NEUER TRAINER FÜR NEU-ULM: CHEN ZHIBIN STATT CHEN HONGYU



Gut fünf Wochen vor Beginn der neuen Saison in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) hat es beim TTC Neu-Ulm eine personelle Neubesetzung gegeben: Trainer des Neulings wird nun doch nicht Chen Hongyu, sondern Chen Zhibin.

Zeitlich hätte es einfach nicht gepasst bei Chen Hongyu, verrät Nadine Berti, Teammanagerin beim TTC Neu-Ulm. Der 48 Jahre alte Trainer hätte aufgrund anderweitiger Verpflichtungen das Traineramt beim TTBL-Debütanten nicht in vollem Umfang ausüben können, entsprechend haben sich beide Seiten für eine Wiederauflösung der Vereinbarung entschieden.

Stattdessen setzt Neu-Ulm nun auf Chen Zhibin – und damit auf einen alten Bekannten. Der 56-Jährige kann schließlich auf zahlreiche Stationen in Deutschland zurückblicken: Nach erfolgreichen Jahren in China und als Teil des chinesischen Nationalteams wechselte Chen 1990 in die Bundesliga zum ATSV Saarbrücken. Nach weiteren Stationen beim TTC Grünweiß Bad Hamm, dem Post SV Telekom Mühlheim, den TTF Bad Honnef und dem TTC Zugbrücke Grenzau entschied sich Chen für das Trainerfach. Zunächst arbeitete er an der Tischtennis-Schule in Grenzau, ehe er als Nationaltrainer der Damenteams der Niederlande (2009 bis 2012 und 2018 bis 2019) und Singapurs (2016 bis 2018) aktiv war. Zudem coachte Chen verschiedene Spieler, zuletzt etwa Omar Assar von Borussia Düsseldorf. Seit dem Jahr 2000 ist er deutscher Staatsbürger.

„Wir sind uns sicher, dass er für die Mannschaft eine tolle Bereicherung wird, und sind froh, dass wir ihn von unserem Weg überzeugen konnten“, sagte Neu-Ulm-Teammanagerin Berti. Im Kader des TTC stehen mit Hao Shuai und Cui Qinglei zwei Chinesen, zudem spielen der WM-Dritte An Jaehyun, Tiago Apolonia, Gustavo Tsuboi, Abdel-Kader Salifou, Viktor Brodd und das Talent Kay Stumper für Neu-Ulm. Im ersten Saisonspiel treten die Mittelschwaben am 17. August beim ASV Grünwettersbach an.

 

Beitragsfoto oben: Dr. Stephan Roscher