„NAHEZU PERFEKT“: MÜHLHAUSEN HOLT GEGEN BAD HOMBURG DEN ZWEITEN SAISONSIEG



Der Post SV Mühlhausen arbeitet sich nach und nach in die neue Saison der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Am Sonntag gelang den Thüringern am 5. Spieltag beim 3:0 gegen den TTC OE Bad Homburg der zweite Saisonsieg, durch den das Punktekonto nun ausgeglichen ist. Aufsteiger Bad Homburg wartet hingegen noch auf den ersten Erfolg.

Rares Sipos

Rares Sipos wurde dieses Mal auf Position eins aufgeboten, unterlag aber 1:3 gegen Lubomir Jancarik. (Foto: Ocliferius)

Auf den ersten Saisonsieg hatten Rares Sipos und der TTC OE Bad Homburg vor dem Auswärtsspiel beim Post SV Mühlhausen gehofft. Die gastgebenden Thüringer waren schließlich mühsam in die neue Saison der Tischtennis Bundesliga (TTBL) gestartet: 2:4 Punkte hatte das Konto Mühlhausens vor dem Spieltag aufgewiesen, lediglich gegen den TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell (3:1) war ihnen in den ersten drei Partien ein Sieg geglückt. Die Hoffnung des Aufsteigers aber wurde jäh enttäuscht, Steffen Mengel und Co. nämlich feierten einen 3:0-Erfolg und glichen ihr Punktekonto damit aus. „So musste die Reaktion sein“, lobte Post-SV-Trainer Erik Schreyer.

Den entscheidenden Punkt steuerte am Sonntag Daniel Habesohn bei, den Schreyer erneut auf Position drei gestellt hatte. Gegen Lev Katsman, anders als in den vergangenen Partien Bad Homburgs nicht als Spitzenspieler aufgeboten, lieferte der Österreicher einen tadellosen Auftritt und nutzte schließlich seinen ersten von vier Matchbällen zum 3:1 (11:8, 11:4, 9:11, 11:6)-Erfolg, der den 3:0-Sieg des Post SV sicherstellte.

Jancarik schafft das Break

Nicht minder souverän waren zuvor Steffen Mengel und Lubomir Jancarik aufgetreten. Mengel sorgte im Auftakteinzel durch ein 3:0 (11:7, 11:2, 11:5) gegen Nils Hohmeier, der Gustavo Tsuboi vertrat, für die Führung Mühlhausens. Anschließend setzte sich Jancarik mit 3:1 (11:7, 11:9, 8:11, 11:8) gegen Rares Sipos durch und schaffte damit das Break zum 2:0-Pausenstand. „An ihn geht heute ein Extralob“, sagte Mühlhausen-Trainer Schreyer im Anschluss. „Das Spiel hatte eine hohe Qualität – und die 2:0-Führung war die halbe Miete zum Erfolg der Mannschaft.“

Für Bad Homburg bleibt es also vorerst dabei: Lediglich Gustavo Tsuboi war bislang in der Lage, ein Einzel für den Aufsteiger in der TTBL zu gewinnen. Katsman (0:6-Bilanz), Sipos (0:4) und Hohmeier (0:3) warten trotz vielversprechender Ansätze noch auf den ersten Erfolg. „Wir sind heute sehr enttäuscht. Bislang haben wir trotz unserer Niederlagen immer einen guten Eindruck gemacht – heute aber hatten wir keine Chance“, sagte Hohmeier. Ein Lob für den TTC gab es dennoch: „Wir wissen, dass Bad Homburg sehr viel Potenzial hat. Daher mussten wir vom ersten bis zum letzten Spiel sehr konzentriert sein. Heute war es zum Glück nahezu perfekt“, erklärte Schreyer.

Der 5. Spieltag in der Übersicht

Borussia Düsseldorf – TSV Bad Königshofen 3:1
Anton Källberg – Filip Zeljko 3:0 (11:8, 11:4, 11:4)
Timo Boll – Bastian Steger 3:0 (11:7, 15:13, 11:9)
Ricardo Walther – Kilian Ort 1:3 (11:7, 6:11, 8:11, 10:12)
Anton Källberg – Bastian Steger 3:0 (11:4, 12:10, 11:9)

TTF Liebherr Ochsenhausen – SV Werder Bremen 3:0
Hugo Calderano – Hunor Szöcs 3:1 (11:6, 11:13, 11:8, 11:5)
Kanak Jha – Kirill Gerassimenko 3:0 (11:8, 11:6, 11:8)
Simon Gauzy – Mattias Falck 3:0 (11:7, 12:10, 11:5)

TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell – 1. FC Saarbrücken TT 3:2
Ruwen Filus – Patrick Franziska 0:3 (5:11, 6:11, 10:12)
Fan Bo Meng – Shang Kun 1:3 (7:11, 11:8, 7:11, 9:11)
Quadri Aruna – Darko Jorgic 3:0 (11:5, 11:9, 11:2)
Ruwen Filus – Shang Kun 3:1 (11:8, 11:5, 8:11, 11:7)
Quadri Aruna/Fan Bo Meng – Patrick Franziska/Darko Jorgic 3:0 (11:5, 15:13, 11:7)

Post SV Mühlhausen – TTC OE Bad Homburg 3:0
Steffen Mengel – Nils Hohmeier 3:0 (11:7, 11:2, 11:5)
Lubomir Jancarik – Rares Sipos 3:1 (11:7, 11:9, 8:11, 11:8)
Daniel Habesohn – Lev Katsman 3:1 (11:8, 11:4, 9:11, 11:6)

TTC Schwalbe Bergneustadt – ASV Grünwettersbach 3:2
Benedikt Duda – Deni Kozul 3:2 (11:4, 9:11, 6:11, 11:5, 11:8)
Stefan Fegerl – Wang Xi 1:3 (7:11, 5:11, 14:12, 6:11)
Alvaro Robles – Dang Qiu 3:2 (10:12, 14:16, 11:9, 11:8, 11:7)
Benedikt Duda – Wang Xi 2:3 (11:7, 8:11, 9:11, 11:9, 8:11)
Alvaro Robles/Stefan Fegerl – Dang Qiu/Tobias Rasmussen 3:1 (11:7, 11:5, 6:11, 11:5)

TTC Zugbrücke Grenzau – TTC Neu-Ulm 0:3
Cristian Pletea – Tiago Apolonia 0:3 (10:12, 10:12, 7:11)
Aleksandar Karakasevic – Emmanuel Lebesson 1:3 (7:11, 6:11, 11:9, 10:12)
Ioannis Sgouropoulos – Vladimir Sidorenko 2:3 (11:9, 13:11, 3:11, 9:11, 3:11)

Beitragsbild oben: Daniel Habesohn (Foto: Christian Habel)