JAKUB DYJAS: TEAMPLAYER MIT GROßEN ZIELEN



Wenn es um den amtierenden Meister TTF Liebherr Ochsenhausen geht, reden viele über Hugo Calderano und Simon Gauzy. Ein Mann, der ebenfalls schon zum Inventar der „Oxen“ zählt, spielt sich nach und nach aus dem Schatten der beiden Topstars heraus. Die Rede ist von Jakub Dyjas.

Jakub Dyjas

Mit einer 13:5-Bilanz steht Jakub Dyjas derzeit auf Platz acht im TTBL-Ranking. (Foto: BeLa Sportfoto)

Jakub Dyjas ist einer der Vorzeigeathleten in Ochsenhausen und ein Beispiel dafür, welche Entwicklung ein Tischtennis-Profi in der eigenen, viel gelobten Talentschmiede Liebherr Masters College (LMC) nehmen kann. Als 17-jähriger Teenager kam Dyjas aus Polen nach Ochsenhausen ins LMC, um dort unter Profi-Bedingungen zu trainieren. Zunächst wurde er in der 2. Bundesliga bei Bergneustadt und ein Jahr später in Passau „geparkt“, ehe er ab der Saison 2015/2016 in die 1. Mannschaft integriert wurde. Als 20-Jähriger kam er auf eine 9:9-Bilanz in seiner Premierensaison, fortan spielte er stets positive Bilanzen, in dieser und der vergangenen Spielzeit hoch positiv. Aktuell liegt der 24-Jährige mit 13 Siegen bei fünf Niederlagen auf Rang acht im TTBL-Ranking, übrigens vor seinen Teamkollegen Calderano und Gauzy; als einer von nur drei Spielern hat er Shang Kun vom 1. FC Saarbrücken TT besiegt. 

„Ich habe mich in der Zeit im LMC sportlich und menschlich enorm weiterentwickelt, konnte von vielen Menschen in vielen Bereichen lernen, wovon ich jetzt profitiere“, sagt Dyjas. Es scheint, als sei er ein wenig aus dem großen Schatten von Calderano und Gauzy herausgetreten. Selber zugeben würde der aus Koszalin stammende Dyjas das nicht. „Ich bin einfach glücklich mit meiner Leistung. Aber wir sind ein Team, und am Ende ist es wichtig, dass wir als Team gewinnen.“ Mit den drei Leistungsträgern sei die Mannschaft sehr flexibel. „Ich bin in der Lage, an jeder Position zu spielen. Das ist ein strategischer Vorteil.“ 

„Möchte ein europäischer Topspieler werden“

So bescheiden und mannschaftsdienlich er redet, so groß und ehrgeizig sind seine persönlichen Ziele. Er wolle um Edelmetall bei großen Turnieren spielen, formuliert der Roger-Federer-Fan selbstbewusst. „Ich möchte ein europäischer Topspieler werden. Mein größtes Ziel ist der Gewinn einer olympischen Medaille.“ 2016, bei den Europameisterschaften in Budapest, landete Dyjas seinen bis dato größten Erfolg, holte Bronze im Einzel und Silber im Doppel. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio stand die polnische Nummer eins in der zweiten Runde, für Tokio ist Dyjas indes noch nicht qualifiziert. Das Team Polen scheiterte kürzlich in der Mannschafts-Qualifikation. „Wir wollten dort überraschen, haben das leider nicht geschafft. Ich denke, wenn ich in der Einzel-Qualifikation auf einem guten Level spiele, habe ich eine große Chance, noch nach Tokio zu kommen“, betont Dyjas, aktuell die Nummer 74 der Welt.

Ochsenhausen-Cheftrainer Dmitrij Mazunov sagt über seinen Schützling: „Ich traue ihm in Zukunft noch sehr viel zu. Nach seinem großen Erfolg bei der EM 2016 tat er sich in der Phase danach schwer, dieses Level zu halten, aber zwischenzeitlich hat er sich wieder stabilisiert und ist bereit für den nächsten Schritt.“ Mazunov attestiert Dyjas ein „beidseitig starkes, aggressives, gefährliches Spiel“, abseits des Tisches schlage er die ruhigeren Töne an. „Er ist ein sehr angenehmer Typ.“ 

Manuel Pfender, Mitarbeiter bei den TTF Liebherr Ochsenhausen, spricht ähnlich über Dyjas: „Ich kenne ihn nun schon seit sieben Jahren, und wir verstehen uns sehr gut. Privat und beruflich ist er zuvorkommend und stellt nicht sich, sondern stets sein Team beziehungsweise seine Mitmenschen an die erste Stelle.“

Familiärer Rückhalt

Weiteren Rückenwind für künftige Topleistungen gibt Dyjas die eigene Familie. Seine Frau Marta, ebenfalls Tischtennisspielerin beim Bundesligisten TTK Anröchte, hat er im vergangenen Jahr geheiratet, das junge Ehepaar erwartet Nachwuchs. „Ich hoffe, dass mir das noch mehr Energie geben wird“, sagt Dyjas, der am liebsten im familiären Umfeld entspannt. „Wir reisen im Jahr so viel umher. Die beste Erholung ist für mich zu Hause mit meiner Familie.“ Überhaupt sieht er den momentanen Profi-Zirkus kritisch: „Ich würde die Zahl der Turniere reduzieren. Viele Spieler sind nur auf der Welt unterwegs, haben keine Zeit zum Training. Eine längere Vorbereitungszeit wäre wünschenswert.“ 

Ob Jakub Dyjas über die Saison hinaus in Ochsenhausen bleibt und in seine sechste Spielzeit bei den Oberschwaben geht, steht indes noch nicht fest. Dyjas’ Vertrag läuft im Sommer aus. Unabhängig davon, ob er bleibt oder geht, den deutschen Meistertitel mit den Tischtennisfreunden will Dyjas gerne verteidigen. „Wenn jeder von uns auf einem guten Level spielt, können wir den Titel erneut gewinnen.“

 

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Beitragsbild oben: Jakub Dyjas (Foto: BeLa Sportfoto)