DTTB-AUSWAHL MAKELLOS ZUM EM-TITEL



Die deutsche Nationalmannschaft ist ihrer Favoritenstellung bei der Team-Europameisterschaft in Nantes gerecht geworden: Am Sonntag schnappte sich die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) den Titel dank eines 3:0-Erfolgs gegen Portugal. Bronze gab es für Schweden und Frankreich.

Timo Boll

Timo Boll fügte seiner reichen Medaillensammlung eine weitere hinzu. (Foto: ITTF)

Makellos ist die Bilanz der deutschen Herren bei der EM geblieben: Nicht ein Einzel mussten sie im Turnierverlauf abgeben, fünfmal feierten sie einen 3:0-Sieg. So auch am Sonntag im Finale gegen Portugal: Dimitrij Ovtcharov legte beim 3:0 gegen Marcos Freitas den Grundstein für den Erfolg, anschließend sorgten zwei Stars aus der Tischtennis Bundesliga (TTBL) für die weiteren Punkte: Timo Boll von Borussia Düsseldorf besiegte João Monteiro mit 3:1, Patrick Franziska vom 1. FC Saarbrücken TT setzte sich mit 3:0 gegen Tiago Apolonia (TTC Neu-Ulm) durch.

„Das war ein sehr starkes Turnier meiner Mannschaft wie auch schon bei den European Games, obwohl dort ein anderes System gespielt wurde. Das zeigt die Klasse unserer Spieler und unserer Mannschaft“, sagte Bundestrainer Jörg Roßkopf. DTTB-Sportdirektor Richard Prause meinte: „Eine absolut starke Leistung unserer Mannschaft. Sie hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert und gezeigt, dass sie die beste in Europa ist.“ Ein Lob gab es zudem für zwei Akteure, die im Turnierverlauf nicht zum Einsatz gekommen waren: „Die Bank mit Ruwen Filus und Benedikt Duda und das ganze Team hinter dem Team haben großen Anteil an diesem Erfolg", ergänzte Prause mit Blick auf die Spieler des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und des TTC Schwalbe Bergneustadt.

Bronze für TTBL-Trio

In den Runden zuvor hatte das DTTB-Trio nur vereinzelt Probleme gehabt, letztlich aber stets souverän triumphiert. So war im Halbfinale am Samstag Gastgeber Frankreich mit Simon Gauzy (TTF Liebherr Ochsenhausen) besiegt worden, tags zuvor im Viertelfinale Slowenien mit Darko Jorgic (1. FC Saarbrücken TT) und Deni Kozul (TTC indeland Jülich). In der Gruppenphase hatten sich Boll und Co. gegen Tschechien mit Tomas Polansky (1. FC Saarbrücken TT) und Lubomir Jancarik (Post SV Mühlhausen) sowie Russland mit Vladimir Sidorenko (TTF Liebherr Ochsenhausen) durchgesetzt.

Neben Frankreichs Gauzy durften sich noch zwei weitere TTBL-Spieler zumindest über die Bronzemedaille freuen: Mattias Falck (SV Werder Bremen) und Kristian Karlsson (Borussia Düsseldorf) hatten mit Schweden am Samstag beim 2:3 im Halbfinale gegen Portugal das Nachsehen gehabt. Das Aus im Viertelfinale gab es für Österreich mit Daniel Habesohn (Post SV Mühlhausen) und Stefan Fegerl (TTF Liebherr Ochsenhausen), England mit Paul Drinkhall (TTC Schwalbe Bergneustadt) und Polen mit Jakub Dyjas (TTF Liebherr Ochsenhausen).

Zur offiziellen Webseite der Europameisterschaft

Zur Veranstaltungsseite der ETTU

Zur Veranstaltungsseite der ITTF

 

Tiago Apolonia

Tiago Apolonia, der in der TTBL für den TTC Neu-Ulm spielt, holte mit Portugal die Silbermedaille. (Foto: ITTF)

Die K.-o.-Runde in der Übersicht

Finale

Deutschland – Portugal 3:0
Dimitrij Ovtcharov – Marcos Freitas 3:0 (11:7, 11:7, 11:8)
Timo Boll – João Monteiro 3:1 (11:7, 4:11, 11:9, 11:7)
Patrick Franziska – Tiago Apolonia 3:0 (12:10, 11:9, 11:4)

Halbfinale

Deutschland – Frankreich 3:0
Timo Boll – Simon Gauzy 3:1 (11:7, 15:13, 8:11, 11:7)
Dimitrij Ovtcharov – Emmanuel Lebesson 3:1 (9:11, 11:3, 11:5, 11:7)
Patrick Franziska – Can Akkuzu 3:1 (11:6, 11:8, 5:11, 11:7)

Portugal – Schweden 3:2
Marcos Freitas – Jon Persson 2:3 (5:11, 11:8, 10:12, 11:8, 4:11)
Tiago Apolonia – Mattias Falck 3:2 (7:11, 11:1, 11:4, 4:11, 12:10)
João Monteiro – Truls Moregard 1:3 (8:11, 10:12, 12:10, 8:11)
Marcos Freitas – Mattias Falck 3:1 (11:8, 11:8, 8:11, 11:7)
Tiago Apolonia – Jon Persson 3:2 (8:11, 11:7, 2:11, 11:8, 11:7)

Viertelfinale

Deutschland – Slowenien 3:0
Dimitrij Ovtcharov – Darko Jorgic 3:2 (17:19, 10:12, 11:8, 11:4, 12:10)
Timo Boll – Bojan Tokic 3:0 (11:9, 11:9, 11:8)
Patrick Franziska – Deni Kozul 3:0 (11:8, 11:6, 11:6)

Frankreich – Polen 3:2
Simon Gauzy – Marek Badowski 1:3 (9:11, 11:8, 6:11, 6:11)
Emmanuel Lebesson – Jakub Dyjas 2:3 (8:11, 11:9, 11:9, 11:13, 7:11)
Can Akkuzu – Maciej Kubik 3:0 (11:5, 12:10, 17:15)
Simon Gauzy – Jakub Dyjas 3:1 (11:8, 11:4, 7:11, 11:7)
Emmanuel Lebesson – Marek Badowski 3:1 (11:7, 11:8, 9:11, 14:12)

Portugal – Österreich 3:1
Tiago Apolonia – Robert Gardos 0:3 (11:13, 7:11, 6:11)
Marcos Freitas – Daniel Habesohn 3:1 (11:8, 11:6, 9:11, 11:7)
João Monteiro – Stefan Fegerl 3:1 (11:3, 11:1, 8:11, 11:7)
Tiago Apolonia – Daniel Habesohn 3:0 (11:6, 11:4, 11:3)

England – Schweden 0:3
Liam Pitchford – Jon Persson 0:3 (6:11, 7:11, 11:13)
Paul Drinkhall – Mattias Falck 1:3 (2:11, 11:7, 7:11, 2:11)
Samuel Walker – Truls Moregard 1:3 (11:9, 6:11, 6:11, 9:11)

 

Beitragsfoto oben: ITTF