„DÜRFEN UNS NICHT SICHER FÜHLEN“



Am Samstagabend (18 Uhr) trifft der Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen im Halbfinal-Rückspiel des ETTU Cups auf den französischen Vertreter VS Angers TT. Trotz des 3:1-Auswärtserfolgs im Hinspiel warnt Team-Manager Sascha Greber eindringlich davor, sich bereits zu sicher zu fühlen.

Die Ausgangslage spricht für den SV Werder Bremen – und zwar deutlich: Dank zweier Sieger ihrer Nummer eins Bastian Steger und einem Punkt des Russen Kirill Skachkov konnten die Grün-Weißen das Tor zum Finale im französischen Angers weit aufstoßen. Im Hinspiel am 11. März, also vor gut drei Wochen, bezwang Bremen mit einer konzentrierten Leistung Gegner VS Angers TT mit 3:1 und 10:6 Sätzen.

Werder-Manger Sascha Gerber mahnt dennoch zur Vorsicht: „Das Ganze ist noch lange nicht gelaufen. Wir wissen um die Stärke von Angers und um die Qualität eines Jens Lundqvist oder Jon Persson. Dazu hat Angers die Option, den im Hinspiel nicht zum Zug gekommenen Chinesen Chen Jian einzusetzen, der ebenfalls brandgefährlich ist.“ Statt des Asiaten hatte Angers‘ Trainer David Pilard Routinier Christophe Legout in die Box geschickt, den Skachkov knapp bezwingen konnte.

Am Samstag wieder dabei: Bastian Steger (Foto: Vorberg)

Am Samstag wieder dabei: Bastian Steger (Foto: Vorberg)


Tamas kann aus dem Vollen schöpfen

Die aus Bremer Sicht wohl wichtigste Nachricht vor dem so wichtigen Spiel in der heimischen Klaus-Dieter-Fischer-Halle ist die, dass Punktegarant Steger nach überstandener Erkältung wieder fit ist und Trainer Cristian Tamas am Samstag zur Verfügung stehen wird. Im Liga-Finale gegen Saarbrücken am vergangenen Montag hatte Steger noch zuschauen müssen. Welchen Wert der deutsche Nationalspieler für Bremen hat, wurde nicht nur im Halbfinal-Hinspiel deutlich, sondern vor allem während seiner längeren Verletzungspause in der ersten Saisonhälfte. „Wir wissen natürlich, warum wir in dieser Saison die Play-offs verpasst haben. Mit Basti wären wir auch sicherlich im Pokal nicht gegen Ober-Erlenbach ausgeschieden“, glaubt Greber.

Diesen Dingen gilt die Aufmerksam nach dem Ende der Hauptrunde jedoch ohnehin nicht mehr. Der Fokus liegt auf dem Samstag. „Natürlich ist bereits das Halbfinale ein Riesenerfolg, aber das große Ziel heißt selbstverständlich Finale. Und um das zu erreichen, müssen wir am Samstag hochfokussiert sein und eine Top-Leitung abliefern“, so Greber.

Wiederholungstäter Steger?

Steger ist sogar schon einen Schritt weiter und ließ nach der Niederlage in Saarbrücken verlauten: „Wir wollen den ETTU Cup gewinnen!“ Verständlich, denn wie sich das anfühlt, weiß der 35-Jährige nur zu gut. Mit dem 1. FC Saarbrücken TT holte Steger 2014 im deutsch-deutschen Finale gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen den Titel – Wiederholung mit Bremen ausdrücklich erwünscht.

Das Halbfinal-Rückspiel sehen Sie ab 18 Uhr live auf LAOLA1.tv. Auf den Seiten der TTBL haben Sie die Möglichkeit, die Partie im Liveticker zu verfolgen.