OCHSENHAUSEN SIEGT IM EILTEMPO



Die TTF Liebherr Ochsenhausen lassen im Heimspiel gegen den Post SV Mühlhausen nichts anbrennen und siegen klar. Der Anschluss an die Play-off-Plätze ist damit wieder hergestellt.

Die TTF Liebherr Liebherr Ochsenhausen haben zum Abschluss des 12. Spieltags in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) einen wichtigen Heimsieg gefeiert und können nach der knappen Niederlage gegen Düsseldorf am vergangenen Wochenende wieder zu den Play-off-Plätzen aufschließen. Die Mannschaft von Trainer Dubravko Skoric schlug am Montagabend den Post SV Mühlhausen in weniger als zwei Stunden letztlich klar mit 3:0. 

„Gegen Düsseldorf waren wir bereits nah dran, die heutige Aufgabe haben wir wirklich sehr gut gelöst“, freute sich TTF-Sportmanager Daniel Zwickl. „Die Jungs haben bereits bei den Hungarian Open gut gespielt. Daher wussten wir, dass das Niveau da ist.“ Chancenlos waren die nach wie vor auswärtsschwachen Gäste jedoch keinesfalls. „Ich bin nicht ganz zufrieden. Da war heute eindeutig mehr drin“, haderte daher Gästetrainer Erik Schreyer.

Ovidiu Ionescu

Vergab zwei Satzbälle: Ovidiu Ionescu (Foto: BeLa Sportfoto)

Den Auftakt in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle machte Jakub Dyjas, der anstelle des weiterhin verletzten Simon Gauzy als Nummer eins ins Rennen ging. Der junge Pole lieferte sich mit dem bisher besten Spieler der Liga Ovidiu Ionescu ein enges Duell, das um ein Haar in den Entscheidungssatz gegangen wäre. Doch Ionescu verpasste es beim Stand von 10:8 im vierten Satz, einen seiner beiden Satzbälle zu verwandeln – und hatte schließlich Pech, als Dyjas die Partie mit einem Kantenball entschied.

Einen eindrucksvollen Auftritt legte anschließend Hugo Calderano hin, der am Wochenende in Ungarn stark aufgespielt und Bronze gewonnen hatte. Gegen Daniel Habesohn war Calderano nach einem knappen ersten Satz spielbestimmend und hatte im dritten Durchgang dann keine Mühe mehr, die 2:0-Pausenführung herzustellen.

Spannende Schlussphase

Im dritten Einzel des Abends wurde es dann noch einmal spannend. Grund dafür war vor allem Lubomir Jancariks krachende Rückhand, die Mühlhausens Tscheche ein ums andere Mal gewinnbringend einsetzte und so nach drei Durchgängen in Führung lag. Doch Joao Geraldo erzwang den Entscheidungssatz, hatte dort in der Verlängerung die besseren Nerven und verwandelte schließlich seinen zweiten Matchball. „Ich war nicht in Topform, da ich am Wochenende krank war“, so Geraldo. „Aber in die letzten beiden Sätze habe ich noch einmal alles reingelegt, was ich hatte. Am Ende habe ich es dann irgendwie geschafft, das Spiel zu gewinnen.“

In der Tabelle tauschen Ochsenhausen und Mühlhausen die Plätze und liegen nun punktgleich (14:10) auf den Rängen fünf und sechs. Die Düsseldorf-Verfolger Saarbrücken, Bremen und Fulda haben je zwei Punkte Vorsprung. Verloren ist somit noch für niemanden etwas. „Der Kampf um die Play-offs ist nun wieder völlig offen“, so Schreyer. „Wir setzen uns da aber nicht unter Druck und freuen uns erstmal auf das Knallerspiel gegen Düsseldorf nächste Woche.“

Das Spiel in der Übersicht

TTF Liebherr Ochsenhausen – Post SV Mühlhausen 3:0
Jakub Dyjas – Ovidiu Ionescu 3:1 (8:11, 11:9, 11:9, 12:10)
Hugo Calderano – Daniel Habesohn 3:0 (11:9, 11:8, 11:3)
Joao Geraldo – Lubomir Jancarik 3:2 (8:11, 11:4, 3:11, 11:7, 12:10)

Beitragsbild oben: BeLa Sportfoto