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„Einfach ein schönes Gefühl hier“

„Einfach ein schönes Gefühl hier“

Wenn der Post SV Mühlhausen am morgigen Sonntag den Tabellenzweiten aus Saarbrücken empfängt, wird sie mit großer Sicherheit wieder zu einem echten Hexenkessel: die Postsporthalle am Kristanplatz. Wir haben mit Anhänger Uwe Bode (65) darüber gesprochen, wie es so ist, in der der kleinsten, aber lautesten Halle der Tischtennis Bundesliga (TTBL).

Wang Xi, Ruwen Filus und Jonathan Groth dürften heute noch die Ohren klingeln, wenn sie an das Auswärtsspiel ihres TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell beim Post SV Mühlhausen denken. Am 13. Spieltag verloren die Osthessen in Mühlhausen sensationell mit 2:3. Prominentester Nebendarsteller: die Zuschauer am Kristanplatz. 420 Anhänger des Post SV peitschten Ovidiu Ionescu, Lars Hielscher und Bohumil Vozicky Mitte Januar dermaßen nach vorne, dass diese über sich hinauswuchsen und dem Abstiegskandidaten den dritten Sieg in Folge bescherten. Und Uwe Bode war dabei.

Wird in Mühlhausen groß geschrieben: enger Fankontakt der TTBL-Stars (Foto: Habel)

Wird in Mühlhausen groß geschrieben: enger Fankontakt der TTBL-Stars (Foto: Habel)

Der 65-Jährige ist seit vielen Jahren treuer Anhänger des Thüringer Traditionsvereins und kennt die Vorzüge der Spielstätte: „Unsere Halle ist nicht zu groß. Wenn ich andere Hallen sehe – da verliert sich viel. Bei uns ist man nah dran, und nicht zuletzt wegen der schönen Holzdecke ist es einfach gemütlich.“ Nah dran, das sind die Zuschauer nicht nur während des Spiels. Auch danach sind die Fans fester Bestandteil im Vereinsgefüge. „Wir sind hier alle sehr eng mit der Mannschaft verbunden“, schwärmt Bode. „Nach dem Spiel kommen die Spieler zu uns und sprechen mit uns – das ist einfach ein schönes Gefühl hier in Mühlhausen, eine sehr angenehme Atmosphäre.“

„Jeder packt mit an“

Eine Atmosphäre, die in Mühlhausen auch über das Geschehen am Spieltag hinaus aufgebaut und gepflegt wird. Als der Post SV im Sommer 2013 in die Tischtennis Bundesliga (TTBL) aufstieg, musste die Halle am Kristanplatz aufwendig saniert werden. „Damals haben alle mit angepackt und geholfen, den alten Holzboden herauszureißen“, erzählt Bode. „Das gehört bei uns einfach dazu. Jeder packt mit an.“

Am Spieltag dann sorgt auch Uwe Bode selbst für Stimmung. „An der Südtribüne hängt ein Banner mit der Aufschrift ‚Hier steht der 7. Mann‘. Eigentlich müsste es ‚der 4. Mann‘ heißen, aber wir haben das Banner noch nicht an die TTBL angepasst. Es stammt noch aus der Zeit der Sechsermannschaften. Dort stehen wir dann mit Trommeln und Tröten.“

Natürlich war der Sieg gegen Fulda etwas Besonderes, sagt Bode, der seit der Saison 1990/91 dabei ist. Aber das schönste Erlebnis sei der Erfolg im Aufstiegsspiel in die 2. Bundesliga im Jahr 2007 gewesen. Gegen den TV Leiselheim war Mühlhausen im Hinspiel nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen und hatte dann im Rückspiel mit einem Sieg am Kristanplatz den Aufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse perfekt gemacht. „Alle haben sich in den Armen gelegen. Damals dachten wir, weiter kann es nicht mehr gehen. Und jetzt spielen wir in der Bundesliga.“

Sieg gegen Hagen geplant

Dort wartet in der mittlerweile dritten Saison im Oberhaus am Sonntag der Tabellenzweite 1. FC Saarbrücken TT. „Wir wollen Saarbrücken das Leben so schwer wie möglich machen“, sagt Bode. „Aber das wichtigere Spiel ist nächste Woche in Hagen. Ein Sieg muss diese Saison noch her.“ Einen ersten Beitrag dazu hat Bode bereits geleistet, denn die Auswärtsfahrt zu den Westfalen sei bereits organisiert.

Das Heimspiel des Post SV Mühlhausen gegen den 1. FC Saarbrücken TT sehen Sie am morgigen Sonntag ab 15 Uhr live und in HD im TTBL-TV.

Autor: TTBL

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