KITT UND NLZ: WEICHEN STELLEN FÜR DIE ZUKUNFT



In Grünwettersbach und Fulda gibt es seit diesem Jahr zwei neue Tischtennis-Leistungszentren – das eine vor allem international ausgerichtet, das andere auf regionalen Nachwuchs. In ihren Zielen unterscheiden sich beide jedoch kaum: Die Talentschmieden sind auf der Suche nach den Stars von morgen.

Jan Zibrat

EM-Teilnehmer und KITT-Mitglied: Jan Zibrat (Foto: ITTF)

Der Name klingt verheißungsvoll: Karlsruher Institute of Table Tennis oder kurz KITT. Unter der Leitung des Bundesliga-Cheftrainers des ASV Grünwettersbach Rade Markovic trainieren im Karlsruher Vorort im KITT seit neuestem Spieler aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt unter einem Dach. Aushängeschild des neu gegründeten Leistungszentrums ist Jan Zibrat, der mit Slowenien in Luxemburg sensationell EM-Bronze gewann und bereits in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) zum Einsatz kam. 

Neben optimalen Trainingsbedingungen bietet das KITT den Spielern auch die Möglichkeit, gemeinsam und vor Ort zu wohnen – und zwar im ‚Table Tennis House‘, einer Art Spieler-WG der Trainingsgruppe. Unterstützt wird das KITT von Tischtennis-Ausrüster JOOLA, der auch offizieller Ausrüster des Bundesligisten ASV Grünwettersbach ist. Für die Vorbereitung auf die neue Saison engagierten die KITT-Verantwortlichen den Sport-Professor Dr. Zoran Djokic als sogenannten Associate Coach. Der Serbe spielte mit Markovic während seiner aktiven Zeit in der serbischen und jugoslawischen Nationalmannschaft und unterstützte das KITT zuletzt in Sachen Fitnessanalyse der Spieler.

„Die Trainingsgruppe ist sehr interessant, besonders weil im KITT Spieler aus vielen verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Spielweisen trainieren, aber alle mit ähnlichem Niveau“, so Djokic. „Ich bin ich überzeugt, dass das KITT sich schnell weiter entwickeln wird.“

Wang Xi trainiert Nachwuchs

Wang Xi

Gibt im NLZ sein Wissen weiter: Wang Xi (Foto: ITTF)

Auf eine ähnliche Entwicklung hoffen auch die Verantwortlich des HUBTEX-Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) im hessischen Fulda, das seine Pforten im Frühjahr öffnete. Und der Start ist durchaus gelungen: Bei der ersten Talentsichtung im April schafften acht Kinder den Sprung in den hessischen C-Kader, zum ersten offenen Training kamen im Mai prompt über 30 Kinder und Jugendliche in die Fuldaer HUBTEX-Arena. 

Das NLZ ist ein gemeinsames Projekt des TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell und Sponsor HUBTEX, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Tischtennisnachwuchs der Region an die Anforderungen des professionellen und hochklassigen Tischtennissports heranzuführen. Entsprechend eng verzahnt sind Verein und NLZ personell: Abwehr-Ass Wang Xi steht dem NLZ als Trainer für Sonder- und Motivationstrainingseinheiten zur Verfügung, dessen Ehefrau und Trainerin Tan Jing (29) ist stellvertretende Leiterin.

Mithilfe des NLZ sollen die größten Talente der Region zum TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell gelotst werden – perspektivisch bis in die Tischtennis Bundesliga. Derzeit spielen sowohl die A-Schüler als auch die männliche Jugend des Vereins bereits in der Hessenliga. Und Letztere profitierten zum Saisonauftakt gegen gleich mal von ihrer Vorbereitung im NLZ und schlugen Königstädten auswärts mit 6:4.

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Beitragsbild oben: Dr. Stephan Roscher