BAD KÖNIGSHOFEN RINGT BREMEN NIEDER



Der TSV Bad Königshofen hält die Play-off-Plätze der Tischtennis Bundesliga (TTBL) im Blick: Beim 3:2 gegen den SV Werder Bremen feierten die Unterfranken am Sonntag ihren vierten Saisonsieg und verteidigten am 8. Spieltag den sechsten Tabellenrang.

Mattias Falck

Die zwei Einzelsiege von Mattias Falck waren nicht genug für den SV Werder Bremen. (Foto: Jessica Bugajew)

Der TSV Bad Königshofen hat den Bann gebrochen und nach zuvor vier Niederlagen in Folge erstmals mit Bastian Steger in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gegen den SV Werder Bremen gewonnen. Mit 3:2 behauptete sich die Unterfranken am 8. Spieltag und hielten den Konkurrenten damit auch in der Tabelle auf Distanz. Während Bad Königshofen ein mit nun 8:8 wieder ausgeglichenes Punktekonto hat und weiterhin auf Platz sechs steht, bleibt Bremen mit 4:12 Zählern als Neunter in der unteren Tabellenhälfte.

„Wir haben unsere Aufstellung etwas verändert, und zum Glück ist es gut für uns ausgegangen“, sagte Bad Königshofens Filip Zeljko, der überraschend am Sonntag auf Position eins aufgeboten worden war. „Ich freue mich sehr für die gesamte Mannschaft, dass es mit dem Sieg geklappt hat. Vor allem Bastian Steger war wieder einmal super drauf und hat uns zwei Punkte beschert.“ Bremen-Trainer Cristian Tamas erklärte: „Gratulation an Bad Königshofen, sie haben sehr gut gespielt. Die zwei Einzelsiege waren leider nicht genug.“ Bereits am morgigen Montag, 1. November, geht es für Werder weiter, dann steht ab 15 Uhr das Viertelfinale im Deutschen Tischtennis-Pokal beim 1. FC Saarbrücken TT an.

Nur Mattias Falck punktet für Werder

Einzig Mattias Falck nämlich war für Bad Königshofen nicht zu bezwingen, aufgrund der zwei Einzelsiege des schwedischen Vizeweltmeisters ging die Partie am Sonntag bis in das Doppel – für Bremen war es der bereits siebte Doppel-Auftritt im achten Saisonspiel. Und zum fünften Mal mussten die Hanseaten am Ende dem Gegner gratulieren. Zwar nährten Kirill Gerassimenko und Marcelo Aguirre durch ein 11:9 im ersten Satz die Hoffnungen der Bremer Verantwortlichen auf den dritten Saisonsieg, dann jedoch drehten Bastian Steger und Kilian Ort auf, gewannen die folgenden drei Sätze und folglich mit 3:1 (9:11, 11:9, 11:7, 13:11) auch das Match. „Wir hatten unsere Chance, haben mit 1:0 Sätzen und 6:3 Punkten geführt“, sagte Bremen-Trainer Cristian Tamas. „Aber es war nun mal ein knappes Spiel, leider hat es nicht geklappt.“

Zuvor hatte Steger bereits im Einzel gepunktet, auf Position drei ließ er Kirill Gerassimenko bei seinem 3:0 (12:10, 11:9, 11:2)-Erfolg keine Chance. Sein Vertreter auf Position eins, Filip Zeljko, trat frisch gestärkt durch den Halbfinaleinzug beim WTT-Contender-Turnier in Tunis an und knüpfte in der TTBL nahtlos an die dort gezeigten Leistungen an. Gegen Marcelo Aguirre holte er ein 3:0 (11:8, 11:8, 11:5), ehe er sich im Spitzeneinzel mit 1:3 (6:11, 11:6, 3:11, 3:11) gegen Mattias Falck geschlagen geben musste. Zuvor hatte Falck bereits ein 3:2 (11:8, 7:11, 13:11, 7:11, 11:8) gegen Ort eingefahren, bei dem er im fünften Satz mit vier Punkten in Folge die Entscheidung erzwang.

Der 8. Spieltag in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Darko Jorgic – Cristian Pletea 3:0 (11:8, 11:9, 11:6)
Tomas Polansky – Patrick Baum 2:3 (11:8, 11:5, 7:11, 7:11, 9:11)
Patrick Franziska – Wu Jiaji 3:2 (11:8, 11:5, 7:11, 4:11, 11:8)
Darko Jorgic – Patrick Baum 3:0 (11:7, 12:10, 11:8)

ASV Grünwettersbach – TTC Neu-Ulm 1:3
Tobias Rasmussen – Lev Katsman 1:3 (11:9, 7:11, 6:11, 7:11)
Deni Kozul – Tiago Apolonia 0:3 (9:11, 11:13, 7:11)
Wang Xi – Vladimir Sidorenko 3:1 (11:8, 8:11, 11:9, 11:6)
Tobias Rasmussen – Tiago Apolonia 1:3 (3:11, 6:11, 11:9, 8:11)

Post SV Mühlhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:2
Daniel Habesohn – Fan Bo Meng 3:0 (11:6, 11:8, 11:7)
Ovidiu Ionescu – Quadri Aruna 1:3 (11:6, 9:11, 8:11, 7:11)
Steffen Mengel – Alexandre Cassin 2:3 (11:8, 4:11, 11:13, 11:2, 7:11)
Daniel Habesohn – Quadri Aruna 3:2 (11:7, 10:12, 11:6, 4:11, 11:5)
Irvin Bertrand/Steffen Mengel – Alexandre Cassin/Fan Bo Meng 3:1 (11:3, 11:7, 6:11, 11:8)

TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen 3:2
Filip Zeljko – Marcelo Aguirre 3:0 (11:8, 11:8, 11:5)
Kilian Ort – Mattias Falck 2:3 (8:11, 11:7, 11:13, 11:7, 8:11)
Bastian Steger – Kirill Gerassimenko 3:0 (12:10, 11:9, 11:2)
Filip Zeljko – Mattias Falck 1:3 (6:11, 11:6, 3:11, 3:11)
Bastian Steger/Kilian Ort – Kirill Gerassimenko/Marcelo Aguirre 3:1 (9:11, 11:9, 11:7, 13:11)

TTF Liebherr Ochsenhausen – TTC OE Bad Homburg 3:2
Kanak Jha – Cedric Meissner 3:1 (11:13, 11:6, 11:5, 11:4)
Maciej Kubik – Lubomir Jancarik 0:3 (6:11, 8:11, 9:11)
Samuel Kulczycki – Rares Sipos 2:3 (11:9, 6:11, 12:10, 7:11, 4:11)
Kanak Jha – Lubomir Jancarik 3:2 (11:6, 9:11, 11:7, 9:11, 11:7)
Samuel Kulczycki/Maciej Kubik – Rares Sipos/Cedric Meissner 3:2 (8:11, 11:7, 11:2, 9:11, 13:11)

Borussia Düsseldorf – TTC Schwalbe Bergneustadt 3:1
Anton Källberg – Benedikt Duda 3:0 (11:9, 11:5, 15:13)
Dang Qiu – Alvaro Robles 0:3 (12:14, 6:11, 3:11)
Timo Boll – Alberto Mino 3:0 (18:16, 11:3, 11:3)
Anton Källberg – Alvaro Robles 3:0 (11:6, 13:11, 11:4)

Beitragsbild oben: Filip Zeljko (Foto: Hermann Zacher)