DIE FINAL-FOUR-TEAMS: BORUSSIA DÜSSELDORF



Nach der titellosen Vorsaison soll es in der laufenden Spielzeit wieder klappen mit neuen Trophäen für Borussia Düsseldorf, möglichst schon am 4. Januar 2020 beim Liebherr Pokal-Finale. Mit den TTF Liebherr Ochsenhausen geht es allerdings im Halbfinale gegen den Titelverteidiger – und den Angstgegner.

Kristian Karlsson

Kristian Karlsson hatte zu Saisonbeginn mit einer Fußverletzung zu kämpfen, hat sich aber stark zurückgemeldet. (Foto: Jörg Fuhrmann)

Beinahe wäre der Traum vom Titel schon im Achtelfinale ausgeträumt gewesen: Der SV Werder Bremen, eines der besten Teams der bisherigen Saison in der Tischtennis Bundesliga (TTBL), forderte der Borussia alles ab. Nach 0:2-Rückstand kämpften sich die Hanseaten noch ins Finale, in dem dann erst Anton Källberg und Omar Assar für ein Aufatmen bei Düsseldorf sorgten. Insbesondere Timo Boll hatte an diesem Nachmittag im September einen schweren Stand. Der 38-Jährige unterlag mit 0:3 gegen Mattias Falck und musste im Anschluss anerkennen, regelrecht „hingerichtet“ worden zu sein. Leichter tat sich Düsseldorf im anschließenden Viertelfinale, gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gab es ein 3:1.

Die Hoffnung auf die Rückkehr auf den Thron also ist lebendig, mit der Teilnahme am Final-Four-Turnier in Neu-Ulm hat Düsseldorf das erste Etappenziel erreicht. Im Vorjahr nämlich war dies nicht geglückt, damals setzte es überraschend ein 2:3 im Viertelfinale gegen den ASV Grünwettersbach. Der Weg zurück an die Spitze aber ist noch lang, mit den TTF Liebherr Ochsenhausen hat die Borussia im Halbfinale eine denkbar hohe Hürde zu überspringen.

Angstgegner Ochsenhausen

Denn Ochsenhausen ist nicht nur als Pokalsieger und Meister der Titelverteidiger in den nationalen Wettbewerben. Die Tischtennisfreunde sind zugleich so etwas wie der Angstgegner Düsseldorfs: Die jüngsten drei Duelle mit Ochsenhausen verlor Düsseldorf, im Hinspiel in der laufenden Saison gab es ein 1:3. Dabei hatte bei der Borussia zwar Timo Boll gefehlt, bei den TTF allerdings in Hugo Calderano ebenfalls der Topspieler. Beide Stars dabei waren im Februar dieses Jahres, damals unterlag Boll mit 2:3 gegen Calderano, die Borussia am Ende mit dem gleichen Ergebnis. „Einiges Selbstvertrauen“ gegen den Rekordpokalsieger (26 Titel) habe sein Team zuletzt gesammelt, sagt TTF-Trainer Dmitrij Mazunov: „Sie werden nicht glücklich sein, gegen uns zu spielen.“

Anton Källberg

Anton Källberg zählte zu den Düsseldorfer Leistungsträgern im bisherigen Saisonverlauf, aktuell steht er bei einer 10:5-Bilanz. (Foto: MaJo)

Vor diesem Hintergrund sieht Düsseldorf-Manager den Konkurrenten aus Ochsenhausen sogar leicht in der Favoritenrolle. „Sie sind exzellent besetzt“, sagt der 57-Jährige, betont aber zugleich: „Wir sind gut genug, um alle Teams im Feld zu schlagen.“ Ähnlich sieht es Timo Boll. Eine „richtige Herausforderung“ sei das Duell mit dem Titelverteidiger, sagte der Weltranglistenzehnte in unserem Interview, aber: „Auch wenn es fünf Euro fürs Phrasenschwein kostet: Wer Titel gewinnen will, muss eh jeden schlagen. Und die beiden anderen Halbfinalisten sind ja auch alles andere als Laufkundschaft.“

Boll erwartet „offenes Rennen“

Diese Einschätzung belegt unter anderem ein Blick auf die bisherige Saison in der TTBL. Dort ist Düsseldorf nach dem 16. Spieltag zwar Zweiter mit zwei Punkten Rückstand auf den 1. FC Saarbrücken TT, allerdings punktgleich mit dem Tabellendritten Ochsenhausen und dem -vierten Bremen. Zwei Punkte hinter den Play-off-Rängen lauert der TTC Schwalbe Bergneustadt. Ein Fünfkampf um die ersten vier Plätze bis zum letzten Spieltag zeichnet sich ab – und der Rekordmeister kann sich keineswegs sicher sein, am Ende den Sprung in die Play-offs zu schaffen.

Dabei war Düsseldorf immer dann zu schlagen, wenn Timo Boll nicht mit von der Partie war. Der 38-Jährige verbuchte in der bisherigen TTBL-Saison eine 10:0-Bilanz und blieb damit als einziger Spieler ungeschlagen. Ohne Boll gab es Niederlagen beim 1. FC Saarbrücken TT (0:3), beim Post SV Mühlhausen, gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (je 2:3) und eben in Ochsenhausen. Am 4. Januar dürften nun aber alle Topspieler bei Düsseldorf dabei sein, auch Kristian Karlsson hat sich nach seiner Fußverletzung stark zurückgemeldet mit einer 9:2-Bilanz. Ein entsprechend offener Schlagabtausch ist in Neu-Ulm zu erwarten. Während TTF-Trainer Mazunov ein „50:50-Spiel“ erwartet, sagt Boll: „Ich glaube, es wird in Neu-Ulm ein ganz offenes Rennen um den Titel.“

 

Das Team von Borussia Düsseldorf

Timo Boll (TTBL-Bilanz 2019/20: 10:0; Weltranglistenplatz: 10; Geburtstag: 08.03.1981)

Kristian Karlsson (TTBL-Bilanz 2019/20: 9:2; Weltranglistenplatz: 24; Geburtstag: 06.08.1991)

Anton Källberg (TTBL-Bilanz 2019/20: 10:5; Weltranglistenplatz: 74; Geburtstag: 17.08.1997)

Ricardo Walther (TTBL-Bilanz 2019/20: 7:7; Weltranglistenplatz: 77; Geburtstag: 30.11.1991)

Omar Assar (TTBL-Bilanz 2019/20: 3:5; Weltranglistenplatz: 28; Geburtstag: 22.07.1991)

Kamal Achanta (TTBL-Bilanz 2019/20: -; Weltranglistenplatz: 34; Geburtstag: 12.07.1982)

Trainer: Danny Heister (Geburtstag: 18.11.1971)

 

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Beitragsfoto oben: Timo Boll (Foto: Jörg Fuhrmann)