FULDA WILL PLAY-OFF-CHANCEN WAHREN



Der TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell trifft am 18. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) im direkten Duell um die Play-off-Plätze auf den Post SV Mühlhausen und ist in Thüringen zum Siegen verdammt. Die TTF Liebherr Ochsenhausen können sich die verlorene Tabellenführung zurückholen, am anderen Ende des Tableaus lädt der TTC indeland Jülich zum Kellerduell.

TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen (Hinspiel: 0:3)

Nach der knappen Niederlage gegen Bergneustadt und einem spielfreien Wochenende haben die Tischtennisfreunde aus Oberschwaben am Sonntag die Möglichkeit, die zuletzt an Düsseldorf verlorene Tabellenführung zurückzuerobern. Im Weg stehen der Mannschaft von Trainer Dmitrij Mazunov dabei die Westerwälder aus Grenzau, die in den beiden letzten Vergleichen chancenlos blieben und sowohl im Hinspiel als auch im Pokal-Halbfinale mit 0:3 verloren  – und deshalb klarer Außenseiter sind. „Ochsenhausen hat schon eine unglaublich starke Mannschaft mit fünf sehr guten Spielern“, weiß TTC-Trainer Dirk Wagner. „Dennoch gibt es schon die eine oder andere Paarung, bei der wir vielleicht ein bisschen mitspielen können und die uns vielleicht eher liegt.“ Ein Überraschungserfolg käme Grenzau zumindest sicherlich recht. Immerhin wartet die Mannschaft aus dem Brexbachtal seit Anfang Dezember auf einen Erfolg.

TTBL-Spielprognose*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 1,6 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 6,3 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 0:3 (63,6 %)

TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen (Hinspiel: 3:1)

Für Bergneustadt, derzeit Tabellendritter, geht es im Heimspiel gegen Bremen (9.) um wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs.  Denn mit Saarbrücken (4.) und Mühlhausen (5.) sind der Mannschaft um Benedikt Duda gleich zwei Teams dicht auf den Fersen und könnten bei einem Patzer der Oberbergischen nach Punkten gleichziehen. Im direkten Vergleich steht es in der laufenden Saison 1:1, nachdem Bergneustadt das Hinspiel im Oktober mit 3:1 gewinnen konnte, im Pokal-Viertelfinale mit dem umgekehrten Ergebnis unterlag. Viel spricht deshalb dafür, dass es trotz der eindeutigen Tabellenkonstellation am Sonntag eng zugehen dürfte – zumal Werder nach dem klaren 3:0-Erfolg gegen Jülich sicherlich nachlegen will und mit Bastian Steger einen der bislang erfolgreichsten TTBL-Akteure in seinen Reihen hat.

TTBL-Spielprognose*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 73,7 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 36,3 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 3:1 (30,9 %)

TTC indeland Jülich – TSV Bad Königshofen (Hinspiel: 1:3)

Ein echtes Kellerduell erwartet die Zuschauer am Sonntag in der Herzogstadt, wenn der Tabellenletzte Jülich den Tabellenvorletzten Bad Königshofen zu Gast hat. Allerdings sind die Rollen dennoch klar verteilt. Immerhin gelangen den Gästen aus Unterfranken bereits fünf Saisonerfolge, Jülich hingegen wartet nach dem Aufstieg im Sommer nach wie vor auf seine ersten Punkte im Oberhaus. Zuletzt war die Mannschaft von Trainer Miroslav Broda davon jedoch meilenweit entfernt und verlor die letzten sechs Begegnungen jeweils klar mit 0:3. Jedoch hatte auch Bad Königshofen in den letzten Wochen nur wenig Grund zum Jubeln. Der letzte Sieg gelang der Mannschaft um Kilian Ort Anfang Dezember gegen Grenzau.

TTBL-Spielprognose*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 2,7 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 8,8 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 0:3 (54,5 %)

Post SV Mühlhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (Hinspiel: 3:0)

Für die Gäste aus Osthessen schien das Kapitel Play-offs nach der Vorrunde bereits abgehakt zu sein. Lediglich vier Siege gelangen der Mannschaft im Abwehr-Ass Ruwen Filus in den ersten elf Partien, der Rückstand auf den vierten Tabellenplatz betrug zwischenzeitlich ganze acht Punkte. Nach einer Serie von fünf Siegen in Folge sind es vor dem 18. Spieltag jedoch plötzlich nur noch zwei magere Zähler.  „Wir sind mit unserer Rückrunde zufrieden und haben den Turnaround geschafft“, freut sich TTC-Vize Claus-Dieter Schad und sagt mit Blick auf die damit weiterhin mögliche Play-off-Teilnahme: „Ein bisschen Hoffnung ist noch da und solange es rechnerisch möglich ist, wollen wir die kleine Chance aufrecht halten.“ Ein Sieg gegen beim direkten Konkurrenten aus Mühlhausen ist dafür am Sonntag jedoch Pflicht. Und eine Rechnung hat Fulda nach der klaren 0:3-Pleite im Hinspiel ohnehin noch offen.

TTBL-Spielprognose*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 69,4 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 35,7 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 3:1 (31,8 %)

1. FC Saarbrücken TT – ASV Grünwettersbach (Hinspiel: 3:2)

Vor einem ähnlich wichtigen Spiel wie Fulda stehen auch die Saarländer aus der Landeshauptstadt, die am Sonntag Grünwettersbach zu Gast haben. Denn nach der 1:3-Niederlage in Fulda schloss Mühlhausen zuletzt zu Saarbrücken auf und liegt nun punkgleich auf Rang fünf. Bei einer Saarbrücker Niederlage und einem gleichzeitigen Erfolg der Thüringer wären Patrick Franziska und Co. ihren Play-off-Platz erst einmal wieder los. Allerdings spielt gerade Franziska nach wie vor eine überragende Saison und führt die Spielerrangliste mit einer beeindruckenden Bilanz von 17:4 souverän an. Nicht selten verhalfen zwei Siege des 27-Jährigen den Saarländern bisher zum Sieg. Auf der Gegenseite muss Trainer Rade Markovic auf Sathiyan Gnanasekaran verzichten, für den der Ex-Saarbrücker Bojan Tokic in die Mannschaft rückt und gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber für den ersten ASV-Sieg gegen Saarbrücken überhaupt sorgen wollen wird.

TTBL-Spielprognose*
Wahrscheinlichkeit Heimsieg: 63,5 %
Wahrscheinlichkeit Doppel: 40,7 %
Wahrscheinlichstes Ergebnis: 3:1 (34,1 %)

Alle Begegnungen des 18. Spieltags sehen Sie ab 15 Uhr wie gewohnt live, in HD und aus mehreren Kameraperspektiven im TTBL-TV und auf Tischtennis-Deutschland.TV.

Der 18. Spieltag in der Übersicht

Sonntag, 10. Februar, 15 Uhr
TTC Zugbrücke Grenzau – TTF Liebherr Ochsenhausen
TTC Schwalbe Bergneustadt – SV Werder Bremen
TTC indeland Jülich – TSV Bad Königshofen
Post SV Mühlhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell
1. FC Saarbrücken TT – ASV Grünwettersbach

*Die Zahlen basieren auf dem TTR-Modell von Tim Scheffczyk. Weitere Information finden Sie hier.

Beitragsfoto oben: Friedrich Haubner