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Starkes Comeback: Timo Boll. (Foto: Roscher)

Déjà-vu für Düsseldorf

Déjà-vu für Düsseldorf

Gerade einmal zwei Jahre ist es her, da lag Borussia Düsseldorf schon einmal nach dem ersten Play-off-Halbfinalspiel der TTBL mit 0:3 nach Spielen und 4:9 nach Sätzen zurück. Damals gab es kein Happyend für den Rekordmeister.

„Die Situation ist aber eigentlich nicht vergleichbar“, sagt Sascha Greber, der Teammanager des damaligen Düsseldorfer Gegners und späteren Titelgewinners dieser Saison 2012/13, Werder Bremen. „So wie jedes Spiel seine eigenen Gesetze hat.“ Dennoch erinnert er sich natürlich noch genau an die Vorgänge.

Trotz des klaren Vorteils seien sich die Norddeutschen bei der Anreise nach Düsseldorf „überhaupt nicht sicher gewesen, dass wir ins Finale kommen“. Zudem wussten die Bremer, was sie beim Eintauchen in den Hexenkessel der Borussen erwarten würde: „Düsseldorf hat immer eine volle Halle, und die Zuschauer machen eine Menge Krach“, sagt Greber.

 

Triumphierte 2013 mit seinem Team im Halbfinale über Düsseldorf: Bremens Teammanager Sascha Greber. (Foto: Stöver)

Triumphierte 2013 mit seinem Team im Halbfinale über Düsseldorf: Bremens Teammanager Sascha Greber. (Foto: Stöver)

Dessen ungeachtet hatten sich die Werderaner eine genaue Taktik zurechtgelegt – und die ging auf. Beim Pokerspiel Mannschaftsaufstellung gewannen sie, weil wie geplant im dritten Match der für Bremen aufschlagende Taiwanese Chuang Chih-Yuan auf den erst 21 Jahre alten Ricardo Walther traf. „Chuang war damals in Höchstform, gewann kurze Zeit später die Weltmeisterschaft im Doppel“, sagt Greber. „Walther war noch auf dem Weg, der komplette Spieler zu werden, der er heute ist.“ Die Chancen sollten für die Gäste also gut stehen, diesen Punkt zu holen und damit ins Finale einzuziehen.

Genauso kam es: Nachdem  Düsseldorf mit 2:0 in Führung gegangen war, machte Chuang für Bremen den Sack zu. „Trotzdem haben wir vorher noch Blut und Wasser geschwitzt“, erzählt Greber. „Doch dieses eine Duell war für Düsseldorf kaum zu gewinnen.“

Wenn am Sonntag (15 Uhr) der 1. FC Saarbrücken TT nach dem überraschenden 3:0 im Hinspiel in Düsseldorf gastiert, dann sehe das allerdings ganz anders aus, dann sei die Borussia in der Lage, jede Partie für sich zu entscheiden. Und dann würde am Ende das Satzverhältnis den Ausschlag geben.

Einen Tipp, wie das Aufeinandertreffen enden wird, will Greber nicht abgeben: „Ich würde es ja beiden gönnen“, sagt er. Aber da nur einer ins Finale einziehen darf, „soll einfach der Bessere gewinnen“.

 

Autor: Katja Sturm

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