APOLONIA: „NEU-ULM? NEUE ENERGIE KOMMT IN DIE TTBL“



Tiago Apolonia ist ein alter Bekannter in der Tischtennis Bundesliga (TTBL): Der Portugiese spielte bereits für den 1. FC Saarbrücken TT, den TTC indeland Jülich und die TTF Liebherr Ochsenhausen, ehe es ihn für ein Jahr nach Japan zu TT Saitama zog. Für die kommende Saison nun kehrt er zurück nach Deutschland und schließt sich dem TTC Neu-Ulm an. Vor dem Saisonstart haben wir uns mit dem 33-Jährigen unterhalten.

Tiago Apolonia

Tiago Apolonia blickt auf mehr als ein Jahrzehnt in der TTBL zurück. (Foto: BeLa Sportfoto)

Nach einem Jahr Abwesenheit kehren Sie zurück in die TTBL. Erzählen Sie uns von Ihrer Zeit in Japan.

Tiago Apolonia: Es war eine tolle Erfahrung, in Japan zu spielen. Tischtennis ist dort sehr populär, sehr viele Menschen haben eine große Leidenschaft für den Sport. Die Hallen waren immer voll, und selbst während der Trainingseinheiten waren einige Medienvertreter anwesend. Dieser Rummel hat mich sehr überrascht.

Sie blicken auf mehr als ein Jahrzehnt in der TTBL zurück, kennen sich also bestens aus. Was reizt Sie am TTC Neu-Ulm?

Apolonia: Es ist ein völlig neues Projekt – und das ist etwas, was mich reizt. Neue Menschen, neue Ideen und neue Energie kommen in die TTBL, und das ist meiner Meinung nach eine gute Sache. Hoffentlich kann Neu-Ulm mittelfristig eines der Topteams der Liga werden. Denn das ist unser Ziel.

Wie stark schätzen Sie die Mannschaft in der Premierensaison ein?

Apolonia: Die Liga ist sehr, sehr stark. Vielleicht so stark wie nie zuvor. Viele Teams starten mit Spielern aus der Weltspitze. Daher wird es bestimmt eine spannende und hart umkämpfte Saison, in der wir erst mal ankommen müssen.

Im Mai haben Ihre Ex-Klubs Saarbrücken und Ochsenhausen um den Titel gekämpft. Haben Sie das Finale verfolgt? Wem haben Sie die Daumen gedrückt?

Apolonia: Leider hatte ich nicht die Möglichkeit, das Spiel live zu verfolgen. Aber ich habe mir natürlich die Highlights am Tag danach angesehen. Es war ein tolles Spiel zwischen zwei sehr starken Mannschaften. Sowohl an meine Zeit in Saarbrücken als auch an meine Zeit in Ochsenhausen habe ich sehr viele schöne Erinnerungen. Das hat es schwer gemacht, einem Team die Daumen zu drücken.

Mit Portugal haben Sie im Juni bei den European Games die Bronzemedaille geholt. Was bedeutet Ihnen das?

Apolonia: Es ist immer etwas Besonderes, für sein Land eine Medaille zu gewinnen. Zum Glück hat unsere Spielergeneration schon viele Medaillen für Portugal gewonnen – und hoffentlich werden es noch ein paar mehr.

João Monteiro, Marcos Freitas und Sie sind alle über 30. Wie schätzen Sie das portugiesische Tischtennis in den kommenden Jahren ein?

Apolonia: Wir drei werden ganz sicher noch viele Jahre auf hohem Niveau spielen. Zugleich aber werden noch viele junge, talenterte Spieler wie Like João Geraldo und Diogo Chen dazustoßen.

Herr Apolonia, vielen Dank für das Gespräch.

 

Beitragsfoto oben: BeLa Sportfoto