"FRÜHER FEHLTE UNS DAS UMFELD"



Der ASV Grünwettersbach hat als einziger Zweitligist in diesem Jahr die Lizenz für die TTBL beantragt. Wir haben bei Manager Armin Freiburger nachgefragt, wie der Tabellenerste aus Karlsruhe das Projekt angehen will.

Herr Freiburger, warum haben Sie sich entschlossen, in diesem Jahr den Aufstieg in die TTBL anzugehen?
Armin Freiburger: Wir hatten vor drei Jahren schon einmal die Möglichkeit dazu. Aber damals fehlte uns das Umfeld, eine entsprechende Halle, der Boden, das Licht, die nötigen Trainingsmöglichkeiten. Das hat sich geändert, seitdem wir Mitte 2013 das hiesige Hallenbad übernommen und für 1,5 Millionen Euro zu einem Tischtenniszentrum ausgebaut haben.

Wie haben Sie das finanziert?
Die Stadt hier ist sehr großzügig; wir haben 945 000 Euro bekommen und den Rest selbst draufgelegt.

Wie werden Sie den Aufstieg finanzieren?
Wir müssen uns noch einmal richtig anstrengen und für die TTBL unser Sponsorenumfeld, das derzeit aus etwa 15 bis 20 kleinen Sponsoren besteht, ausweiten. Denn vom Verein können wir nichts mehr erwarten. Der ASV ist ein Mehrspartenverein mit etwa 650 Mitgliedern, davon gehören 150 bis 200 zum Tischtennis.

Führt das Team des ASV Grünwettersbach an: Alvaro Robles. (Foto: Verein)

Führt das Team des ASV Grünwettersbach an: Alvaro Robles. (Foto: Verein)

Wie ist Ihre Mannschaft personell aufgestellt?
Wir haben im vergangenen Jahr einen totalen Schnitt gemacht, denn die Luft war raus. Mit der früheren Mannschaft, in der auch Han Yings Ehemann Yang Lei dabei war, hätte ein solcher Schritt keinen Sinn gemacht, aber jetzt haben wir richtig hungrige Spieler, die zu großen Teilen in Ochsenhausen trainieren. Die drei jungen, Alvaro Robles, Samuel Walker und Jan Zibrat, werden bleiben, der Norweger Geir Andre Erlandsen wird ersetzt. Aber nicht durch einen Riesen, wie es immer heißt, sondern durch einen Spieler vom Niveau Robles‘.

Mit welchen Zielen werden Sie in die Saison gehen?
Ich denke, dass wir hinten mithalten können. Wir haben nicht das ganz große Geld, aber um Rang acht werden wir mitspielen. Wir sehen das erste Jahr als Sprungbrett, wollen schöne Spiele erleben und die Halle voll bekommen - notfalls mittels Freibier.

Vielen Dank, Herr Freiburger, für das Gespräch.