ALTERSSCHNITT UND VIELSPIELER: ZAHLEN ZUR NEUEN SAISON I



Die neue Saison in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) naht mit großen Schritten, am 6. September steigt der erste Spieltag. Ehe es so weit ist, haben wir ein bisschen mit Zahlen jongliert. Im ersten Teil blicken wir auf das jüngste und das älteste Team, auf den Vielspieler der Vorsaison und auf den besten Spieler laut Weltrangliste.

Post SV Mühlhausen

Der Post SV Mühlhausen stellt erneut das älteste Team und will nach Platz fünf in der Vorsaison nun den Sprung in die Play-offs schaffen. (Foto: Simon Stützer)

Das jüngste Team: Jugend schützt nicht vor Erfolg, das haben die TTF Liebherr Ochsenhausen in den vergangenen Jahren bewiesen. Fünf Finalteilnahmen in Folge verzeichneten die Oberschwaben zuletzt wettbewerbsübergreifend, die Krönung gab es mit dem Double 2019. Ausschlaggebend dafür war ein langfristiger Jugendkurs, der Spieler wie Hugo Calderano (24) und Simon Gauzy (25) in die Weltspitze geführt hat. In der neuen Saison soll nun eine neue Generation die ersten Schritte in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) machen: Mit Samuel Kulczycki (18) und Maciej Kubik (17) sind zwei Youngster zu den TTF gewechselt, ebenfalls neu ist der 20 Jahre alte Kanak Jha. Verlassen hat den Verein dagegen Stefan Fegerl (31). Der Altersschnitt des Teams ist damit auf 20,8 Jahre gesunken. Auf Platz zwei der Youngster mit einem Schnitt von 22,6 Jahren folgt der TTC OE Bad Homburg, der mit Maksim Grebnev (18), Rares Sipos (19), Lev Katsman (19) und Nils Hohmeier (22) vier Talente sowie mit Gustavo Tsuboi (35) einen Routinier ins Rennen schickt. Der ASV Grünwettersbach bringt es mit durchschnittlich 25,2 Jahren auf Platz zwei in dieser Kategorie.

Das älteste Team: Dass der Aufbau von Talenten à la Ochsenhausen nicht der einzige Weg zum Erfolg ist, beweist seit einiger Zeit vor allem der Post SV Mühlhausen. Die Thüringer hatten bereits in der Vorsaison das älteste Team gestellt und dieses für die neue Spielzeit nicht verändert. Nach Platz fünf und der besten Platzierung der Vereinsgeschichte wollen Daniel Habesohn (34), Lubomir Jancarik (33), Steffen Mengel (32) und Ovidiu Ionescu (31) dieses Mal den Sprung in die Play-offs schaffen. Nur unwesentlich jünger – 31,4 Jahre im Schnitt gegenüber Mühlhausens 32,5 – ist das Team von Borussia Düsseldorf. Der Rekordmeister schickt erneut die Oldies Timo Boll (39) und Kamal Achanta (38) sowie Kristian Karlsson (29), Ricardo Walther (28) und Anton Källberg (23) ins Rennen. Unnötig zu erwähnen ist also, dass neben Jugend auch Alter nicht vor Erfolg schützt.

Der Vielspieler: Auf Mattias Falck war in der vergangenen Saison Verlass: 34 Einzel bestritt der Schwede für den SV Werder Bremen, mehr als jeder andere Spieler. Dabei verbuchte Falck eine 23:11-Bilanz, konnte das Ausscheiden der Hanseaten im Halbfinale gegen den 1. FC Saarbrücken TT allerdings bei seiner 0:3-Niederlage gegen Patrick Franzisa auch nicht abwenden. In der neuen Saison wird bei Werder nun erneut viel von Falck abhängen, der weiterhin das Team mit Kirill Gerassimenko, Hunor Szöcs und Marcelo Aguirre anführt. Weitere Vielspieler in der Vorsaison waren Bastian Steger (TSV Bad Königshofen) mit 32 Einzeln, Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt) mit 31 und Wang Xi (ASV Grünwettersbach) mit 30.

Hugo Calderano

Hugo Calderano steht auf Platz sechs der Weltrangliste und ist damit der höchsteingestufte Spieler aus der TTBL. (Foto: BeLa Sportfoto)

Der Beste laut Weltrangliste: Keiner ist besser als Hugo Calderano, zumindest wenn man sich an der Weltrangliste der ITTF orientiert. Dort rangiert der 24-Jährige der TTF Liebherr Ochsenhausen auf dem sechsten Platz und damit auf der gleichen Position wie bereits bei Start der vergangenen Saison. Ebenfalls in den Top 10 sind Mattias Falck (SV Werder Bremen) als Neunter und Timo Boll (Borussia Düsseldorf) als Zehnter zu finden; es folgen Patrick Franziska (1. FC Saarbrücken TT) als 16., Simon Gauzy (TTF Liebherr Ochsenhausen) als 19. und Quadri Aruna (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) als 20. Unter den Top 50 der Welt finden sich insgesamt 16 Spieler aus der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

 

Beitragsbild oben: Mattias Falck vom SV Werder Bremen (Foto: BeLa Sportfoto)