SIEG IN BREMEN: MÜHLHAUSEN SETZT AUFHOLJAGD FORT



Die Aufholjagd des Post SV Mühlhausen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) läuft: Am Sonntag holten die Thüringer ein 3:0 beim SV Werder Bremen und kletterten damit vorerst auf den fünften Tabellenplatz.

Kirill Gerassimenko

Kirill Gerassimenko unterlag nach 2:0-Führung noch mit 2:3 gegen Ovidiu Ionescu. (Foto: Jessica Bugajew)

„Verpönt“ sei das Wort Play-offs aktuell beim Post SV Mühlhausen, das hatte Trainer Erik Schreyer zuletzt erklärt. Sportlich allerdings tun die Thüringer derzeit alles dafür, um an dieser Einschätzung etwas zu ändern. Die Aufholjagd nach dem verkorksten Saisonstart nämlich läuft, am Sonntag holte Mühlhausen ein 3:0 beim SV Werder Bremen und damit den fünften Sieg aus den jüngsten sechs Spielen. Damit steht das Schreyer-Team inzwischen sogar auf dem fünften Tabellenplatz und liegt mit 10:8 Punkten weiterhin nur zwei Punkte hinter Platz vier. Gleichziehen mit Mühlhausen können im weiteren Verlauf des Spieltags noch der TTC Neu-Ulm oder der TSV Bad Königshofen (je 8:8), die am kommenden Donnerstag im direkten Duell aufeinandertreffen.

„Es war unheimlich eng, beide Mannschaften hätten gewinnen können. Wir sind sehr glücklich, dass es am Ende sogar der erste 3:0-Sieg der Saison wurde“, sagte Mühlhausens Ovidiu Ionescu nach der Partie und ergänzte: „Gegen Bremen ist es für mich immer besonders schwer, schließlich lebe und trainiere ich hier.“ Werder dagegen droht so langsam den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu verlieren. Mit 4:14 Punkten stecken die Hanseaten als Tabellenzehnter im Abstiegskampf und sind weiterhin punktgleich mit dem TTC Zugbrücke Grenzau, der zeitgleich mit 1:3 beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell unterlag. „Leider haben wir die zwei knappen Spiele im fünften Satz verloren“, stellte Trainer Cristian Tamas fest. „Wenn du zwei solche Spiele verlierst, dann wird es schwer. Gratulation an Mühlhausen.“

Ionescu und Mengel beweisen Nervenstärke

Und genau diese Nervenstärke in den entscheidenden Momenten war schlussendlich ausschlaggebend für den Mühlhäuser Sieg. Demonstriert wurde sie zunächst von Ovidiu Ionescu: Der Rumäne traf im Auftakteinzel überraschend auf Kirill Gerassimenko, der erstmals in dieser Saison anstelle von Mattias Falck auf Position eins zum Einsatz kam. Zwar lag Ionescu zu keinem Zeitpunkt mit mehr als zwei Punkten gegen Gerassimenko in Rückstand, rasch sah er sich aber dennoch einem 0:2-Satzrückstand gegenüber. Dann jedoch kämpfte sich Ionescu zurück und in den Entscheidungssatz, in dem er schließlich seinen zweiten Matchball zum 3:2 (12:14, 10:12, 11:7, 11:7, 11:9)-Sieg nutzte.

Nachdem im Anschluss auch Daniel Habesohn mit 3:0 (11:7, 11:5, 11:7) gegen Hunor Szöcs sein Match gewonnen hatte, war auch bei Steffen Mengel die besagte Nervenstärke gefragt. Gegen den frischgebackenen Weltmeister Falck, welcher in Houston mit Düsseldorfs Kristian Karlsson die Goldmedaille im Doppel gewonnen hatte, verspielte Mengel zwar im fünften Satz zunächst eine deutliche Führung, wehrte dann in der Satzverlängerung aber einen Matchball Falcks ab und gewann schließlich mit 3:2 (7:11, 11:8, 11:6, 10:12, 13:11).

Der 9. Spieltag in der Übersicht

TTC Schwalbe Bergneustadt – ASV Grünwettersbach 2:3
Benedikt Duda – Tobias Rasmussen 3:1 (11:9, 9:11, 11:1, 12:10)
Alvaro Robles – Wang Xi 1:3 (11:7, 5:11, 8:11, 7:11)
Elias Ranefur – Minha Hwang 1:3 (5:11, 11:8, 8:11, 6:11)
Benedikt Duda – Wang Xi 3:1 (11:7, 12:10, 3:11, 12:10)
Alvaro Robles/Alberto Mino – Minha Hwang/Ricardo Walther 2:3 (13:11, 10:12, 6:11, 11:9, 9:11)

TTC OE Bad Homburg – 1. FC Saarbrücken TT 1:3
Yuta Tanaka – Darko Jorgic 3:1 (11:8, 9:11, 11:9, 11:9)
Rares Sipos – Patrick Franziska 1:3 (12:10, 4:11, 5:11, 4:11)
Lubomir Jancarik – Tomas Polansky 1:3 (11:4, 6:11, 10:12, 16:18)
Yuta Tanaka – Patrick Franziska 0:3 (2:11, 7:11, 6:11

SV Werder Bremen – Post SV Mühlhausen 0:3
Kirill Gerassimenko – Ovidiu Ionescu 2:3 (14:12, 12:10, 7:11, 7:11, 9:11)
Hunor Szöcs – Daniel Habesohn 0:3 (7:11, 5:11, 7:11)
Mattias Falck – Steffen Mengel 2:3 (11:7, 8:11, 6:11, 12:10, 11:13)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Ruwen Filus – Patrick Baum 2:3 (11:7, 13:11, 7:11, 4:11, 9:11)
Fan Bo Meng – Wu Jiaji 3:2 (9:11, 11:8, 12:10, 5:11, 11:3)
Alexandre Cassin – Cristian Pletea 3:0 (11:8, 13:11, 11:4)
Quadri Aruna – Wu Jiaji 3:0 (11:8, 11:8, 14:12)

TTF Liebherr Ochsenhausen – Borussia Düsseldorf 1:3
Kanak Jha – Dang Qiu 0:3 (8:11, 7:11, 4:11)
Simon Gauzy – Anton Källberg 2:3 (6:11, 11:9, 11:6, 6:11, 7:11)
Samuel Kulczycki – Kristian Karlsson 3:2 (11:8, 9:11, 11:7, 9:11, 11:8)
Kanak Jha – Anton Källberg 1:3 (11:4, 6:11, 5:11, 4:11)

Donnerstag, 16. Dezember, 19 Uhr
TTC Neu-Ulm – TSV Bad Königshofen

Beitragsbild oben: Ovidiu Ionescu (Foto: BeLa Sportfoto)