CZECH OPEN: GROTH/FRANZISKA HOLEN GOLD



Die TTBL-Akteure Jonathan Groth und Patrick Franziska gewannen am Sonntag bei den Czech Open im tschechischen Olomouc ihr drittes ITTF Word Turnier. Im Finale ließen die amtierenden Europameister zwei Japanern keine Chance. Düsseldorfs Timo Boll unterliegt im Einzel-Finale Wunderkind Tomokazu Harimoto.

TTBL-Sozialprojekt

Eingespieltes Team: Patrick Franziska und Jonathan Groth (Foto: ITTF)

Setzung gerechtfertigt: Fuldas Jonathan Groth und Saarbrückens Patrick Franziska kehren mit Doppel-Gold von den Czech Open im tschechischen Olomouc in ihre Trainingsgruppe zurück. Nach einem eindrucksvollen 3:0-Halbfinalerfolg gegen die chinesischen Nachwuchs-Asse Fang Yinchi und Xue Fei geriet auch der Finalsieg gegen die Japaner Jin Ueda und Maharu Yoshimura nie wirklich in Gefahr. Am Ende behielten die in Olomouc topgesetzten Europameister mit 3:1 die Oberhand (11:6, 8:11, 11:9, 11:8). „Wir wussten, dass wir gegen die beiden Japaner aggressiv und druckvoll auftreten müssen, um sie nicht ins Spiel kommen zu lassen“, so Franziska gegenüber der ITTF. „Das ganze Turnier über waren wir sehr konzentriert und sind sehr glücklich über diesen Erfolg.“
  
Für das dänisch-deutsche Duo ist der Titel in Olomouc der dritte gemeinsame Doppel-Erfolg ihrer Karriere. Im Vorjahr hatten Groth und Franziska bereits die Turniere in Ungarn und Österreich für sich entschieden, in diesem Jahr reichte es bei den Korea Open bereits zu Silber. Eine weitere Medaille sicherten sich im Doppel-Wettbewerb die beiden Ochsenhäuser TTBL-Profis Hugo Calderano und Simon Gauzy, die erstmals gemeinsam am Tisch standen. Nach einer knappen 2:3-Halbfinalniederlage gegen Ueda/Yoshimura dürfen sich die beiden über Bronze freuen. Eine Runde zuvor mussten sich bereits Ruwen Filus (Fulda) und Ricardo Walther (Grünwettersbach) den Japanern geschlagen geben.

Harimoto schnappt sich Rekord

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Fairer Gewinner, fairer Verlierer: Harimoto und Boll (Foto: ITTF)

In der Einzel-Konkurrenz kürte sich der Japaner Tomokazu Harimoto zum jüngsten World-Tour-Sieger aller Zeiten. Im Finale bezwang der erst 14-Jährige Düsseldorfs Spitzenspieler Timo Boll nach einem 1:2-Rückstand noch mit 4:2. „Das Alter spielt keine Rolle“, befand Harimoto anschließend. „Du musst gegen jeden spielen und kämpfen. Das war mein zweiten World-Tour-Finale, diesmal habe ich gewonnen.“ Im Februar war Harimoto im Finale der India Open noch Deutschlands Nummer eins Dimitrij Ovtcharov unterlegen.

Bis zum Finale hatte Boll ein überzeugendes Turnier gespielt und neben dem Bremer Omar Assar auch den Schweden Pär Gerell und den amtierenden Europameister Emmanuel Lebesson ohne Satzverlust bezwungen. Mühe hatte die ehemalige Nummer eins der Welt lediglich mit dem Chinesen Xue Fei, gegen den Boll einen 1:3-Rückstand noch drehen konnte. „Timo hat ein gutes Turnier gespielt“, fand deshalb auch Bundestrainer Jörg Roßkopf. „Das gibt ihm Auftrieb für die nächsten Wochen.“ Boll selbst zollte Harimoto via Facebook Respekt: „Beeindruckend, wie er sich von Monat zu Monat weiterentwickelt. Hätte ich nicht für möglich gehalten, in dem Alter körperlich und spielerisch so weit zu sein.“

Bronze für Calderano

Ein gutes Turnier spielte auch Ochsenhausens Calderano, der erst im Halbfinale gegen Harimoto den Kürzeren zog und mit Bronze aus Tschechien zurückkehrt. In einem Tischtennis-Krimi unterlag Calderano im entscheidenden siebten Satz in der Verlängerung mit 14:16. Im Wettbewerb der unter 21-Jährigen sicherte sich der Franzose Can Akkuzu den Titel, Düsseldorfs Anton Källberg gewann Bronze.

Alle Ergebnisse der Czech Open finden Sie auf den Seiten des Weltverbands ITTF (engl.).

Beitragsbild oben: ITTF

Die Finalspiele in der Kurzzusammenfassung