DIESE TEAMS ERWARTEN DIE TRAINER IN DEN PLAY-OFFS



Drei Teams thronen über allen anderen: Mit den TTF Liebherr Ochsenhausen, dem 1. FC Saarbrücken TT und Borussia Düsseldorf haben die Trainer aus der Tischtennis Bundesliga (TTBL) drei naheliegende Favoriten auf die vorderen Plätze ausgemacht. Doch wer zieht als Vierter in die Play-offs ein? Hier wird ein enges Rennen erwartet, in dem sich mehrere Mannschaften gute Chancen ausrechnen dürfen.

Erik Schreyer

Erik Schreyer und der Post SV Mühlhausen gelten als Kandidat auf Platz vier. (Foto: Christian Habel)

Lange überlegen musste niemand auf die Frage nach den Favoriten für die Play-off-Teilnahme. Ochsenhausen, Saarbrücken, Düsseldorf – diese Teams sehen alle Trainer vorne. Doch in welcher Reihenfolge? Gibt es eine Mannschaft aus diesem Trio, die den anderen etwas voraushat? Nein, glaubt etwa Erik Schreyer, Trainer des Post SV Mühlhausen: „Im Vorjahr waren Ochsenhausen und Düsseldorf in der Breite etwas besser aufgestellt als Saarbrücken“, sagt der 31-Jährige. „Durch Shang Kun hat Saarbrücken jetzt aufgeholt.“ Einen Favoriten in diesem Trio könne er daher nicht ausmachen – eine Einschätzung, die das Gros der Trainer teilt. Zumindest „leicht favorisiert“ sieht lediglich Miroslav Broda vom TTC indeland Jülich den Titelverteidiger Ochsenhausen.

Und was meinen die Trainer dieses Trios? Alle drei geben zwar die Play-off-Teilnahme als Ziel aus, wollen sich darüber hinaus aber nicht festlegen. „Es ist abhängig von vielen Faktoren, wer aus dem Trio am Ende vorn ist“, sagt Düsseldorfs Danny Heister. Eine verlässliche Prognose sei daher nicht zu geben. Ochsenhausens Meistertrainer Dmitrij Mazunov glaubt ebenfalls: „Kleinigkeiten entscheiden“, während Saarbrückens Slobodan Grujic auf die Stärken der Konkurrenz verweist: „Düsseldorf wird nach einem Jahr ohne Titel heiß sein“, sagt er, „Ochsenhausen hat gezeigt, dass sie reif sind für Titel.“

Bad Königshofen hoch gehandelt

Aber da wäre ja auch noch ein vierter Play-off-Platz. Und wer bekommt den? Da erwarten die Trainer ein enges Rennen zwischen drei, vier Teams. „Wahnsinnig ausgeglichen“ sei das Mittelfeld der Liga, findet Joachim Sekinger. Unter seinen drei Favoriten auf Platz vier findet sich neben Bremen und Mühlhausen auch der TSV Bad Königshofen, der von fast allen Trainern als aussichtsreicher Kandidat genannt wird. Die Unterfranken haben einerseits mit Bastian Steger einen Topspieler hinzugewonnen und andererseits die vielversprechenden Talente Mizuki Oikawa und Kilian Ort gehalten. „Wenn sie verletzungsfrei bleiben, haben sie richtig gute Chancen“, meint Chris Pfeiffer, Trainer des TTC Zugbrücke Grenzau. Auf „hohem, ausgeglichenem Niveau“ sieht auch Yang Lei vom TTC Schwalbe Bergneustadt die Konkurrenz aus Bad Königshofen.

Yang Lei

Yang Lei schaffte in der Vorsaison mit dem TTC Schwalbe Bergneustadt erstmals den Sprung in die Play-offs. (Foto: BeLa Sportfoto)

Apropos Bergneustadt: Die Oberberger hatten es in der Vorsaison in die Play-offs geschafft und gehören auch jetzt zum Kandidatenkreis. „Wenn ich mich festlegen muss“, sagt Saarbrückens Grujic, „dann tippe ich auf Bergneustadt.“ Ebenfalls hoch gehandelt werden der SV Werder Bremen, der sich mit dem Weltranglistensiebten Mattias Falck verstärkt hat, und der Post SV Mühlhausen. Die Thüringer seien „ganz sicher ein Kandidat“, findet Qing Yu Meng vom TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell. Post-Coach Schreyer bremst jedoch ein wenig: „Natürlich würde ich uns gerne in den Play-offs sehen“, sagt er, „aber die Liga ist in diesem Jahr noch stärker. Außerdem haben wir die Zusatzbelastung durch die Champions League.“ Werder-Trainer Cristian Tamas hofft, dass sein Team zumindest möglichst lange im Rennen um Platz vier mitmischen kann, weist ansonsten aber ebenfalls auf die starke Konkurrenz hin.

Nur Außenseiterchancen werden dem ASV Grünwettersbach und dem TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell eingeräumt. Erst mal den Blick nach unten richten werden voraussichtlich die junge Truppe des TTC Zugbrücke Grenzau, der im Vorjahr punktlos gebliebene TTC indeland Jülich und Liga-Neuling TTC Neu-Ulm.

 

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