MÜHLHAUSEN SIEGT FURIOS



Der Post SV Mühlhausen ist am 5. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) nicht zu stoppen und schlägt den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell mehr als deutlich. Jubeln dürfen auch Borussia Düsseldorf und der TTC Schwalbe Bergneustadt, der 1. FC Saarbrücken TT dagegen muss die erste Saisonniederlage verdauen.

Daniel Habesohn

Besorgte die wichtige Führung: Daniel Habesohn (Foto: Habel)

Welch ein Debakel für den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell! Gegen einen furios aufspielenden Post SV Mühlhausen verloren die Osthessen beim thüringischen Nachbarn und Angstgegner am 5. Spieltag der Tischtennis Bundesliga (TTBL) mit 0:3 und gewannen dabei nicht einen einzigen Satz. „Glückwunsch an Mühlhausen, die hier heute stark aufgetrumpft haben. Wir dagegen haben wirklich einen rabenschwarzen Tag erwischt“, musste Ruwen Filus zugeben. Filus, Wang Xi, Jonathan Groth – sie alle fanden an diesem Sonntagnachmittag einfach keine Mittel gegen Daniel Habesohn, Ovidiu Ionescu und Neuzugang Lubomir Jancarik, der den vierten Sieg im fünften Saisonspiel nach der Pause perfekt machte. „Heute ist einfach alles für uns gelaufen“, freute sich Ionescu. „Aus den letzten Spielen gegen Fulda wussten wir, dass wir in dieser Halle mit diesem Publikum einen kleinen Vorteil haben. Mit diesem Ergebnis haben wir aber natürlich nicht gerechnet.“

Ebenfalls mit 0:3 verlor der bis dato noch ungeschlagene 1. FC Saarbrücken TT zuhause gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen, allerdings nicht ansatzweise so deutlich wie Fulda. „Wir sind natürlich enttäuscht, die ersten beiden Spiele in der Verlängerung verloren zu haben“, ärgerte sich Patrick Franziska, der zum Auftakt Simon Gauzy nur hauchdünn unterlag. Ähnlich erging es im Anschluss Tiago Apolonia, der gegen Hugo Calderano ebenfalls in der Verlängerung des fünften Satzes das Nachsehen hatte. In vier Sätzen musste sich schließlich Bojan Tokic Ochsenhausens Abwehr-Ass Yuto Muramatsu geschlagen geben. „Die Niederlage ist kein Beinbruch“, so Franziska weiter. „Denn eigentlich läuft es ja sehr gut bei uns. Jetzt gilt es, die Pleite schnell abzuhaken.“ Für Ochsenhausen hingegen geht eine erfolgreiche Woche zu Ende. „Wir sind froh, diese Woche mit drei Spielen heute mit dem dritten Sieg beendet zu haben“, so Sportmanager Daniel Zwickl.

Bergneustadt atmet auf

Benedikt Duda

Mir zwei Punkten Matchwinner gegen den ASV: Benedikt Duda (Foto: MaJo-Foto)

Froh sein konnte an diesem Nachmittag auch der TTC Schwalbe Bergneustadt, dem gegen den ASV Grünwettersbach der ersehnte erste Saisonsieg gelang. „Wir sind sehr erleichtert, dass wir endlich die ersten zwei Punkte einfahren konnten“, so Benedikt Duda. „Wie immer gegen den ASV war es auch heute wieder ein heißer Kampf.“ Denn der ASV präsentierte sich auch ohne seinen Spitzenspieler Masataka Morizono in guter Form und ging durch Ricardo Walther mit 1:0 in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Duda, stellte Samuel Walker mit seinem ersten Einzelsieg den alten Abstand wieder her. Anschließend hatte Grünwettersbach Pech, dass Walther, durch eine Verletzung gehandicapt, gegen Duda chancenlos blieb. Im Entscheidungseinzel hatte dann Schwalbe-Neuzugang Alvaro Robles die besseren Nerven, ausgerechnet gegen seinen Ex-Club. „Die Chance, zu gewinnen, war heute definitiv da“, fand Walker. „Deswegen ist es hart, mit 3:2 zu verlieren – und das schon zum dritten Mal in dieser Saison.“

Viele knappe Niederlagen hatte zuletzt auch Borussia Düsseldorfs Stefan Fegerl einstecken müssen – und spürbar darunter gelitten. Im Auswärtsspiel gegen den SV Werder Bremen traf es den Österreicher dann zu Beginn gleich schon wieder. Trotz tollen Kampfes gegen Bastian Steger stand am Ende die 3:2-Niederlage. Doch ausgerechnet im Entscheidungseinzel gegen Omar Assar platzte bei Fegerl der Knoten. Zuvor avancierte Anton Källberg wie bereits in der Champions League am Freitagabend mit zwei Siegen zum Matchwinner. „Anton hat heute sehr gut gespielt“, so Borussia-Trainer Danny Heister. „Aber mich freut es auch für Stefan Fegerl, der zuletzt ein wenig Pech hatte. Der Sieg im letzten Spiel heute wird ihm wieder Selbstvertrauen geben.“ Düsseldorf bleibt damit weiter ungeschlagen und führt die Tabelle nach wie vor an. Dahinter sind dem Rekordmeister die Überraschungsmannschaft aus Mühlhausen und Saarbrücken auf den Fersen.

Bereits am Samstagabend hatte der TSV Bad Königshofen seinen ersten TTBL-Sieg gefeiert. Im Kellerduell mit dem TTC Zugbrücke Grenzau behielt der Aufsteiger mit 3:1 die Oberhand. „Ein großer Tag für den TSV! Der erste Bundesligasieg ist schon etwas Besonderes“, so TSV-Eigengewächs Kilian Ort unmittelbar nach dem Spiel vor vollem Haus in Bad Königshofen.

Alle Partien des 5. Spieltags in voller Länge sowie zahlreiche On-demand-Formate finden Sie in Kürze im TTBL-TV.

Der 5. Spieltag in der Übersicht

Samstag, 28. Oktober, 19 Uhr
TSV Bad Königshofen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1
Darko Jorgic – Constantin Cioti 3:1 (11:7, 6:11, 11:9, 11:3)
Kilian Ort – Kirill Gerassimenko 0:3 (9:11, 9:11, 9:11)
Koudai Hiraya – Kou Lei 3:0 (12:10, 11:7, 12:10)
Darko Jorgic – Kirill Gerassimenko 3:1 (10:12, 11:8, 11:5, 11:8)

Sonntag, 29. Oktober, 15 Uhr
Post SV Mühlhausen – TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell 3:0
Daniel Habesohn – Wang Xi 3:0 (11:8, 11:9, 11:9)
Ovidiu Ionescu – Ruwen Filus 3:0 (11:8, 12:10, 11:9)
Lubomir Jancarik – Jonathan Groth 3:0 (11:8, 11:8, 11:8)

SV Werder Bremen – Borussia Düsseldorf 2:3
Bastian Steger – Stefan Fegerl 3:2 (11:6, 6:11, 11:4, 7:11, 11:7)
Omar Assar – Anton Källberg 2:2 (11:13, 11:8, 7:11, 11:8, 11:13)
Hunor Szöcs – Kristian Karlsson 3:2 (11:9, 6:11, 8:11, 11:3, 11:5)
Bastian Steger – Anton Källberg 1:3 (11:6, 8:11, 7:11, 9:11)
Omar Assar – Stefan Fegerl 1:3 (11:9, 9:11, 9:11, 9:11)

1. FC Saarbrücken TT – TTF Liebherr Ochsenhausen 0:3
Patrick Franziska – Simon Gauzy 2:3 (11:7, 5:11, 12:10, 7:11, 10:12)
Tiago Apolonia – Hugo Calderano 2:3 (13:11, 11:9, 9:11, 9:11, 10:12)
Bojan Tokic – Yuto Muramatsu 1:3 (6:11, 11:9, 4:11, 5:11)

ASV Grünwettersbach – TTC Schwalbe Bergneustadt 2:3
Ricardo Walther – Alvaro Robles 3:2 (11:8, 5:11, 7:11, 11:5, 11:9)
Dang Qiu – Benedikt Duda 1:3 (7:11, 7:11, 11:9, 12:14)
Samuel Walker – Kamal Achanta 3:1 (11:8, 11:7, 6:11, 14:12)
Ricardo Walther – Benedikt Duda 0:3 (4:11, 8:11, 1:11)
Dang Qiu – Alvaro Robles 1:3 (11:13, 11:8, 4:11, 8:11)