NEU IN DER TTBL: YUTO MURAMATSU



Yuto Muramatsu bringt frischen Wind in die Tischtennis Bundesliga (TTBL). Allerdings nicht allein aufgrund seines Alters, sondern vor allem wegen seines Spielsystems. Teil vier unserer Serie zu den Neuzugängen der Liga über den jungen Abwehrspezialisten der TTF Liebherr Ochsenhausen.

Auf dem Weg in die Weltspitze: Yuto Muramatsu (Foto: ITTF)

Auf dem Weg in die Weltspitze: Yuto Muramatsu (Foto: ITTF)

Sie sind rar geworden im modernen Tischtenniszirkus. Mit dem Südkoreaner Joo Saehyuk, aktuell die Nummer 13 der Rangliste des Tischtennis-Weltverbands ITTF, gibt es gerade einmal einen einzigen Abwehrspieler in der Weltspitze. Yuto Muramatsu, Neuzugang des Play-off-Teilnehmers TTF Liebherr Ochsenhausen, könnte der nächste werden. „Er hat alles dafür, das größte Abwehr-Potenzial, was ich seit Langem gesehen habe“, sagt Michel Blondel, TTF-Sportdirektor und Leiter der Ochsenhäuser Talentschmiede Liebherr Masters College, an dem Muramatsu trainiert. Bester Beleg für sein enormes Potential: Im April 2015 arbeitete sich der damals erst 18-jährige Japaner bereits bis auf Position 23 der Weltrangliste vor. Aktuell wird er auf Rang 39 geführt.

Titel in Berlin

Begonnen hat Muramatsu mit dem Tischtennissport im Alter von sechs Jahren, mit 17 holte er bei den Olympischen Jugendspielen 2014 Silber hinter dem Chinesen Fan Zhendong. Seinen ersten wichtigen Titel auf der ITTF Word Tour gewann er im Januar 2016 in Deutschland: Bei den hochkarätig besetzten German Open in der Berliner Max-Schmeling-Halle sicherte sich Muramatsu im Finale gegen seinen neuen Teamkollegen Joao Geraldo, dem er mit seinem konzentrierten Abwehrspiel den Zahn zog, den Titel in der U21-Konkurrenz. Zwei Jahre zuvor machte auch Deutschlands Nationalspieler Bastian Steger Bekanntschaft mit dem Defensivspezialisten, als er im Erstrundenmatch bei den German Open in Magdeburg nach einer 3:0-Führung schließlich erst in sieben Sätzen gewann (zum Video im YouTube-Kanal der ITTF).

„Ein Traum, hier zu spielen“

Bei Muramatsu, der zuletzt in Tokio spielte, ist die Vorfreude auf die Tischtennis Bundesliga (TTBL) groß. „Die Bundesliga ist weltweit bekannt und es ist ein Traum für jeden Spieler, dort zu spielen“, sagt er. Hinter Ochsenhausens Nummer eins Simon Gauzy (21 Jahre), Joao Geraldo, Jakub Dyjas und Hugo Calderano (20 Jahre) ist der Japaner mit 19 Jahren der jüngste in einer Ochsenhäuser Mannschaft, die auch in dieser Saison wieder das Team mit dem geringsten Durchschnittsalter stellt – und sich dennoch auch in der Champions League beweisen will. Eine Entscheidung, die auch mit der Verpflichtung Muramatsus zusammenhänge, so TTF-Präsident Kristijan Pejinovic.

Teil 1: Kou Lei (TTC Zugbrücke Grenzau)Teil 2: Florian Schreiner (TTC Schwalbe Bergneustadt)Teil 3: Daniel Habesohn (Post SV Mühlhausen)