NEU IN DER TTBL: MARCELO AGUIRRE



In der aktuellen Saison, die bereits am 1. Juli offiziell begann, tummeln sich in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) viele neue Gesichter. In einer kleinen Serie stellen wir die Liga-Neulinge und -rückkehrer noch einmal genauer vor. Den Anfang macht mit Marcelo Aguirre einer von drei Neuzugängen des TTC Zugbrücke Grenzau.

Marcelo Aguirre

Tischtennisspieler aus Leidenschaft: Marcelo Aguirre (Foto: ITTF)

Nach der abgelaufenen Saison stellte der TTC Zugbrücke Grenzau seinen Kader völlig neu zusammen – notgedrungen allerdings. Denn geblieben war dem Trainer und Sportlichen Leiter des Westerwälder Traditionsvereins Dirk Wagner im Vergleich zur Vorsaison lediglich Kirill Gerassimenko. Und so scharen sich um den jungen Kasachen, der in seine zweite Saison im Brexbachtal geht, künftig gleich drei Neuzugänge. Einer von ihnen ist Marcelo Aguirre.

Geboren ist Victor Marcelo Aguirre Benitez, so der volle Name des 25-Jährigen, in Paraguays Hauptstadt Asunción. Mit Tischtennis begann er im Alter von acht Jahren, mittlerweile ist der Sport seine Lebenseinstellung, wie Aguirre kürzlich in einer Videoreihe des Weltverbands ITTF erzählte (s. u.). „Seit ich ein Kind bin, gehört Tischtennis zu meinem Leben. Es ist zu meinem Lifestyle geworden.“ Angesichts seines sportlichen Werdegangs verwundert das kaum. Bereits 2008 vertrat der Linkshänder sein Heimatland bei den Olympischen Spielen in Peking und war bis zu den Spielen in Rio 2016 mit 15 Jahren und 211 Tagen lange Zeit der jüngste Tischtennisspieler bei Olympia aller Zeiten. Drei weitere Teilnahmen am größten Sportereignis der Welt sollten folgen.

Top 100 in Reichweite

Zuletzt machte Aguirre, der in der Weltrangliste auf Rang 102 geführt wird und damit im Juli ein neues Karrierehoch erreichte, beim Pan America Cup im Juni auf sich aufmerksam, als er bis ins Halbfinale vorstieß. Dort unterlag er Ochsenhausens Hugo Calderano, der das Turnier später gewann. Größere internationale Erfolge oder Titel sind in Aguirres sportlicher Vita allerdings rar. Seiner Begeisterung und Leidenschaft für den Sport tut das jedoch keinen Abbruch: „Ich bin damals dank meiner Familie zum Tischtennis gekommen und habe diese Entscheidung noch keine Sekunde bereut. Ich bin sehr zufrieden.“

Zufrieden war auch sein neuer Trainer, als der Transfer im März in trockenen Tüchern war. „Marcelo passt in unser Anforderungsprofil“, sagte Wagner damals. Wohl auch deshalb, weil Aguirre neben der paraguayischen außerdem die italienische Staatsbürgerschaft besitzt und damit als EU-Ausländer neben Gerassimenko eingesetzt werden kann. Sein Herz jedoch – und das macht Aguirre im Video der ITTF unmissverständlich deutlich – schlägt für sein Geburtsland: „Es ist eine große Ehre, Paraguay zu vertreten und ich bin sehr froh, ein Teil der Geschichte dieses Landes zu sein.“

Zu seinem ersten Einsatz in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) könnte Aguirre am 19. August kommen, wenn Grenzau um 15 Uhr bei Aufsteiger TTC indeland Jülich zu Gast ist.

Beitragsbild oben: ITTF