CALDERANO FÜHRT OCHSENHAUSEN GEGEN SAARBRÜCKEN ZUM SIEG



Mit einem Paukenschlag sind die TTF Liebherr Ochsenhausen in die neue Saison der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gestartet: Mit 3:1 setzten sich die Oberschwaben am Sonntag gegen den 1. FC Saarbrücken TT durch und nahmen damit zumindest eine kleine Revanche für die Niederlage im Liebherr TTBL-Finale der vergangenen Saison.

Shang Kun

Shang Kun sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich Saarbrückens, musste sich im Spitzeneinzel aber einem starken Hugo Calderano beugen. (Foto: BeLa Sportfoto)

Auf hochklassiges Tischtennis hatten die Fans hoffen dürfen und wurden nicht enttäuscht: Die Neuauflage des Finals der Vorsaison zwischen den TTF Liebherr Ochsenhausen und dem 1. FC Saarbrücken TT, mit dem der 1. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) am heutigen Sonntag abgeschlossen wurde, lieferte drei Stunden lang großen Sport und eine Menge Spannung. Nachdem sich Saarbrücken im vergangenen Juni durch einen 3:1-Erfolg erstmals zum Deutschen Meister gekrönt hatte, drehte Ochsenhausen nun den Spieß um und schlug den FCS seinerseits mit 3:1.

Entscheidender Mann für die Tischtennisfreunde war Hugo Calderano mit zwei Siegen. Insbesondere der Erfolg im Spitzeneinzel, der zugleich den Mannschaftssieg eintütete, war ein Husarenstück. Gegen Shang Kun zeigte der Weltranglistensechste von Beginn an eine starke Leistung, lag allerdings auch aufgrund von etwas Pech – Shang verbuchte insgesamt neun Glücksbälle – nach 11:13 und 10:12 zunächst mit 0:2 Sätzen hinten. Davon aber ließ sich Calderano nicht bremsen, schaffte durch ein 12:10 den Anschluss und verbuchte auch die weiteren Sätze gegen den besten Spieler der Vorsaison mit 11:6 und 12:10 für sich. Im vergangenen Juni hatte Calderano noch mit 0:3 das Nachsehen gegen Shang gehabt.

Shang Kun schlägt Kanak Jha

Zuvor hatte Calderano selbst für einen erfolgreichen Start in die Partie gesorgt. Nachdem er den ersten Punkt im Einzel gegen Darko Jorgic noch dem Saarbrücker überlassen hatte, zeigte der Brasilianer anschließend mit acht Punkten in Folge und einem 11:3-Satzgewinn seine ganze Klasse. Jorgic hielt ab dem zweiten Satz zwar besser mit, der Sieg aber ging letztlich hochverdient mit 3:1 (11:3, 11:8, 4:11, 11:5) an Calderano. „Meine beiden Spiele liefen sehr gut, ich konnte heute mein ganzes Niveau abrufen“, sagte der 24-Jährige. „Es ist schön, dass es wieder losgeht. Ich freue mich für das gesamte Team, dass es gleich mit einem Sieg geklappt hat.“

Das zweite Einzel gehörte dagegen Saarbrücken: TTF-Neuzugang Kanak Jha zeigte gegen Shang zwar eine gute Leistung und knöpfte dem Spitzenspieler des FCS einen Satz ab, war Shang insgesamt aber noch nicht gewachsen. Mehrmals verspielte Jha eine Führung, im zweiten Satz etwa ein 6:2 zu einem 8:11. Im vierten Satz zog Shang dann nach 4:4 auf 10:4 davon und nutzte anschließend seinen zweiten Matchball zum 3:1 (11:9, 11:8, 6:11, 11:5).

Krimi zwischen Gauzy und Franziska

Auf Position drei dagegen ging der Punkt an Ochsenhausen, dabei lieferte Simon Gauzy die Blaupause für den anschließenden Calderano-Triumph. Gegen Patrick Franziska nämlich lag Gauzy nach 5:11 und 9:11 mit 0:2 Sätzen hinten, drehte dann aber auf. Mit 11:6 und 11:9 erzwang der Franzose den Entscheidungssatz, in dem er einem 4:7-Rückstand trotzte, sechs Punkte in Folge erzielte und den 50-Minuten-Krimi schließlich durch ein 11:7 zum 3:2 für sich entschied.

„Das kleine Quäntchen Glück, das wir im Finale hatten, war dieses Mal auf Ochsenhausens Seite“, sagte Franziska anschließend. „Wir hatten viele Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Das sollte uns nicht häufiger passieren.“ Der neue TTF-Trainer Yong Fu meinte: „Unsere Jungs kämpfen von Anfang bis Ende, vor allem damit bin ich sehr zufrieden. Dass wir zweimal ein 0:2 aufgeholt haben, macht mich stolz.“

 

Der 1. Spieltag in der Übersicht

TSV Bad Königshofen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0
Bastian Steger – Ruwen Filus 3:2 (8:11, 8:11, 11:6, 11:5, 11:6)
Kilian Ort – Quadri Aruna 3:1 (3:11, 11:8, 11:7, 11:9)
Filip Zeljko – Fan Bo Meng 3:1 (15:13, 11:1, 10:12, 11:9)

Borussia Düsseldorf – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Anton Källberg – Robin Devos 3:1 (11:4, 12:14, 11:7, 11:5)
Danny Heister – Ioannis Sgouropoulos 1:3 (12:10, 5:11, 9:11, 3:11)
Ricardo Walther – Cristian Pletea 3:1 (9:11, 11:6, 12:10, 11:6)
Anton Källberg – Ioannis Sgouropoulos 3:0 (11:6, 11:4, 13:11)

Post SV Mühlhausen – ASV Grünwettersbach 1:3
Daniel Habesohn – Deni Kozul 3:1 (9:11, 11:7, 11:4, 11:5)
Ovidiu Ionescu – Wang Xi 2:3 (11:9, 8:11, 11:5, 12:14, 9:11)
Steffen Mengel – Dang Qiu 2:3 (9:11, 11:7, 6:11, 11:5, 8:11)
Daniel Habesohn – Wang Xi 0:3 (3:11, 3:11, 10:12)

TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen 3:0
Benedikt Duda – Marcelo Aguirre 3:0 (11:8, 11:5, 11:1)
Alvaro Robles – Mattias Falck 3:2 (11:6, 9:11, 5:11, 11:6, 11:6)
Stefan Fegerl – Kirill Gerassimenko 3:1 (11:5, 2:11, 11:6, 11:8)

TTC OE Bad Homburg – TTC Neu-Ulm 1:3
Gustavo Tsuboi – Vladimir Sidorenko 3:2 (5:11, 11:7, 5:11, 11:6, 11:4)
Lev Katsman – Tiago Apolonia 1:3 (11:8, 12:14, 7:11, 10:12)
Rares Sipos – Emmanuel Lebesson 1:3 (5:11, 11:6, 5:11, 6:11)
Gustavo Tsuboi – Tiago Apolonia 0:3 (9:11, 8:11, 9:11)

TTF Liebherr Ochsenhausen – 1. FC Saarbrücken TT 3:1
Hugo Calderano – Darko Jorgic 3:1 (11:3, 11:8, 4:11, 11:5)
Kanak Jha – Shang Kun 1:3 (9:11, 8:11, 11:6, 5:11)
Simon Gauzy – Patrick Franziska 3:2 (5:11, 9:11, 11:6, 11:9, 11:7)
Hugo Calderano – Shang Kun 3:2 (11:13, 10:12, 12:10, 11:6, 12:10)

Beitragsbild oben: Hugo Calderano (Foto: Nicolai Schaal)