NEU IN DER TTBL: EWOUT OOSTWOUDER, DER RÜCKKEHRER



Ein alter Bekannter wechselt zur neuen Saison zum TTC indeland Jülich: Nach drei Jahren in Dänemark kehrt Ewout Oostwouder zurück nach Deutschland und wagt den Sprung in die Tischtennis Bundesliga (TTBL). Zunächst mal ist der Niederländer allerdings als Nummer vier eingeplant. Der fünfte Teil unserer Serie „Neu in der TTBL“.

Ewout Oostwouder

Ewout Oostwouder nimmt künftig den Platz der Nummer vier in Jülich ein. (Foto: ITTF)

Wer wissen will, wie es in den Niederlanden derzeit um den Tischtennis-Sport bestellt ist, der fragt am besten bei Danny Heister nach. „Mit Spitzensportlern zu arbeiten, ist eine andere Sportart“, sagte der 47-Jährige im vergangenen Jahr der niederländischen Zeitung „Trouw“. Und Heister muss es wissen, schließlich hat er es als Trainer von Borussia Düsseldorf mit eben jenen Spitzensportlern zu tun – nicht aber in den verschiedenen Funktionen, in denen er seit vielen Jahren die Auswahlteams der Niederlande begleitet. Denn mit dem Herren-Tischtennis ist es in den Niederlanden so eine Sache. Die Spitze ist weit enteilt, aktuell findet sich kein Niederländer unter den Top 100 der Welt. Eine andere Sportart also.

Schwarz sieht Heister wegen der aktuellen Flaute an der Spitze jedoch keineswegs. „Tischtennis ist eine so globale und schwierige Sportart“, erklärte er weiter, „die Top 100 zu erreichen, ist heutzutage schon sehr gut.“ Und genau auf diese Marke strebt derzeit Ewout Oostwouder zu. Noch im Frühjahr 2018 stand er auf Platz 283 der Weltrangliste, aktuell ist der Neuzugang des TTC indeland Jülich auf Rang 133 gelistet. Punkte sammelte der 25-Jährige vor allem im vergangenen September, als er bei der EM in Alicante die Gruppenphase überstand und in der Runde der letzten 64 an Ovidiu Ionescu scheiterte. Bei der WM in Budapest im Frühjahr schaffte Oostwouder den Sprung ins Hauptfeld, bei den European Games erreichte er Runde zwei. Zudem sammelte er fleißig Punkte bei World Tour und Challenge Series der ITTF.

Von Jülich nach Dänemark und zurück

Bei Jülich wissen sie ohnehin, was sie an Oostwouder haben. Schon einmal schließlich spielte der Niederländer in Nordrhein-Westfalen: In den Saisons 2014/15 und 2015/16 kämpfte er mit Jülich um die Spitze der zweiten Liga, am Ende gab es die Plätze drei und zwei. Anschließend verbrachte Oostwouder drei Jahre in Dänemark, zunächst eine Saison bei Roskilde, mit denen er 2016/17 in der Champions League spielte. Dabei traf Oostwouder unter anderen auf Simon Gauzy und João Geraldo (beide TTF Liebherr Ochsenhausen) sowie Dimitrij Ovtcharov und Alexey Smirnov (beide Fakel Orenburg). Anschließend wechselte er zu Næstved BTK, mit den Süd-Seeländern wurde er in der vergangenen Saison dänischer Vizemeister.

Nun also spielt Oostwouder wieder in Deutschland, in der TTBL soll er künftig das Jülicher Team vor allem in der Breite stärken. „In der vergangenen Saison hat uns eine echte Nummer vier gefehlt“, erklärt TTC-Präsident Michael Küven, „bei Ausfällen mussten daher Spieler aus unserer Oberliga-Mannschaft aushelfen.“ Dragos Olteanu und Youngster Muhammed Akar kamen im Saisonverlauf dreimal zum Einsatz, standen in der TTBL aber erwartungsgemäß auf verlorenem Posten. Mit nun vier Spielern kann Jülich Ausfälle besser auffangen. Zwar hat Martin Allegro den Verein verlassen, dafür aber mit Oostwouder und Deni Kozul zwei Neue geholt, die künftig an der Seite von Robin Devos und Dennis Klein das Team des Vorjahresaufsteigers bilden.

Beitragsfoto oben: ITTF

 

Die bislang erschienenen Artikel unserer Serie "Neu in der TTBL"

Teil 1: Mattias Falck, der WM-Held

Teil 2: Alberto Miño, der Microtenista

Teil 3: Kanak Jha, der US-Hoffnungsträger

Teil 4: Cristian Pletea, der nächste FCS-Youngster