EIN TOLLES PFLASTER FÜR DAS FINALE



Bereits zum sechsten Mal in Folge findet am 26. Mai das Liebherr TTBL-Finale in der Fraport Arena Frankfurt statt. Aus diesem Anlass hatten die Tischtennis Bundesliga (TTBL) und die Sportstadt Frankfurt am Dienstagnachmittag zu einem gemeinsamen Pressegespräch geladen, bei dem neben den Vereinsvertretern der beiden Finalteams und Stadtrat Markus Frank auch Herren-Bundestrainer Jörg Roßkopf anwesend war – und nicht nur der freut sich auf ein hochkarätiges Endspiel um die Deutsche Meisterschaft.

Vor gut einer Woche gewann Jörg Roßkopf mit der deutschen Herren-Nationalmannschaft die Silbermedaille bei der Team-WM in Schweden, am Dienstagnachmittag richtete er seinen Blick schon auf das nächste Endspiel. Der Bundestrainer der DTTB-Auswahl wird am 26. Mai zu Gast sein, wenn Borussia Düsseldorf und die TTF Liebherr Ochsenhausen im Liebherr TTBL-Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Saison 2017/18 kämpfen. „Das wird ein tolles Finale mit Spielern, die spektakuläre Ballwechsel garantieren“, so Roßkopf. „In Deutschland gibt es nur wenige Mannschaften, die Düsseldorf gefährlich werden können – und Ochsenhausen gehört dazu. Das wird eine schwere Aufgabe für den Titelverteidiger.“

Pejinovic, Preuß

Kamen dem Pokal schon einmal näher: Kristijan Pejinovic (m.) und Andreas Preuß (r., Foto: TTBL)

Das sieht auch Düsseldorfs Manager Andreas Preuß so: „Wir spielen tatsächlich ungern gegen Ochsenhausen. Allein schon deshalb, weil Hugo Calderano und Simon Gauzy eine gute Bilanz gegen Timo Boll haben und Gauzy sogar positiv steht.“ Aus Erfahrung weiß Preuß, dass zwischen beide Teams kaum ein Blatt Papier passt. „In der Champions League haben wir uns vor ein paar Wochen insgesamt acht Stunden miteinander beschäftigt. Am Ende haben dann kaum mehr als 20 Bälle entschieden. Deshalb sind wir aufs Äußerste gewarnt und haben großen Respekt vor dem Gegner.“ 

Der hingegen fühlt sich als Herausforderer durchaus wohl, wie Ochsenhausens Präsident Kristijan Pejinovic verriet. „Diese Rolle nehmen wir gerne an. Wir haben bewiesen, dass wir es mit Düsseldorf aufnehmen können und das auch gerne tun. Nach einem schwierigen Saisonstart haben sich die Jungs das Finale verdient. Wir wollen es genießen und schauen, was dabei herauskommt.“

Frank: „Stimmung und Dynamik einmalig“

Unabhängig vom Ausgang des Finales am 26. Mai sieht sich die Sportstadt Frankfurt schon jetzt als Gewinner. Über 200.000 Mitglieder zählen die Sportvereine der Mainmetropole, 3.000 davon spielen organisiert Tischtennis. Es sei daher ein besonderes Ereignis, den sportbegeisterten Menschen der Stadt ein Finalspiel wie dieses bieten zu können, so Stadtrat Markus Frank. „Wir sind stolz, dass das TTBL-Finale hier zu einer Tradition geworden ist, und wollen alles dafür tun, diese Tradition fortzusetzen.“ Jedes Jahr verwandele sich die Fraport Arena in einen kleinen Hexenkessel. „Die besondere Stimmung und Dynamik sind einmalig“, weiß Frank aus Erfahrung.

Auch Nico Stehle, Geschäftsführer der Tischtennis Bundesliga (TTBL), ist froh über die gute Zusammenarbeit mit der Sportstadt. „Frankfurt ist wirklich ein tolles Pflaster, und wir wissen es sehr zu schätzen, hier zu Gast sein zu dürfen.“ Mit Blick auf den 26. Mai steigt auch bei Stehle die Vorfreude: „Das wird ein absolutes Topspiel, auf das sich jeder Tischtennisfan freuen kann. Mit der Nummer drei (Boll), der Nummer elf (Calderano) und der Nummer zwölf der Welt (Gauzy) sehen wir wirklich Weltklasse-Athleten – und ein Finale, dessen Ausgang wahrscheinlich so offen ist wie seit Jahren nicht.“

Vor dem Endspiel um die Deutsche Meisterschaft könnte einer der beiden Finalteilnehmer am kommenden Freitag bereits einen Pokal in die Höhe recken. Denn nach dem knappen 3:2-Erfolg am vergangenen Sonntag hat Düsseldorf im Final-Rückspiel gegen den TTC Fakel Gazprom gute Chancen, die europäische Königsklasse zu gewinnen. „Wer weiß“, spekulierte Bundestrainer Roßkopf zum Abschluss, „vielleicht gilt es nächste Woche für Ochsenhausen sogar, den Champions-League-Sieger zu bezwingen.“

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