DMITRIJ MAZUNOV NEUER TRAINER DER TTF LIEBHERR OCHSENHAUSEN



Zur kommenden Spielzeit 2018/19 übernimmt Dmitrij Mazunov den Posten des Cheftrainers beim Deutschen Vize-Meister, den TTF Liebherr Ochsenhausen. Der bisherige Cheftrainer Dubravko Skoric bleibt dem Verein als Technical Director am Liebherr Master College erhalten.

Skoric möchte kürzertreten

Die Personalie mag auf den ersten Blick überraschen, hat der 57-jährige Kroate die junge TTF-Mannschaft in dieser Saison doch ins Final-Four-Tunier, ins Halbfinale der Champions League sowie ins Liebherr TTBL-Finale geführt und über sieben Jahre erfogreiche Arbeit abgeliefert. Daher betont der Verein in der einberufenen Pressekonferenz, dass der Wechsel ausschließlich auf Wunsch des bisherigen Cheftrainers Skoric erfolge, da dieser nicht mehr so sehr im Rampenlicht stehen und nicht mehr ständig mit der Mannschaft auf Reisen sein möchte. TTF-Präsident Kristijan Pejinovic: "Wir danken `Dubo´ für seine tolle bisherige Arbeit, die ja zum Glück gar nicht beendet ist“ und führt weiter aus: "Es ist wichtig, dass uns `Dubo´ erhalten bleibt und weiterhin unserem Trainerteam angehört. Wir wollen seinen tollen Erfahrungsschatz nicht missen und er hat Spaß daran, sein immenses Wissen in den Bereichen Technik und Taktik an junge Spieler weiterzugeben.“

Mazunov rückt in die erste Reihe

Mit Dmitrij Mazunov übernimmt ein Mann den Posten des Cheftrainers, bei dem keinerlei Eingewöhnungsprobleme zu erwarten sind. Dafür kennt der 47-jährige russische Nachfolger den Verein und dessen Philosophie viel zu lange und zu gut. Bereits als Spieler schlug er neun Jahre für den Verein auf und war dabei sehr erfolgreich. An fünf von insgesamt acht Vereinstiteln war Mazunov beteiligt. Nach seiner aktiven Zeit war er bereits als Trainer in Katar und seit 2012 erneut im Liebherr Master College der TTF tätig. "Ich bin sehr stolz, nun in Ochsenhausen Cheftrainer zu werden", so Mazunov. "Die TTF sind ein großer, sehr bedeutender Verein in Deutschland, den man in Europa und der ganzen Welt kennt, auch wenn der letzte Titel 14 Jahre zurück liegt. Die Mannschaft ist stark genug, um auch weiterhin um Titel zu spielen und auch Titel zu gewinnen." Der neue Cheftrainer wurde zunächst für ein Jahr verpflichtet, jedoch planen die TTF langfristig mit ihm, wie Pejinovic unterstreicht.

Sportdirektor Zwickl verlässt ebenfalls den Verein

Aus privaten Gründen wird Daniel Zwickl, Sportdirektor der TTF, den Verein verlassen und in seine ungarische Heimat zurückkehren. Als junger Familienvater möchte er künftig mehr Zeit mit Frau und Kind verbringen und nicht mehr „24/7 mit dem Team unterwegs sein“ (Pejinovic). Zudem erhielt Zwickl in Budapest im Bereich Sportbusiness ein tolles Jobangebot, das er nicht ausschlagen konnte.

TTF legen voraussichtlich Champions-League-Pause ein

Des Weiteren gab der Verein bekannt, dass die TTF Liebherr Ochsenhausen für die kommende Saison wahrscheinlich nicht für die Champions League melden werden, eine abschließende Entscheidung aber noch ausstehe. Kristijan Pejinovic begründet dies ausführlich und plausibel. "Wir haben einen großen Einschnitt im sportlichen Bereich mit zahlreichen Veränderungen", so Pejinovic. "Hinzu kommen die Veränderungen seitens des Weltverbandes, die für die Vereine und die Spieler teilweise nicht einfach zu meistern sind. Mindestens acht World-Tour-Turniere im Jahr, eigentlich mehr, müssen die Spieler inzwischen absolvieren, wenn sie nicht in der Weltrangliste hinten herunterfallen wollen. Das bedeutet eine immense Mehrbelastung für alle."