LIEBHERR TTBL-FINALE: SAARBRÜCKEN UND OCHSENHAUSEN KÄMPFEN UM DEN TITEL



Die Tischtennis Bundesliga (TTBL) ist bereit für den Showdown: Am Sonntag entscheidet sich ab 14 Uhr im Liebherr TTBL-Finale zwischen dem 1. FC Saarbrücken TT und den TTF Liebherr Ochsenhausen, welches Team die Deutsche Meisterschaft erringt. Bereits im Vorjahr war es zu diesem Duell gekommen. Beide Teams reisen mit frisch gestärktem Selbstbewusstsein an.

Patrick Franziska

Im ersten Spiel nach der Wettkampfpause war Patrick Franziska gleich in Topform, gegen Mattias Falck holte er ein 3:0. (Foto: BeLa Sportfoto)

Die Saison endet so, wie sie begann: Bereits am ersten Spieltag der Saison 2019/20 waren der 1. FC Saarbrücken TT und die TTF Liebherr Ochsenhausen aufeinandergetroffen, nun kommt es zwischen diesen beiden Teams zum Showdown um die Deutsche Meisterschaft. Am Sonntag entscheidet sich im Liebherr TTBL-Finale ab 14 Uhr (live im Stream auf Sportdeutschland.TV und ab 15.15 Uhr im Free-TV auf Eurosport), welche Mannschaft den Titel in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) feiert. Und dabei dürfte es kaum noch einmal so klar werden wie damals im September 2019, als sich die Saarländer mit 3:0 in Oberschwaben durchsetzten und damit zumindest kleine Revanche nahmen für die 0:3-Niederlage im Liebherr TTBL-Finale vier Monate zuvor. „Es wird ein völlig neues Spiel. Diese Ergebnisse sagen nichts mehr aus“, sagt Slobodan Grujic. Das beste Beispiel hat der FCS-Trainer selbst parat: „Im Laufe der Hauptrunde haben wir zweimal gegen Bremen verloren – jetzt im Halbfinale aber mit 3:0 gewonnen. So ist der Sport, es gibt keine Sicherheiten.“

Dass Grujic „sehr optimistisch“ ist für das Duell mit Ochsenhausen, dürfte auch an diesem Sieg gegen Werder liegen. Der Halbfinal-Erfolg gegen Bremen nämlich war ein Signal der Stärke: Patrick Franziska lieferte beim 3:0 gegen Mattias Falck eine blitzsaubere Leistung, Shang Kun und Darko Jorgic setzten sich trotz kleineren Startschwierigkeiten nach der langen Wettkampfpause jeweils mit 3:1 durch. „Alle Spieler haben gewonnen, das gibt noch einmal zusätzliches Selbstbewusstsein für Sonntag“, sagt Grujic mit Blick auf die Partie vom Mittwoch. „Wir sind vor der Saison mit dem Ziel angetreten, Meister zu werden. Daran hat sich nichts geändert. Deswegen schauen wir nur auf uns.“

Hugo Calderano

Mit einem 3:2 gegen Timo Boll hatte Hugo Calderano am Donnerstag die Tür weit aufgestoßen für die TTF Liebherr Ochsenhausen. (Foto: BeLa Sportfoto)

Ochsenhausen mit guten Erinnerungen an 2019

Doch frisch gestärkt ist auch das Selbstbewusstsein der TTF Liebherr Ochsenhausen. Nach 0:2-Rückstand kämpfte sich der Titelverteidiger am Donnerstag bei Borussia Düsseldorf noch einmal zurück. Jakub Dyjas leitete durch ein 3:2 gegen Anton Källberg die Wende ein, ehe Hugo Calderano mit einem 3:2 gegen Timo Boll und Simon Gauzy mit einem 3:0 gegen Kristian Karlsson vollstreckten. Grujic verfolgte das Geschehen live bei Eurosport und zeigte sich durchaus beeindruckt. „Alle dachten, das Spiel sei bereits gelaufen“, sagt der 46-Jährige. „Aber Ochsenhausen ist stark zurückgekommen. Insbesondere Hugo hat eine starke Leistung gezeigt.“ Der gegenseitige Respekt der beiden Final-Teilnehmer ist groß. „Bärenstark“ sei Saarbrücken, sagt umgekehrt TTF-Trainer Dmitrij Mazunov. Auch der 49-Jährige aber ist optimistisch für das Liebherr TTBL-Finale: „Ich glaube an meine Mannschaft und an unsere Chance am Sonntag.“

Erst im vergangenen Jahr schließlich hatte Ochsenhausen die Endspiel-Aufgabe Saarbrücken souverän gelöst. Mit 3:0 setzten sich Hugo Calderano, Simon Gauzy und Stefan Fegerl im Mai 2019 durch, in allen drei Matches ging es allerdings in den Entscheidungssatz. Mindestens genauso spannend dürfte es auch am Sonntag im Liebherr TTBL-Finale 2020 zugehen. „Die Tagesform und der Siegeswille werden den Ausschlag geben“, glaubt TTF-Präsident Kristijan Pejinovic. „Es könnte genauso eng werden wie in Düsseldorf.“

 

Beitragsfoto oben: BeLa Sportfoto