ETTU CUP: SAARBRÜCKEN KASSIERT HEIMNIEDERLAGE



Der 1. FC Saarbrücken TT muss sich im Halbfinal-Hinspiel des ETTU Cups dem polnischen Topklub K.S. Dekorglass Dzialdowo knapp geschlagen geben. In Abwesenheit von Spitzenspieler Wong Chun Ting ragt bei den Gästen ein Japaner heraus und führt Dzialdowo mit zwei Punkten zum einem 3:2-Erfolg im Saarland.

Patrick Franziska

Konnte die Niederlage nicht verhindern: Patrick Franziska (Foto: Markus)

Der 1. FC Saarbrücken TT hat das erste von zwei Duellen mit K.S. Dekorglass Dzialdowo knapp verloren. Am Dienstagabend unterlagen die Saarländer im Halbfinal-Hinspiel des ETTU Cups vor heimischem Publikum mit 2:3 und stehen damit in Polen vor einer großen Aufgabe. „Heute hat es leider nicht gereicht“, so FCS-Trainer Slobodan Grujic. „Aber uns hat heute ein starker Patrick Franziska gefehlt. Schon im ersten Spiel gegen Vrablik hatte er Probleme, gegen Takakiwa war er dann einfach nicht auf der Höhe.“

Eben jener Taku Takakiwa war es, an dem sich Saarbrücken an diesem Abend die Zähne ausbiss. Nach Franziskas Auftakterfolg gegen Jiri Vrablik bekam es zunächst Cristian Pletea mit dem Japaner zu tun und startete gut. Nach dem Gewinn des ersten und dem knappen Verlust des zweiten Satzes nahm jedoch Takakiwa das Heft in die Hand und glich zur Pause zum 1:1 aus.

Eine starke Leistung zeigte auf Saarbrücker Seite anschließend Darko Jorgic. Offensichtlich beflügelt vom Gewinn der Goldmedaille im Doppel bei den U21-Europameisterschaften im portugiesischen Gondomar am vergangenen Wochenende bekam der Slowene den Abwehrspezialisten Wang Yang nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser in den Griff. Auf das unangenehme Spiel des für die Slowakei startenden gebürtigen Chinesen hatte Jorgic stets die richtige Antwort. „Darko hat seinen Job super gemacht“, lobte Grujic seinen Schützling.

Pletea fehlt die Erfahrung

Nachdem Takakiwa im Spitzeneinzel den erneuten Ausgleich hergestellt hatte – diesmal mit einem 3:1-Erfolg gegen Franziska – war Pletea ein zweites Mal gefordert und ging gegen Vrablik zunächst in Führung. Das bessere Ende hatte schließlich jedoch Dzialdowos Routinier für sich. „Cristian hat vor allem gegen Takakiwa stark gespielt und nur knapp verloren“, fand Grujic. „Im letzten Einzel hat man dann jedoch gesehen, dass ihm noch die nötige Erfahrung fehlt. Deshalb kann man ihm heute keinen Vorwurf machen.“

Nächsten Mittwoch (20. März, 18 Uhr) hat Saarbrücken in Polen die Möglichkeit, mit einem deutlichen Auswärtssieg oder einem 3:2 mit besserem Satzverhältnis doch noch ins Finale einzuziehen und der Wiederholung des Erfolgs aus dem Jahr 2014 ein Stückchen näher zu kommen. Damals feierte Saarbrücken nach einem Finalsieg gegen Liga-Konkurrent Ochsenhausen mit dem Gewinn des ETTU Cups den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Das Spiel in der Übersicht

1. FC Saarbrücken TT – K.S. Dekorglass Dzialdowo 2:3
Patrick Franziska – Jiri Vrablik 3:1 (8:11, 12:10, 11:6, 11:9)
Cristian Pletea – Taku Takakiwa 1:3 (11:5, 11:13, 6:11, 8:11)
Darko Jorgic – Wang Yang 3:1 (9:11, 11:4, 11:9, 11:4)
Patrick Franziska – Taku Takakiwa 1:3 (7:11, 11:9, 5:11, 6:11)
Cristian Pletea – Jiri Vrablik 1:3 (11:9, 6:11, 6:11, 8:11)

Beitragsbild oben: Ulrich Höfer