KULCZYCKI: „WIRD KEINEN PUNKT GEGEN MICH UMSONST GEBEN“



Samuel Kulczycki wagt den großen Schritt: Nach einer Saison in der 2. Bundesliga beim TTC OE Bad Homburg trägt der 17 Jahre alte Pole in der kommenden Spielzeit das Trikot der TTF Liebherr Ochsenhausen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Im Interview spricht er über den Wechsel, die zurückliegende Runde und einen großen Traum.

Samuel Kulczycki

Samuel Kulczycki ist einer von drei Neuzugängen Ochsenhausens. (Foto: TTF Liebherr Ochsenhausen)

Hätten Sie damit gerechnet, nach relativ kurzer Zeit im Liebherr Masters College bereits die Chance zu erhalten, für die TTF Liebherr Ochsenhausen in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) zu spielen, in einem Team mit Weltklassespielern wie Hugo Calderano oder Simon Gauzy?

Ganz am Anfang, als ich in Ochsenhausen zu trainieren begann, hatte ich nicht damit gerechnet, aber ich bekam mit der Zeit immer mehr Hoffnung, irgendwann das Trikot überstreifen zu können. Ich freue mich sehr, dass sich diese Hoffnung nach relativ kurzer Zeit erfüllt hat.

Sie haben eine Saison in der 2.  Bundesliga hinter sich. Wie waren Ihre Eindrücke? Wie groß ist der Unterschied zur TTBL?

Richtig, letzte Saison habe ich bei Bad Homburg in der 2. Bundesliga gespielt, und wir haben sogar den Aufstieg in die TTBL geschafft. Die Saison davor habe ich in der polnischen Superliga gespielt, wo ganz anders gespielt wird. Es herrscht eine komplett andere Atmosphäre. Mit meiner Bilanz in der 2. Bundesliga [Gesamt: 9:7 im Einzel, 9:2 im Doppel; Anm. d. Verf.] bin ich nicht zufrieden. Ich denke, es wäre mehr drin gewesen, speziell zu Beginn der Saison. Die Rückrunde dagegen lief dann deutlich besser. In der TTBL gehört jeder Spieler zur Weltspitze oder zumindest der erweiterten Weltspitze – meiner Meinung nach ist das der wesentliche Unterscheid zur 2. Bundesliga.

Gehen Sie davon aus, dass Sie sich durch das intensive Training in Ochsenhausen rasch weiter verbessern können?

Ja, ich bin überzeugt davon, dass das gute, zielgerichtete Training in Ochsenhausen mir helfen wird, den nächsten Schritt zu machen sowie mich allgemein weiterzuentwickeln.

Was sind gegenwärtig Ihre Hauptstärken, wo liegen noch Schwächen?

Ich denke, dass meine Stärken die Schnelligkeit und das Ballgefühl sind. Weiter verbessern muss ich mein Aufschlag/Rückschlag-Spiel sowie meine Physis.

Wie gehen Sie in schwierige Wettkämpfe hinein, eher lässig und entspannt oder aufgeregt?

In wichtige Turniere versuche ich innerlich ruhig und relaxed hineinzugehen, nach außen jedoch mit Kampfgeist, dem Gegner signalisierend, dass es keinen Punkt gegen mich umsonst geben wird.

Was wollen Sie mit den TTF Liebherr Ochsenhausen in der kommenden Saison erreichen?

Für Ochsenhausen möchte ich das Maximum aus mir herausholen, immer 100 Prozent geben und um jeden Ball kämpfen.

Welche Ziele streben Sie generell im Tischtennis-Sport an? Wie weit nach oben wollen Sie kommen?

Mein Ziel ist es, in die Weltspitze vorzustoßen. Einer meiner größten Träume ist, wie bei vielen anderen Sportlern, eine Medaille bei den Olympischen Spielen.

 

Beitragsbild oben: Samuel Kulczycki (Foto: ITTF)