KÄLLBERG: EIN JUWEL FÜR DIE TTBL



Die Macher des TTC Hagen dürften die Japan Open in Kobe mit mindestens einem Auge verfolgt haben – und ziemlich erfreut über Anton Källberg gewesen sein. Der erst 17 Jahre alte Schwede spielt in der kommenden Saison für den TTBL-Klub.

Borussia-Manager Preuß machte Källberg Hagen schmackhaft (Foto: Steinbrenner)

Borussia-Manager Preuß machte Källberg Hagen schmackhaft (Foto: Steinbrenner)

Eigentlich hatte Anton Källberg seine Zukunft in Frankreich gesehen. Nach einem Jahr bei Zweitligist TTC Ruhrstadt Herne sollte die Karriere des Wunder-Kindes im Nachbarland weitergehen. In seiner Heimat Schweden sagen ihm nicht wenige eine Karriere à la Jan-Ove Waldner oder Jörgen Persson voraus. So einer muss eigentlich in die TTBL.

Das dachte sich sicherlich auch Andreas Preuß. Der Manager von Borussia Düsseldorf schlug Källberg vor, sich doch dem TTC Hagen anzuschließen. Dort wird er wertvolle Spielzeit in der stärksten Liga Europas sammeln können und zudem von den Vorzügen des Kooperationspartners Borussia Düsseldorf profitieren. Das heißt, in der Rhein-Metropole wohnen und im Leistungszentrum mit den besten Cracks trainieren.

Bei den Japan Open zeigte Källberg auf großer Bühne, was künftig von ihm zu erwarten ist. Gegen den Südkoreaner Lee Sangsu, immerhin die Nummer 24 der Welt, scheiterte Källberg nur knapp. Im U21-Wettbewerb kam das topgesetzte Talent aus Söderhamn ins Halbfinale.

Für seine Karriere opfert der Neffe von Mats Källberg seine Jugend. Mit sieben Jahren begann er mit dem Tischtennis, mit 13 verließ er für den Sport sein Elternhaus, mit 17 ging er ins Ausland. „Ich trainiere 20 Stunden von Montag bis Freitag“, beschrieb Källberg einst seinen Alltag. Nach Deutschland ging er auch, um sein Spiel breiter aufzustellen. Källberg: „Hier wird mehr Wert auf das kurze Spiel gelegt als in Schweden und die Intensität ist höher.“