ASSAR WIDERSPRICHT BERICHTEN ÜBER SPERRE



Medienberichten zufolge ist Düsseldorfs Neuzugang Omar Assar vom ägyptischen Tischtennisverband nach einem Zwischenfall bei den Mittelmeerspielen für ein Jahr gesperrt worden. Assar soll während eines Spiels ausfallend geworden sein und habe damit das Image des Landes beschädigt, heißt es. Eine endgültige Entscheidung sei allerdings bisher gar nicht gefallen, betont der 26-Jährige.

Omar Assar

Für ein Jahr gesperrt? Omar Assar widerspricht (Foto: ITTF)

Die Meldung des ägyptischen Sportportals KingFut klingt dramatisch: Nach einem Zwischenfall bei den Mittelmeerspielen, die vom 22. Juni bis 1. Juli im spanischen Tarragona stattfanden, habe der ägyptische Tischtennisverband Omar Assar (Borussia Düsseldorf) für ein Jahr von sämtlichen internationalen Wettbewerben ausgeschlossen. Assar selbst betonte jedoch auf Nachfrage, dass eine endgültige Entscheidung noch gar nicht gefallen sei. Mehr könne er dazu jedoch derzeit nicht sagen. Was war passiert?

Das ägyptische Nachrichtenmagazin Ahram Online hatte bereits am 28. Juni berichtet, dass Assar nach „beleidigenden Bemerkungen“ gegenüber seinem Heimatland vom ägyptischen Tischtennisverband von den Mittelmeerspielen ausgeschlossen wurde. Diese habe er während eines Spiels gegen einen türkischen Kontrahenten getätigt. „Gutes Benehmen ist wichtiger als Preise. Ungeachtet dessen, was vorgefallen ist, sollte er das Land nicht beleidigen“, wird Verbandspräsident Moataz Ashour zitiert. Weiter heißt es, dass der Verband nach dem Ende der Spiele über eine angemessene Strafe Assars entscheiden werde. Assar selbst ließ durch seinen Agenten Mohi Fouda verlauten, dass er jegliche Strafe akzeptieren werde, es allerdings keinen Grund für eine lange Sperre gebe. Die Bemerkungen Assars seien auf die steigende Nervosität aufgrund einer schmerzhaften Knieverletzung während des Spiels zurückzuführen und unbeabsichtigt gewesen, erklärte Fouda.

Assar: „Gibt noch keine Entscheidung“

Eine Woche später berichtete dann unter anderem die Website KingFut, dass eine Entscheidung gefallen sei. Assar werde von seinem Verband für ein Jahr gesperrt, da er mit seinen Aussagen das Image Ägyptens beschädigt habe. „Omar Assar ist ein toller Spieler, der in Düsseldorf für den größten Klub Deutschlands spielt. Sein Problem ist es, sein Temperament zu zügeln, und ich bitte ihn, seinen Ärger zu kontrollieren und das Image Ägyptens zu wahren“, so Präsident Ashour gegenüber KingFut. Auf Nachfrage der Tischtennis Bundesliga (TTBL) konnte Assar die Sperre jedoch nicht bestätigen. „Es gibt noch keine Entscheidung“, sagt der 26-Jährige.

Sollte Assar tatsächlich für ein Jahr gesperrt werden, so hätte dies gravierende sportliche Folgen für die aktuelle Nummer 21 der Welt. Teilnahmen an Turnieren der ITTF World Tour, dem World Cup oder der Weltmeisterschaft wären dann nicht mehr möglich und Assar würde aus der Weltrangliste fallen.

Beitragsbild oben: ITTF