EINEN NARREN AN DER RATIOPHARM ARENA GEFRESSEN



Knapp vier Wochen vor dem Liebherr Pokal-Finale in der ratiopharm arena sprang der kleine Plastikball am gestrigen Abend vorab durch das Ulmer Rathaus. Allerdings hießen die Protagonisten nicht Timo Boll oder Patrick Franziska, sondern Gunter Czisch und Gerold Noerenberg. Die beiden Oberbürgermeister der Städte Ulm und Neu-Ulm gaben ihr Comeback als Tischtennis-Doppel – und sprachen über das Final Four.

„Es freut uns sehr, dass Sie offenbar einen Narren an der ratiopharm arena gefressen haben“, sagte Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch in Richtung TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle. Das Pressegespräch im kleinen Sitzungssaal des Ulmer Rathauses hatte da noch gar nicht begonnen. Vier Wochen vor dem Liebherr Pokal-Finale 2016/17 am 15. Januar in der ratiopharm arena – dem Final-Turnier um den Deutschen Tischtennis-Pokal – waren am Montagabend im Ulmer Rathaus die beiden Oberbürgermeister der Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm Gunter Czisch und Gerold Noerenberg sowie der Geschäftsführer der Tischtennis Bundesliga Nico Stehle zusammengekommen.

Rückkehr nach Ulm/Neu-Ulm

Vor dem sportlichen Teil des Abends stand das Final Four 2017, der Tischtennissport sowie die Sportregion Ulm/Neu-Ulm im Mittelpunkt eines kurzen Pressegesprächs. Czisch betonte seine Freude über die Rückkehr des Events nach der erfolgreichen Standortpremiere im letzten Jahr. „Während der Olympischen Spiele im Sommer habe ich viel Tischtennis geschaut. Und dann ist es ein schönes Gefühlt, wenn man plötzlich denkt: ‚Den kennst du doch‘“, so Ulms OB. „Es freut uns wirklich sehr, dass die Tischtennis Bundesliga jetzt vorhat, regemäßig zu uns zu kommen.“

Thema waren auch die erfolgreichen und gemeinsam durchgeführten Schul- und Sozialaktionen. So wird beispielsweise die Ulrich-von-Ensingen-Gesamtschule in Ulm einen C-Lizenz-Trainer engagieren, der an zwei Vormittagen ein Einführungstraining gibt. Die Schule besucht das Pokal-Finale zudem mit 75 Schülerinnen und Schülern. „Zu Beginn ist der Schwabe ja eher zurückhaltend“, scherzte Czisch über den großen Rücklauf der zahlreichen Aktionen. „Aber wenn dann die ersten zurückkommen und begeistert berichten, spricht sich das eben herum." Czischs Amtskollege Noerenberg betonte die Werte, die der Sport vermittelt: „Sport ist für Kinder und Jugendliche etwas extrem Wichtiges. Das Gemeinschaftserlebnis, der Umgang mit Niederlagen und Siegen, sportliches Fair Play – da kann ich in der Schule viel mit erhobenem Zeigefinger machen. Lernen tue ich es nur praktisch im Sport.“

„Ein attraktives Event ist das Eine“

Bevor die Podiumsgäste den Schläger in die Hand nahmen, schlug Stehle noch den Bogen zum sportlichen Aspekt des Events. „Ich bin überzeugt, dass wir uns am 15. Januar auf Spitzensport im Weltklasseformat freuen dürfen, mit Stars wie Timo Boll oder Patrick Franziska. Dazu kommt der TV Hilpoltstein, der sich bereits mit großem Fanblock angekündigt hat und im Duell David gegen Goliath Rekordsieger Düsseldorf fordern wird." Stehles Dank gelte den engagierten Partnern: „Ein attraktives Event ist das Eine. Dass es derart gut angenommen und unterstützt wird, das Andere – sei es von den Städten, der Arena oder der Presse. Wir empfinden es als große Chance, hier erneut Gast sein zu dürfen.“