DER TEAMCHECK FÜR DIE NEUE SAISON | TEIL 2



Am Wochenende startet die Tischtennis Bundesliga (TTBL) in die Saison 2019/20 – höchste Zeit also, einen Blick auf die zwölf Mannschaften zu werfen. Im zweiten Teil unseres Teamchecks blicken wir auf den TSV Bad Königshofen, den ASV Grünwettersbach, den Post SV Mühlhausen und den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell.

Kilian Ort

Kilian Ort ist das Eigengewächs des TSV Bad Königshofen und soll 2019/20 den nächsten Entwicklungsschritt machen. (Foto: Friedrich Haubner)

TSV Bad Königshofen: Der Vorjahresachte wird von zahlreichen TTBL-Trainern als heißer Kandidat auf die Play-offs gesehen. Mit dem 38 Jahre alten Bastian Steger schließlich haben die Unterfranken nicht nur einen der besten Spieler der Vorsaison verpflichtet, sondern auch einen Leitwolf, der das junge Team mit seiner Erfahrung auf die nächste Entwicklungsstufe heben soll. Doch nicht nur Steger bürgt für Qualität im Bad Königshofer Kader. Mit Kilian Ort (23) und Mizuki Oikawa (22) verfügt der Klub hinter dem Routinier über zwei Nachwuchsspieler, die sich in der Vergangenheit äußerst positiv entwickelt haben und in der neuen Saison nun den nächsten Schritt nehmen sollen. Damit dürfte es zwar noch nicht reichen, um den Topteams der Liga über den gesamten Rundenverlauf hinweg Konkurrenz machen zu können, dahinter jedoch ist alles möglich – eben auch der vierte Platz.

ASV Grünwettersbach: Mit Ricardo Walther und Bojan Tokic hat der ASV Grünwettersbach gleich zwei Leistungsträger verloren, entsprechend vorsichtig formulieren die Verantwortlichen die Saisonziele. Mindestens Platz zehn soll es in der neuen Spielzeit werden, ein Nichtabstiegsplatz also. Neu verpflichtet wurden TTBL-Routinier Wang Xi und Youngster Tobias Rasmussen. Der erhoffte Transfer Cho Seungmins kam aufgrund eines Vetos des südkoreanischen Verbandes nicht zustande. „Auf dem Papier etwas schlechter“ als im Vorjahr sei seine Mannschaft daher, glaubt der neue ASV-Trainer Joachim Sekinger. Dafür aber soll der Teamgeist die Mannschaft über mögliche Schwächephasen hinwegtragen. Letztlich dürfte einerseits viel davon abhängen, wie häufig Sathiyan Gnanasekaran zur Verfügung steht, und andererseits, welche Entwicklung Rasmussen und Dang Qiu im Saisonverlauf nehmen. Bestenfalls etabliert sich Grünwettersbach mühelos im Mittelfeld, schlechtestenfalls steht dem ASV bis in den April hinein ein Kampf um das Saisonziel bevor.

Post SV Mühlhausen: Lange schnupperte der Post SV Mühlhausen in der vergangenen Saison an der Play-off-Teilnahme. Zur Halbzeit waren die Thüringer Zweiter, in der Rückrunde ging ihnen dann allerdings die Puste aus. Zwar waren die Verantwortlichen auch mit Platz sechs zufrieden, gegen noch größere Erfolge aber würden sie sich naturgemäß nicht wehren. „Natürlich würde ich uns gerne in den Play-offs sehen“, sagt Post-Trainer Erik Schreyer, verweist aber auf das gestiegene Niveau in der Liga und Mühlhausens Zusatzbelastung durch die erneute Champions-League-Teilnahme. Dabei erhofft sich Schreyer insbesondere von Steffen Mengel eine weitere Leistungssteigerung. Der 31-Jährige hatte im Vorjahr nach einjähriger Verletzungspause bereits eine gute Saison gespielt und soll nun noch mal eine Schippe drauflegen. „Er achtet sehr auf seinen Körper und ist topfit“, sagt Schreyer. „Ich kann mir gut vorstellen, dass er noch mal stärker spielt.“ Als einziger TTBL-Klub übrigens vermeldete Mühlhausen für die neue Saison keinen Wechsel. Neben Mengel werden also erneut Daniel Habesohn, Lubomir Jancarik und Ovidiu Ionescu antreten.

Tomislav Pucar

Tomislav Pucar spielte eine starke Premierensaison und trägt künftig beim TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell noch mehr Verantwortung. (Foto: Friedrich Haubner)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell: Für Fulda-Maberzell wird die neue Saison ein Umbruchsjahr. Erstmals nach elf Jahren nämlich gehen die Osthessen ohne Wang Xi in eine Spielzeit. Ersatz für den 35-Jährige wurde nicht verpflichtet. Stattdessen entschied sich der dreimalige deutsche Vizemeister, dem Eigengewächs Fan Bo Meng die Chance in der TTBL zu geben. Der 18-Jährige ist fest als Nummer drei eingeplant und soll langsam aufgebaut werden. Gestiegen ist damit der Druck auf die etablierten Spieler: Vorne müssen Ruwen Filus und Tomislav Pucar für Punkte sorgen. Insbesondere vom Kroaten erhoffen sich die Fuldaer einen weiteren Entwicklungsschritt, um den Verlust Wang Xis kompensieren zu können. Doch selbst in diesem Fall dürfte es schwer werden für den TTC RhönSprudel, den fünften Platz des Vorjahres zu halten.

 

Beitragsfotos oben: Friedrich Haubner (2), BeLa Sportfoto, Christian Habel