gewonnen“, stellte Fulda-Trainer Qing Yu Meng nach der Partie fest. „Es war ein tolles Spiel, und auch die Atmosphäre war dank der vielen Zuschauer nach langer Zeit endlich wieder fantastisch. Hoffentlich geht es Sonntag gleich so weiter.“ Für Ochsenhausen ging dagegen eine sensationelle Siegesserie zu Ende. Sechs Erfolge hatten die Schwaben seit dem Saisonstart aneinandergereiht und sind mit nun 12:2 Punkten weiterhin Tabellenzweiter. „Beide Mannschaften haben super gespielt und hart gekämpft“, resümierte TTF-Trainer Fu Yong und anerkannte: „Fulda war sehr stark.“

Aruna und Cassin/Meng machen den Unterschied

Entscheidend für den Erfolg der Fuldaer waren zwei Faktoren. Zum einen das starke Comeback von Quadri Aruna: Der Weltranglisten-16. hatte zuletzt aufgrund einer Schulterverletzung pausiert, meldete sich nun aber umso stärker zurück. Im Auftakteinzel schlug er Maciej Kubik mit 3:1 (11:8, 5:11, 11:7, 11:9), im Spitzeneinzel packte er dann sein bestes Tischtennis aus und bezwang auch Simon Gauzy mit 3:1 (11:9, 11:5, 3:11, 11:5) – das Fuldaer Publikum feierte den Spitzenspieler frenetisch für diese Leistung.

Zweiter Erfolgsfaktor der Gastgeber war das neue Traumdoppel: Zum vierten Mal traten Cassin/Meng gemeinsam an den Tisch, zum dritten Mal holten sie den Sieg für den TTC. Gegen die bis dahin ungeschlagenen Samuel Kulczycki/Maciej Kubik rissen sie das Match im dritten Satz endgültig an sich und brachten ihren Gegnern schließlich mit 3:1 (11:9, 6:11, 11:8, 11:8) die erste Niederlage bei. Bereits gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt und den SV Werder Bremen hatten Cassin/Meng den Unterschied gemacht. Zwischenzeitlich schien am Freitag zunächst Ochsenhausen dem Sieg näher gewesen zu sein: Nach Arunas Auftaktsieg legte zunächst Gauzy einen glanzvollen Auftritt mit sensationellen Punkten hin und schlug Ruwen Filus mit 3:1 (8:11, 11:8, 11:8, 11:4), anschließend gewann Kanak Jha mit 3:1 (5:11, 11:9, 11:8, 11:9) gegen Cassin zur 2:1-Führung Ochsenhausens. Aruna, das Doppel und das Publikum ließen aber nicht locker.

Die nächsten Aufgaben für beide Teams stehen schon am Sonntag, 10. Oktober, im Achtelfinale des Deutschen Tischtennis-Pokals an. Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell tritt ab 15 Uhr beim TTC Zugbrücke Grenzau an, die TTF Liebherr Ochsenhausen zeitgleich beim 1. FC Saarbrücken TT.

Der 7. Spieltag in der Übersicht

TTC OE Bad Homburg – Borussia Düsseldorf 0:3
Rares Sipos – Timo Boll 0:3 (6:11, 8:11, 10:12)
Benno Oehme – Anton Källberg 0:3 (6:11, 5:11, 3:11)
Cedric Meissner – Dang Qiu 0:3 (9:11, 2:11, 5:11)

TTC Neu-Ulm – Post SV Mühlhausen 2:3
Ioannis Sgouropoulos – Steffen Mengel 2:3 (11:5, 13:11, 7:11, 11:13, 9:11)
Lev Katsman – Daniel Habesohn 3:2 (11:3, 8:11, 13:11, 5:11, 12:10)
Tiago Apolonia – Irvin Bertrand 3:2 (9:11, 11:9, 11:6, 7:11, 11:5)
Ioannis Sgouropoulos – Daniel Habesohn 1:3 (9:11, 11:9, 6:11, 3:11)
Tiago Apolonia/Lev Katsman – Irvin Bertrand/Steffen Mengel 0:3 (10:12, 12:14, 9:11)

TTC Zugbrücke Grenzau – ASV Grünwettersbach 1:3
Wu Jiaji – Tobias Rasmussen 3:1 (11:7, 13:11, 5:11, 11:7)
Nils Hohmeier – Wang Xi 1:3 (8:11, 11:7, 4:11, 8:11)
Cristian Pletea – Ricardo Walther 0:3 (10:12, 7:11, 4:11)
Wu Jiaji – Wang Xi 2:3 (11:6, 5:11, 9:11, 14:12, 2:11)

SV Werder Bremen – 1. FC Saarbrücken TT 2:3
Mattias Falck – Olav Kosolosky 3:0 (11:6, 11:7, 11:3)
Hunor Szöcs – Darko Jorgic 0:3 (5:11, 5:11, 1:11)
Kirill Gerassimenko – Tomas Polansky 3:1 (1:11, 11:6, 11:9, 13:11)
Mattias Falck – Darko Jorgic 1:3 (3:11, 6:11, 11:4, 10:12)
Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre – Tomas Polansky/Olav Kosolosky 2:3 (11:9, 11:8, 9:11, 5:11, 4:11)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTF Liebherr Ochsenhausen 3:2
Quadri Aruna – Maciej Kubik 3:1 (11:8, 5:11, 11:7, 11:9)
Ruwen Filus – Simon Gauzy 1:3 (11:8, 8:11, 8:11, 4:11)
Alexandre Cassin – Kanak Jha 1:3 (11:5, 9:11, 8:11, 9:11)
Quadri Aruna – Simon Gauzy 3:1 (11:9, 11:5, 3:11, 11:5)
Alexandre Cassin/Fan Bo Meng – Samuel Kulczycki/Maciej Kubik 3:1 (11:9, 6:11, 11:8, 11:8)

TTC Schwalbe Bergneustadt – TSV Bad Königshofen 3:2
Benedikt Duda – Maksim Grebnev 3:1 (4:11, 11:6, 11:5, 11:6)
Alberto Mino – Bastian Steger 3:1 (11:6, 11:9, 8:11, 11:4)
Alvaro Robles – Kilian Ort 1:3 (7:11, 8:11, 12:10, 7:11)
Benedikt Duda – Bastian Steger 0:3 (10:12, 3:11, 9:11)
Alvaro Robles/Alberto Mino – Kilian Ort/Maksim Grebnev 3:2 (11:6, 11:4, 4:11, 10:12, 11:8)

Beitragsbild oben: Quadri Aruna (Foto: Johannes Ruppel)