NEU IN DER TTBL: CRISTIAN PLETEA, DER NÄCHSTE FCS-YOUNGSTER



Mit Cristian Pletea startet eines der größten Talente des Kontinents in der kommenden Saison in der Tischtennis Bundesliga (TTBL). Beim 1. FC Saarbrücken TT soll der 19 Jahre alte Rumäne an der Seite von Tomas Polansky und Darko Jorgic die kommenden Jahre prägen. Teil vier unserer Serie „Neu in der TTBL“.

Cristian Pletea

Cristian Pletea ist der dritte U21-Spieler beim 1. FC Saarbrücken TT. (Foto: ITTF)

Nein, streng genommen ist Cristian Pletea gar kein Neuer. Zumindest nicht neu beim 1. FC Saarbrücken TT. Schließlich spielte der Rumäne bereits in der vergangenen Saison für die Saarländer, aufgrund schulischer Verpflichtungen in der Heimat allerdings zunächst nur in den internationalen Wettbewerben. „Einige sehr gute Spiele“ habe er dort gezeigt, lobt Saarbrückens Organisationsleiter Nicolas Barrois. Nun soll sich der 19- Jährige nach und nach an das Niveau in der TTBL gewöhnen.

Dass er über die nötigen Anlagen verfügt, um sich in der stärksten Liga Europas durchzusetzen, hat Pletea bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Immer wieder platzierte er sich in den vergangenen Jahren vor allem im Jugendbereich weit vorne: Im vergangenen Jahr etwa sicherte sich der Rumäne trotz seiner erst 17 Jahre die Silbermedaille bei der U21-Europameisterschaft in Minsk. Finalgegner damals war ausgerechnet Tomas Polansky, 3:4 hieß es gegen seinen neuen Saarbrücker Mannschaftskollegen. Viermal triumphierte Pletea zudem beim Europe Youth Top 10, zuletzt im vergangenen Jahr im portugiesischen Vila Real.

Erfolge gegen Jorgic und Tokic

Nun geht es für Pletea darum, sein Talent im Seniorenbereich weiterzuentwickeln. Das räumte der Rumäne direkt im Anschluss an seinen jüngsten Youth-Top-10-Triumph ein. „Ich spiele nun schon seit drei Jahren bei den Senioren und weiß, was das bedeutet“, sagte er in Portugal und ergänzte mit Blick auf die TTBL: „Meine Ziele für die Zukunft sind, gut zu spielen und einige starke Spieler zu schlagen.“

Dies ist ihm in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrfach gelungen. Bei der Team-WM 2018 in Halmstad etwa: Dort fuhr Pletea Siege gegen seinen künftigen Teamkollegen Darko Jorgic und das Saarbrücker Urgestein Bojan Tokic ein. Oder eben auch schon mit Saarbrücken, in Champions League und ETTU-Cup: Dort setzte sich der der 19-Jährige unter anderem gegen Yujia Zhai (Roskilde Bordtennis), Andréa Landrieu (VS Angers TT) sowie Alexandre Robinot und Vitor Ishiy (beide Chartres ASTT) durch. Im ETTU-Cup-Finale dann, das der Bundesligist nach 1:3 und 3:1 knapp gegen GV Hennebont TT verlor, konnte Pletea aufgrund schulischer Verpflichtungen in Rumänien nicht mitwirken. Jüngst bei den European Games hatte er einen schweren Stand: Im Teamwettbewerb in Minsk kassierte Pletea Niederlagen gegen Vladimir Samsonov und Patrick Franziska (jeweils 1:3) – die ganz Großen des Sports sind eben noch ein Stückchen zu groß für den Youngster.

Saarbrücken setzt auf Jugendkurs

Mit der Verpflichtung Pleteas setzt der 1. FC Saarbrücken TT den im Vorjahr eingeschlagenen Kurs fort, vor allem auf die Jugend zu setzen. Bereits im Vorjahr, bei der Verpflichtung des Rumänen für die internationalen Wettbewerbe, hatte Erwin Berg, Sportlicher Leiter bei den Saarländern, mit Blick auf Polansky (20) und Jorgic (20) erklärt, nun „die drei wohl besten U21-Spieler Europas“ im Verein zu haben, die dem Klub „hoffentlich noch lange große Freude bereiten“ würden.

Unter der Führung von Patrick Franziska (27) und Shang Kun (28) soll sich dieses Trio in den kommenden Jahren in der TTBL-Spitze etablieren. „Alle drei haben Verträge bis 2021“, verrät Organisationsleiter Barrois, der sich bei Pletea eine ähnliche Entwicklung verspricht wie bei Polansky. Als Vorbild dient den Saarbrückern der aktuelle deutsche Meister: Ochsenhausen habe „vorgemacht“, so Barrois, „wie der kontinuierliche Aufbau von jungen Spielern funktioniert. Sie sind uns drei, vier Jahre voraus.“ Mit Pletea und Co. will der deutsche Vizemeister nun aufholen.

Beitragsfoto oben: ITTF

 

Die bislang erschienenen Artikel unserer Serie "Neu in der TTBL"

Teil 1: Mattias Falck, der WM-Held

Teil 2: Alberto Miño, der Microtenista

Teil 3: Kanak Jha, der US-Hoffnungsträger